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1771 Karl Zabel geboren
er später sehr wohlhabende Apotheker Karl Friedrich Gotthelf Zabel war kein Geraer sondern wurde in Dessau geboren. Er und seine Ehefrau Henriette (1808-1884) überließen der Stadt Gera eine Reihe von sozialen Stiftungen und waren für den Bau der nach ihnen benannten Zabelschule verantwortlich. Noch zu Lebzeiten von Henriette Zabel wurde 1877 eine Straße nach dem Ehepaar benannt. K.F.G. Zabel verstarb im Jahr 1847 in Gera.
08.01.1808 Henriette Schüler geboren
ekannt wurde Henriette Schüler, nach ihrem Vater ist die "Schülerstraße" benannt, durch ihre Heirat mit Karl Friedrich Gotthelf Zabel (1771-1847). Den beiden hat die Stadt Gera neben einer Reihe von sozialen Stiftungen auch den Bau des "Zabelgymnasiums" zu verdanken. Henriette Zabel verstarb am 26. Februar 1884 in Gera.
Zusatzinformationen
1847 Karl Friedrich Gotthelf Zabel verstorben
eboren war der spätere wohlhabende Geraer Apotheker 1771 in Dessau. Er und seine Frau Henriette waren zum einen für den Bau der Zabelschule verantwortlich, traten zum anderen aber auch als Stifter einiger sozialer Einrichtungen Geras in Erscheinung. Zabel verstarb 37 Jahr vor seiner Ehefrau Henriette (1808-1884), welche allerdings auch 37 Jahre jünger als er war.
1864 Das Geraer Zabelgymnasium
as Zabel-Gymnasium in Gera war eines von drei städtischen Gymnasien in Gera. Es ging aus der ehemaligen Zabelschen Höheren Töchterschule hervor, die von der Apothekerfamilie Zabel gestiftet und nach ihr benannt wurde. 2002 wurde das Gymnasium mit dem Friedrich-Schiller-Gymnasium zusammengelegt. Die damalige Höhere Töchterschule existierte seit 1864 als Teil der Bürgerschule auf dem Nicolaiberg (heute zum Goethe-Gymnasium gehörig). Die 1884 verstorbene Auguste Henriette Zabel, Witwe des Geraer Stadtapothekers Karl Friedrich Gotthelf Zabel, vermachte der Stadt Gera Geld- und Sachwerte im Wert von insgesamt einer Million Mark zur Förderung der Töchterschule und zum Bau eines eigenen Schulhauses. In dem betreffenden Testament war gefordert worden, dass die neue Schule nach der Familie Zabel benannt werden solle, daher wurde die Schule Zabelsche höhere Töchterschule benannt. 1887 bis 1889 wurde die Zabelschule nach Plänen von Fritz Köberlein errichtet. 1906 wurde das Schulgebäude an der Nordseite um einen Anbau mit zusätzlichen Klassenräumen und einem zweiten Treppenhaus erweitert. 1911 erhielt die Schule die Anerkennung als Lyzeum; damit hatten die Absolventinnen die Möglichkeit zum Hochschulstudium. In der DDR war die Schule eine erweiterte Oberschule (EOS) und nach Otto Grotewohl benannt. Nach der Wiedervereinigung wurde die Schule ein Gymnasium und nahm am 8. Mai 1993 wieder den Namen Zabel an. (Quelle: Schellenberg: Schulbauten zwischen 1860 und 1900. In: Schulen in Gera, herausgegeben von der Unteren Denkmalschutzbehörde Gera, November 2001)
05.10.1877 Die Zabelstraße in Gera
ie "Zabelstraße" entstand zu Ende der 1870er Jahre in der Verlängerung der "Humboldtstraße". Ihre Benennung hielt die Erinnerung an den Apotheker Karl-Friedrich-Gotthelf Zabel (1771-1847) und dessen Gattin Henriette Zabel, geborene Schüler (1808-1884) wach, denen die Stadt neben einer Reihe von sozialen Stiftungen insbesondere den Bau der Zabelschule zu verdanken hatte.
18.09.1887 Grundsteinlegung für eine Schule
n diesem Tag erfolgte die Grundsteinlegung für die Zabelschule, das spätere Zabelgymnasium, in der Adelheidstraße (Clara-Zetkin-Straße). Den Bau der Zabelschule hat die Stadt Gera, neben einer Reihe von sozialen Stiftungen, dem Apothekerehepaar Karl Friedrich Gotthelf Zabel (1771-1847) und Henriette Zabel, geb. Schüler (1808-1884) zu verdanken. Nach dem Vater der Stifterin wurde die Schülerstraße benannt.
29.04.1894 Die Geraer Schillerschule
ie Schillerschule ging wie die Zabelschule auf eine private Stiftung zurück. Das damalige Realgymnasium entstand 1894 aus einer Spende des Geraer Kommissionsrates Louis Schlutter über 250.000 Mark. Das Gebäude wurde 1893/94 durch Architekten und Regierungsbaumeister Wendorff errichtet und am 29. September 1894 eingeweiht. In den 1930er Jahren erhielt die Schule den Namen Friedrich Schillers (1759-1805). Auch als Polytechnische Oberschule in der DDR behielt sie diesen bei und war damit eine der wenigen Schulen in der Stadt, die nicht nach einer Persönlichkeit der Arbeiterbewegung benannt war. (Quelle: Schellenberg: Schulbauten zwischen 1860 und 1900. In: Schulen in Gera, herausgegeben von der Unteren Denkmalschutzbehörde Gera, November 2001)
24.09.1895 Gedenken an das Stifterehepaar Zabel
m Gebäude der Zabelschule wurde an diesem Tag ein Denkmal des Stifterehepaares Zabel gestaltet als Halbrelief enthüllt. Geschaffen wurde das Kunstwerk vom Bildhauer E. Günther aus Gera-Charlottenburg (vermutlich aus Langenberg). In den Wirren des Zweiten Weltkrieges wurde es leiden demontiert. Karl Friedrich Gotthelf Zabel (1771-1847) war Apotheker und seine Frau war Henriette Auguste Zabel (1808-1884), geb. Schüler. Die Tochter von Hospitalvorsteher und ebenfalls Stifter in Gera Johann Heinrich Schüler (Schülerstraße).
01.04.1909 Schulgelderhöhung
ür das Realgymnasium mit Realschule, die Zabelschule „heute auch ein Gymnasium“ und die Mittelschule wurde das Schulgeld erhöht. Eltern sollten für eine bessere Ausbildung ihrer Kinder auch mehr bezahlen.
16.03.1916 Erstes Abitur für Mädchen
n der Zabelschule wurden die erste Reifeprüfungen für Mädchen der Studienanstalt durchgeführt. Damit waren die langjährigen Bestrebungen, den Mädchen eine den Knaben gleichwertige Schulbildung zu verschaffen, Realität geworden. Schulen, welche gleichwertige Schulabschlüsse für Mädchen und Knaben ermöglichten, erhielten als Zeichen dessen, die Bezeichnung „Lyzeum“.
Acht Mädchen machten das Abitur und fünf von ihnen wollten eine akademische Ausbildung an Universitäten anstreben. Die drei anderen hatten noch kein konkretes Berufsziel.
31.03.1925 Schulschließungen in Gera
m letzten Märztag des Jahres 1925 kam es zur Schließung der von Eduard Amthor gegründeten Handelsrealschule in Gera. Außerdem wurde die der Zabelschule angegliederte Studienanstalt geschlossen.
01.04.1927 Ausbau zur Oberschule
ie vom Geraer Apothekerehepaar Zabel gestiftete und nach ihnen benannte "Zabelschule", das Lyzeum, wurde im Jahr 1927 zum Oberlyzeum ausgebaut. Zu dieser zeit war es noch eine Schule ausschließlich für Mädchen.
16.10.1931 Umbau der Zabelschule
er Umbau der bekannten Geraer Zabelschule, welche einst ein Stiftungswerk des kinderlosen und wohlhabenden Geraer Apotheker-Ehepaares Karl Friedrich Gotthelf Zabel (1771-1847) und Henriette Zabel (1808-1884) war, konnte beendet werden. Unter anderem hatte man die naturwissenschaftlichen Arbeitsräume erneuert.
1937 Die Geraer Schulen
chon zu dieser Zeit gab es viele Schulen in Gera und seinen Ortschaften. Dazu gehörten auch Hilfsschulen, eine Schwerhörigenklasse mit einem Lehrer und 13 Schülern, Berufsschulen und die Amthorsche Handelsschule. Die Bergschule unter der Leitung von Direktor Schwabe hatte 26 Lehrer, 28 Klassen und 1033 Schüler (im Jahr 2011 waren es etwa 420). Die Lutherschule unter Direktor Doller hatte 22 Lehrer 23 Klassen und 841 Schüler. Die Enzianschule unter Direktor Eckhard hatte 16 Lehrer 18 Klassen und 661 Schüler. Die Ostschule hatte 17 Lehrer, 17 Klassen und 628 Schüler (im Jahr 2011 waren es etwa 250). Die Debschwitzer Schule unter Direktor Lorenz hatte 20 Lehrer, 22 Klassen und 858 Schüler. Die Untermhäuswer Schule unter Direktor Voigt hatte 19 Lehrer, 20 Klassen und 758 Schüler. Die Pfortner Schule unter Direktor Machold hatte 18 Lehrer, 20 Klassen und 646 Schüler. Die Schemmschule unter Direktor Buschmann hatte 20 Lehrer, 23 Klassen und 847 Schüler. Die Lusaner Schule unter Direktor Rothe hatte 3 Lehrer (nur Männer), 4 Klassen und 146 Schüler. Die Leumnitzer Schule unter Direktor Fischer hatte 4 Lehrer (nur Männer), 5 Klassen und 196 Schüler. Die Thieschitzer Schule unter Direktor Nenner hatte 5 Lehrer, 5 Klassen und 177 Schüler. Die Frankenthaler Schule unter Direktor Müllenberg hatte 3 Lehrer, 4 Klassen und 119 Schüler. Die Windischenbernsdorfer Schule unter Direktor Berndt hatte 4 Lehrer, 4 Klassen und 166 Schüler, Die Katholische Privatschule unter Direktor Plewka hatte 3 Lehrer, 4 Klassen und 103 Schüler. Die Pestalozzischule (Hilfsschule) unter Direktor Reinhold hatte 13 Lehrer, 12 Klassen und 239 Schüler. Die Mittelschule unter Direktor Strößner (Mitglied des Stadtrates) 32 Lehrer, 24 Klassen und 637 Schüler. Die Amthorsche Handelsschule unter Direktor Voelkner hatte 6 Lehrer, 6 Klassen und 210 Schüler. Das Gymnasium Rutheneum unter Direktor Lippert hatte 21 männliche Lehrer, 13 Klassen 186 Schüler. Die Schillerschule war eine Oberschule für Jungen unter Direktor Dr. Graeser hatte 24 Lehrer, 15 Klassen und 461 Schüler. Die Zabelschule war eine Aufbau- und Oberschule für Mädchen unter Direktor Dr. Reu und hatte 44 Lehrer, 28 Klassen und 785 Schüler. Die Höheren Schulen und Berufsschulen hatten 89 Lehrer, 56 Klassen und 1532 Schüler.
09.04.1939 Als Jüdin von der Schule verwiesen
er Geraer Alfred Adomeit erhielt einen erschütternden Brief an diesem Tag von der Zabelschule, auf der seine Tochter Liselotte ihre Schulausbildung absolvierte. Die Familie Adomeit war jüdischen Glaubens und wohnte in der Schmelzhüttenstraße 33. Zu lesen war: "Nach der Feststellung der Klassenlehrerin kann ihre Tochter Liselotte A., Klasse 6s, nicht im BDM (Bund Deutscher Mädel, die Red. d. Chronik) aufgenommen werden, weil sie mütterlicherseits nicht arischer Abstammung ist. Da es sich aber nach einem Schreiben des Thür. Ministers f. Volksbildung nicht empfiehlt, Mischlinge in Schulen mit besonderen Aufgaben (Mutterschule, Aufbauschule usw.) aufzunehmen und da es ferner als schwere Belastung angesehen werden muss, wenn eine nach nationalsozialistischen Grundsetzen geführte Schule Mischlinge unter ihren Schülern zählt, empfehle ich dringend die Abmeldung der Schülerin Liselotte Adomeit. Die Oberschule Weida oder die Mittelschule Gera werden wohl gegebenenfalls einem Antrag auf Aufnahme stattgeben und sind in einem früheren Falle dazu ermächtigt worden." Worte die sprachlos machen.
26.05.1939 Schuljubiläen
ie Zabelschule und die Schillerschule (das frühere Regelgymnasium) begingen am 26./27.05.1939 ihr 75-jähriges Bestehen. Aus Anlass der Feierlichkeiten fand unter anderem ein Sportfest und ein Treffen ehemaliger Schüler beider Schulen statt.
1946 Tertia und Secunda
ie Tertia und Secunda aus dem Geraer Gymnasium wurden im Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an die Oberschule Gera (in der Zabelschule) überwiesen.(Die Einteilung von Schulklassen nach dem Alter der Schüler etablierte sich im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts, während zuvor dem Bildungsstand des Schülers maßgebende Bedeutung zuteil kam. Die verschiedenen Jahrgänge wurden früher mit lateinischen oder römischen Zahlen, von der größten zur kleinsten Zahl, nämlich als Sexta, Quinta, Quarta, Unter- und Obertertia, Unter- und Obersekunda und Unter- und Oberprima bezeichnet. Dabei wurden die Jahrgangsstufen der ursprünglich sechsstufigen Gymnasien von oben herab gezählt, anfangend mit der Prima als Abschlussklasse.)
02.1947 Eine Schulzusammenlegung
ie Schillerschule, die Zabelschule und das Gymnasium wurden zur Oberschule Gera zusammengelegt. Doktor Rau wurde ihr Direktor und Oberstudienrat Doktor Kordmann der Stellvertreter.
01.02.1951 Das Ende der Zwölfjahresschulen
ie sogenannten "Zwölfjahresschulen im Aufbau" wurden nun wieder aufgelöst, und die Schüler werden in zwei Oberschulen zusammengefasst. Oberschule 1: im Hause der Zabelschule (naturwissenschaftlich-mathematischer Zweig); Oberschule II: im Westflügel der Ostschule (sprachlicher Zweig).
01.03.1991 Es wurde wieder die Zabelstraße
n diesem Tag kam es in Gera zu zahlreichen Straßenbenennungen und auch, wie in diesem Fall, zur Rückbenennung. Im Oktober 1877 wurde die Verlängerung der "Hunmoldtstraße" zum ersten mal nach dem Ehepaar Karl-Friedrich-Gotthelf und Henriette Zabel, den Stiftern der Zabelschule, in "Zabelstraße benannt. Von 1958 bis 1991 war Dr. Otto Nuschke, ein linientreuer DDR-Politiker, Namensgeber der Straße. 1991 bekam die Straße nun zum zweiten Mal, nun als Rückbenennung, den Namen "Zabelstraße".
08.05.1993 Es war wieder die Zabelschule
n der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte das Geraer Ehepaar Karl-Friedrich-Gotthelf und Henriette Zabel die nach ihnen benannte Zabelschule gestiftet. Zu Zeiten der DDR hatte die Bildungseinrichtung den Namen des ersten DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl (11.03.1894-21.09.1964) erhalten. Zwei Jahre, nachdem die "Zabelstraße" ihren Namen zurück erhalten hatte, bekam auch die Schule ihren rechtmäßigen Namen wieder.

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18.01.2015
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