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Ihre Suche nach Rutheneum erbrachte folgende Ergebnisse.
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1234 Der Johannisplatz in Gera
ie Johanniskirche wurde im Jahr 1234 zum ersten Mal erwähnt. Sie stand auf der Südseite des Johannisplatzes. Kirche und Platz bekamen den Namen Johannis, zurückzuführen auf Johannis den Täufer, und waren somit geweihte Stätten. Die Johanniskirche wurde allerdings mehrfach zerstört und beim großen Stadtbrand von 1780 endgültig zur Ruine. Sie war zeitweise die Grablege des Hauses Reuß Gera und die ihres berühmtesten Vertreters Heinrich Reuß jüngere Linie "Posthumus" (1572-1635), welcher unter anderem für die Gründung des Rutheneums seit 1608, dem späteren Goethe- Gymnasium verantwortlich war. Die Ruine der Johanniskirche wurde in den Jahren 1805 bis 1824 abgetragen. Das Goethe- Gymnasium wurde in der Zeit von 1605-1608 errichtet. Das Stadtpalais am Johannisplatz, in dem Napoleon am 11.10.1806 zu Gast war, wurde im Jahr 1688 errichtet und im Jahr 1884 kam es zum Neubau der Schule. Am 12.07.1863 wurde das Posthumus - Denkmal zu Ehren des Schulgründers eingeweiht, welches aber später durch die SED zu Zeiten der DDR beseitigt wurde.
1243 Stadtrundgang im mittelatlerlichen Gera
ie Schloßstraße war Mittelpunkt von Geras erster Marktsiedlung. Sie befindet sich auf der ersten Elsterterrasse. Die langgezogene Marktfläche mit ihren vielen Handelsmöglichkeiten war jedoch kein fester Marktplatz. Auf dem Grundstück des späteren Goethe Gymnasiums (Rutheneum seit 1608, gegründet durch Heinrich Posthumus 1572-1635) stand damals die Johanniskirche (1234 zum ersten Mal erwähnt), die erste Kirche Geras, welche dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer fiel. Daneben befand und befindet sich in der Neuzeit noch ein Großteil des Regierungsgebäudes.
09.12.1352 Ein Ablaßbrief für Gera
usgestellt war der Ablaßbrief der italienischen Bischöfe in der französischen Papststadt Avignon und war für die Kapelle in der Burg Gera und die Johanniskirche der Stadt Gera bestimmt. Die Urkunde wies auf die baulichen Tätigkeiten seinerzeit an den Kirchen hin. (Die Kapelle in der Burg Gera war zwischen der Burgstraße und der Florian Geyer Straße zu finden und die Johanniskirche etwa auf der Höhe des späteren Rutheneums (Goethegymnasium) unterhalb des Marktes.)
1402 Das Badertor
era hatte im Verlauf seiner wechselhaften Geschichte mehrere Stadttore, welche auf verschiedenen Seiten die Menschen hinein und aus der Stadt heraus ließen, und das auch nur zu bestimmten Urzeiten und keinesfalls nachts. Das Badertor stand bis zum Jahr 1884, als es abgerissen wurde. Den Namen erhielt es durch die mittelalterliche Baderei vor dem Tor. Die Bader übernahmen wichtige Tätigkeiten, denn sie nahmen mitunter chirurgische Eingriffe vor und betätigten sich damit im medizinischen Sektor. Die Badereien allgemein waren aber oftmals auch durch die dort herrschende Prostitution verrufen und hatten mit einer öffentlichen Badeanstalt späterer Jahre nichts gemein. Ein Besuch dort konnte sich nicht jeder leisten. Hygiene war für viele Menschen zu dieser Zeit ein Fremdwort, denn kaum jemand hatte zuhause so etwas wie ein Bad oder eine eigene Toilette. Durch das Badertor verlief die Handelsstraße nach Regensburg. Es wurde somit das wichtigste Tor der Stadt. Würfe man es im 21. Jahrhundert suchen, würde man es zwischen dem Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 und dem Elster-Forum finden. Wer durch das Badertor schritt, sah ab dem Jahr 1611 die Trinitatiskirche in einiger Entfernung vor sich.
1555 Der neue Friedhof
er neue Friedhof bekam den Namen "Alter Gottesacker" und war neben der Trinitatiskirche zu finden. Der Friedhof neben der Sankt Johanniskirche, damals auf dem Johannisplatz am späteren "Rutheneum seit 1608" (Goethegymnasium) war vor die Stadt verlegt worden. Zu dieser Zeit war die Stadt unterhalb des Gymnasiums am Badertor zu Ende.
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1602 Eine neue Schule
n diesem Jahr wurde der erste Entwurf zur Aufrichtung einer Landesschule in Gera veröffentlicht. zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Schulbildung noch keine Pflicht und nur für Kinder wohlhabender Kinder erschwinglich. Später entstand aus diesem Entwurf das Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 auf dem Geraer Johannisplatz.
1605 Das neue Gymnasium
n den Jahren 1605 bis 1608 wurde an der Westseite des Johannisplatzes, zwischen der Kirche und dem Badertor, das Gymnasium Rutheneum errichtet. Heinrich Posthumus (1572-1635) hatte diese Landesschule gegründet. In dem nördlich des Badertores gelegene Kollegienhof befanden sich die Wohnungen der Lehrer und das Schultheater.
1605 Ein Leipziger in Gera
er "Leipziger Professor Mag. Hieronymus" Megiser wurde in diesem Jahr für die Einrichtung eines "Gymnasium illustre" in Gera gewonnen. Er war damit für die nächsten zwei Jahre, 1606 und 1607, fest in der Stadt beschäftigt. Nur drei Jahre danach wurde das Rutheneum am Johannisplatz feierlich eröffnet.
1605 Zur Geschichte des Rutheneums
m Jahre 1816 veröffentlichte der Geraer Prediger der St. Salvatorkirche Johann Christoph Klotz seine "Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera", betätigte sich damit sehr erfolgreich als Stadtchronist. Zum Rutheneum (später Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608) veröffentlichte er folgende Zeilen, die Zeit drei Jahre vor der Eröffnung der Lehranstalt betrefffend. " Den Grundplan zum neuen Gymansium hatte zwar Posthumus selbst entworfen, sich aber dabey des Rathes einheimischer und fremder gelehrter Männer zur Ausführung bedient; vorzüglich des Leipziger Professors Hieronymus Megisers, den er sich deshalb vom Kurfürsten Christian II. in Sachsen ausgebeten hatte, und welcher 2 Jahre lang in Gera verweilte, um alles in Ordnung bringen zu helfen. Dieser machte die Abteilung in Classen, zeigte die Lectionen an, verfasste die Schulgesetze u. übernahm gleich anfänglich die eine Zeitlang, bis zu seiner Zurückberufung, selbst die Arbeit eines rektors des neuen Gymnasiums. (Die Rechtschreibung wurde dem Original entlehnt.)
1605 Das kulturelle Gera
as kulturelle Leben Geras ist gekennzeichnet durch eine rege Wechselbeziehung bzw. einen fruchtbaren Wettbewerb zwischen den geistig-künstlerischen Ansprüchen des reußischen Fürstenhauses und der kulturell aufgeschlossenen Bürgerschaft. Eine Blütezeit bedeutete die Regierung des Grafen Heinrich Posthumus (1572-1635). Zu seinen mannigfachen Verdiensten gehört die Errichtung des Gymnasiums Rutheneum als Landesschule (1605 begründet, 1608 eröffnet). Das Gymnasium, in dem die ma. Lateinschule aufging, wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein zum angesehenen Ort der Gelehrsamkeit, aber auch zur Pflegestätte einer ersten festen Theater- und Musiktradition in Gera. Als Liebhabertheater wurde es der Aufführungsort von Schuldramen, besonders unter Rektor Johann Sebastian Mitternacht, 1646-67 in Gera, und, in Verbindung mit der Hofkapelle, von Schulopern, namentlich unter Rektor Georg Ludwig Goldner, 1696-1741. Durch Angliederung einer in Personalunion mit der Stadtkirche verbundenen Kantorei erfuhr auch die geistliche Musik am Gymnasium lebendige Förderung. Im 2. Viertel des 18. Jh. schaltete sich das Bürgertum aktiv in die Musikpflege ein. Im Jahr 1745 trat erstmals die "Musicalische Gesellschaft" mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit. 1705 wurde in Gera Heinrich Gottfried Koch geboren, später Schauspieler und Theaterdirektor, ein leidenschaftlicher Verfechter der Idee eines klassischen deutschen Theaters (verst. 1775 in Berlin). Der zu den so genannten Romdeutschen gehörende Landschaftsmaler und Radierer Heinrich Reinhold, der 1825 in Rom starb, erblickte 1788 in Gera das Licht der Welt, neun Jahre zuvor sein Bruder, der Landschafts- und Bildnismaler Friedrich Philipp Reinhold, der später in Wien arbeitete und dort 1840 starb, begabte Söhne des in Gera wirkenden Porträtisten der Zopfzeit Johann Friedrich Leberecht Reinhold (geb. 1744, verst. 1807 in Gera). 1786 und 1787 richtete die Bürgerschaft einen Behelfsbau als ständiges Theater ein, der 1822 durch einen Massivbau in der Schlossstraße" abgelöst wurde. 1849 ging er in den Besitz der Fürsten Reuß über und wurde seit 1853 als "Fürstliches Hoftheater" geführt. Ein 1902 von Prof. Heinrich Seeling am Küchengarten errichteter, großzügiger Neubau mit einbezogenem Konzertsaal (1910 mit elektrischer Orgel ausgestattet) ist von 1918-45 als "Reußisches Theater" zu einer maßgebenden Stätte für Schauspiel, Oper und Konzert und zugleich zu einer wichtigen Nachwuchsbühne geworden. Seit 1945 führt das Haus den Namen "Bühnen der Stadt Gera". Zwischen 1911 und 1913 wurde das ehemalige Zucht- und Waisenhaus als Städtisches Museum eingerichtet und nach der Brandzerstörung von 1945 i. J. 1951/52 als "Museum für Kulturgeschichte" neu eröffnet, während die naturwissenschaftliche Sammlung 1950 im Schreiberschen Haus Aufnahme gefunden hatte.
08.04.1605 Grundstein für die neue Schule
ie Grundsteinlegung zum Bau der Landesschule in Gera erfolgte an diesem Tag. Drei Jahre danach wurde das bekannte Geraer Gymnasium eröffnet, welches später als Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 bekannt wurde.
24.12.1605 Briefe des Grafen
riefe (Rundschreiben) des reußischen Grafen Heinrich Posthumus (1572-1635) an den Stadtrat, die Ritterschaft und die Bürger waren ein unübliches Verfahren zu dieser Zeit. Der adlige Herrscher über Gera trat mit einer Bitte um Unterstützung des Schulbaues an die Öffentlichkeit. Darin hieß es unter anderem "... das gute Werk zu fördern,...", was auch geschah, denn das später als Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 bekannte Schulhaus erlangte eine hervorragenden Ruf weit über die Grenzen der Stadt Gera hinaus.
1607 Das Badertor
ie Stadt Gera hatte nunmehr seit 370 Jahren das Stadtrecht und damit eine weitgehende Selbstbestimmung. Da Gera Handelsbeziehungen in "alle" Himmelsrichtungen pflegte, konnte man auch aus allen Richtungen kommend in die Stadt gelangen oder diese wieder verlassen. Gera hatte eine Stadtmauer und konnte nur über die mit Wachen besetzten Stadttore betreten werden. Eines dieser Tore war das Badertor am Rutheneum (Goethegymnasium), welches von einem Naumburger Steinmetz errichtet worden war. Ein Jahr später wurde das Rutheneum eröffnet und 1609 begann der Bau der Trinitatiskirche am Trinitatisfriedhof.
1608 Posthumus`s Vermächtnis
ls einer der wenigen Landesherren seiner Zeit, widmete er sich mit besonderer Umsicht den Landeskindern. Dieser lutherische Gelehrte gründete die Reußische Gesamtschule, als Landesbildungsanstalt illustre Rutheneum (1608) erneuerte das Kirchen- und Schulwesen, auch gab er der Rechtspflege eine neue Ordnung.
12.03.1608 Fundationsbrief fürs Gymnasium
einrich Posthumus fertigte den Fundationsbrief  für das neugegründete Gymnasium Rutheneum an. Am 06. Mai 1608 wurde das Gymnasium eröffnet. Vorausgegangen war eine zweijährige Vorbereitung unter Hyronymus Megiser, einem entfernten Verwandten der Buchdruckerfamilie von Martin und Johann Spieß. Erster Rektor des Gymnasiums war Adam Reinhardt. Bereits 1609 zählte das Gymnasium 364 Schüler und entwickelte sich in der Folge zu einer bedeutenden Bildungseinrichtung in Ostthüringen.
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12.03.1608 Gründungstag des Gymnasium Rutheneum
einrich Reuß jüngere Linie, genannt "Posthumus" (1572-1635) erließ einen Fundationsbrief. Nur wenige Wochen später, am 6. Mai 1608 am Tag nach Himmelfahrt, wurde das Gymnasium mit 6 Klassen feierlich eröffnet und es werden die neuen Lehrer eingeführt. Am 5. September 1608 erfolgte die Publikation der "Leges scholasticae".
1612 Der Diana-Trinkspielautomat
einrich der Jüngere Reuß, genannt Posthumus(1572-1635), galt aufgrund seiner humanistischen Einstellung und Verdienste für die Stadt als einer der bedeutendsten reußischen Fürsten. Als Förderer von Wirtschaft und Wissenschaft begünstigte er die Manufaktur-Produktion im Textilgewerbe, gründet 1608 als Landesschule das Gymnasium Rutheneum und führt eine Verwaltungsreform durch. Als Kunstinteressierter verband ihn eine lange Freundschaft mit dem in Bad Köstritz geborenen Komponisten Heinrich Schütz, welcher zu seiner Beisetzung eigens ein Werk komponiert hatte. Ein beeindruckendes Objekt seiner Besitztümer war der Diana-Trinkspielautomat. Die Figurengruppe stellt die römische Göttin Diana auf einem Hirsch, begleitet von Jagdhunden und allerlei Getier, dar. Sie galt seit dem Brand des Schlosses Osterstein im Jahr 1945 als verschollen und wurde erst 1986 dem Museum übergeben. Ungewöhnliche Gefäßformen, aus denen der Wein unregelmäßig oder stoß weise fließt, das Trinken erschwert und somit Anlass zu Heiterkeit gibt, waren ein beliebter Zeitvertreib an Tafelrunden der Renaissance und des Barock. An dem Trinkspielautomat konnten Hirsch und Windhund die Köpfe abgenommen und die Körper mit wein gefüllt werden. Da der Automat zugleich relativ schwer ist, gehörte sicher einige Übung dazu, den Wein fehlerfrei zu genießen. Eine weitere Raffinesse war das in den Fuß eingebaute Federzeug, das mit einem Schlüssel aufgezogen wurde. Durch den Automat konnte das Trinkspiel über den Tisch bewegt und so per Zufall das nächste "Opfer" ausgesucht werden.
30.03.1613 Johann Sebastian Mitternacht geboren
ohann Sebastian Mitternacht war ein deutscher Theologe, Rhetoriker, Pädagoge, Dramatiker und Barockdichter. Als evangelischer Pastorensohn wurde Mitternacht bis zum 17. Lebensjahr im Elternhause erzogen und besuchte anschließend die Naumburger Stadtschule. Nach dem Abitur im Jahr 1633, im Jahr des 100sten Jahrestag der Reformation Geras, immatrikulierte er sich als Theologe in Jena und am 9. Juli 1634 in Wittenberg, wo er unter August Buchner am 5. April 1636 den philosophischen Magistertitel erwarb. Mit Privatunterricht verdiente er sich ein Auskommen, bis er 1638 in Teutleben sein erstes Pastorat erhielt. 1642 wurde er zum Rektor seiner ehemaligen Schule in Naumburg bestellt. 1646 wurde ihm das Rektorat des berühmten humanistischen Gymnasiums Rutheneum in Gera übertragen, und hier konnte er sich der Pflege des Schuldramas widmen. Er verfasste nicht weniger als 15 Dramen, die bedeutenden Einfluss auf Christian Weise ausübten. Nebenher verfasste er theologische Streitschriften, rhetorische und pädagogische Textbücher. Unter dem Beinamen "Der Erfreuliche" war er ab 1654 Mitglied der Deutschgesinnten Genossenschaft. 1667 wurde er zum Hofprediger des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz berufen. Kurz vor seinem Tode wurde er noch zum Poeta laureatus gekrönt. Einige geistliche Lieder sind von ihm im Gothaer Gesangbuch erschienen, welches später mehrfach aufgelegt wurde. Er verstarb am 25. Juli 1679 in Zeitz.
1615 Theateranfänge in Gera
n diesem Jahr begannen die ersten Geraer Künstler die Menschen mit Theaterstücken zu erfreuen. Das erste Komödienhaus, das sogenannte "Schultheater" wurde gegründet. Das geschah auf ausdrücklichen Wunsch von Heinrich Posthumus (1572-1635) und wurde auch von ihm finanziert. Das Schultheater war im Geraer Gymnasium Rutheneum unterhalb des Marktes.
1619 Hochwasser in Gera
n diesem Jahr überschwemmte ein Hochwasser der Elster große Teile der Umgebung von Gera und den Friedhof. Das Wasser reichte bis zum Leichensteg, der späteren Gerbergasse. In neuerer Zeit wäre das so, als wenn das Wasser von der Heinrichsbrücke bis zum Stadtmuseum vorgedrungen wäre. Am Rutheneum (später Goethegymnasium) war Gera zu dieser Zeit zu Ende, dort, am Badertor, begann die Vorstadt.
1646 Ein neuer Pfarrer in Zwötzen
m Jahr 1646 wurde Andreas Auerbach als Pfarrer der Gemeinde in Zwötzen abgelöst. Neuer Pfarrer wurde der aus Dobia bei Greiz stammende Ernst Cassel, lateinisiert Casselius genannt. Vor seiner Berufung nach Zwötzen war er collega Sptimus am Rutheneum in Gera. Von 1647 bis zu seinem Tode im Jahr 1682 war er als Geistlicher in Zwötzen tätig. Auf Grund seiner Alters waren im vor seiner Emeritierung die Herren David Müller, Sein Schwiegersohn und Nachfolger, und Thomas Schmidt als Gehilfen zur Seite gestellt worden. In seiner Amtszeit legte Ernst Cassel das erste Zwötzener Kirchenbuch an. Der Grund dafür war wohl auch die Geburt seiner Tochter, denn das wurde der erste Eintrag im Jahr 1648. (Quelle. "Festschrift zur Feier der Einweihung der neuen Schule zu Zwötzen (Elster) am 30. Oktober 1911" von Bruno Geweniger, Rektor der Schule)
1667 Georg Ludwig Goldner geboren
eorg Ludwig Goldner war Rektor des berühmten Geraer Gymnasium Rutheneums, welches im Jahr 1608 auf Initiative des Geraer Regenten Heinrich Posthumus gegründet worden war. Er verstarb am 19. April des Jahres 1741 hoch angesehen in Gera.
1677 Bautätigkeit in Gera
nter dem Reußen Heinrich XVIII. (1677-1735), dem Erbauer der Sankt Salvatorkirche, der Orangerie im Küchengarten, dem Regierungsgebäudes neben dem Rutheneum (Goethe-Gymnasium) und des Zucht- und Waisenhauses (später Stadtmuseum), fanden auch wieder umfangreiche Bauarbeiten auf dem Schloss Osterstein statt. Die Geraer, die Untertanen derer zu Reuß, mussten, wie bereits unter den reußischen Vorgängern üblich, wieder einmal Pferde- und Handfrohnen in großem Rahmen leisten. Sie stellten Transportpferde und Arbeitskräfte zu Verfügung. In dieser Zeit entstand auch der mit den Portraits der Ahnen des gräflichen Reuß-Geraer-Hauses geschmückte Ahnensaal des Ostflügels des Osterstein.
1680 Geras Theaterkultur in den Anfängen
ie Stadt Gera hat eine alte Theaterkultur, welche im Jahr 1680 begann. Bereits zu dieser Zeit wurde im damaligen Kollegienhof am Johannisplatz, welcher im Juni 1906 abgerissen wurde, ein kleines Komödienhaus errichtet. Dort traten allerdings keine Schauspielgesellschaften oder fahrende Schausteller auf die durch die Lande zogen, sondern die Schüler des 1608 errichteten Rutheneums (später Goethegymnasium).
20.03.1686 Feuer in Gera
in großer Brand in Gera vernichtete zwei Drittel der Stadt innerhalb der Stadtmauern. Das bereits brennende Kollegiengebäude (später entstand dort die Große Kirchstraße) ließ Heinrich I. von Reuß-Schleiz, der gerade in Gera anwesend war, abreißen, um das Gymnasium (später das bekannte Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608) zu retten.
1696 David Gottfried Schöber geboren
er Sohn eines aus Naumburg stammenden Kaufmann besuchte in Gera das Gymnasium und war in späteren Zeiten Bürgermeister in der Stadt. Er verstarb in Gera am 17. Mai 1778.
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1720 Ein neuer Regierungsbau
n der historischen Altstadt von Gera entstand zu dieser Zeit ein bekanntes Regierungsgebäude. Die Bauzeit betrug zwei Jahre bis 1722, um den Bau neben dem "Rutheneum seit 1608", fertig zu stellen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sprach man, wenn man das Gebäude in der Burggasse meinte, vom Ministerium. Da war Gera aber auch noch eine Residenzstadt derer zu Reuß.
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16.01.1720 Johann Christoph Macher geboren
ohann Christoph Macher war Lehrer und Konrektor am "Geraer Rutheneum seit 1608" und bei seinen Schülern sehr beliebt. Ab dem Jahr 1751 war er in Gera Professor für Beredsamkeit. Macher wurde nur 34 Jahre alt, als er 1754 an einem Schlagfluß (Schlaganfall) starb. Seine Beisetzung wurde vor allem von seinen Schülern feierlich angemessen gefeiert.
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1722 Das Regierungsgebäude
n diesem Jahr wurde der Westflügel des Geraer Regierungsgebäudes errichtet. Das bekannte Geraer Anwesen war neben dem "Rutheneum seit 1608", später Goethegymnasium, gebaut worden.
05.02.1732 Nathanael Gottfried Gruner geboren
athanael (Nathaniel) Gottfried Gruner war ein deutscher Komponist und wurde am 5. Februar 1732 in Zwickau geboren. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zu seinem Tod war er Kantor und Leiter für Musik am Gymnasium in Gera, dem bekannten Rutheneum seit 1608, später Goethegymnasium. Auch im angrenzenden Sachsen wurde hoch geschätzt als Komponist von Psalmen, Kantaten-Arien, Lieder und vor allem von Cembalo Konzerten und Sonaten. Er verstarb am 2. August 1792 in Gera.
12.07.1739 Hochwasser in der Vorstadt
n diesem Tag war die Elster wieder einmal über die Ufer getreten und hatte die südliche Vorstadt überspült. Die Elster stand bis zum "Leichensteg", die spätere "Gerbergasse". Da diese alte Bausubstanz den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel muss gesagt werden, dass der "Leichensteg" zur Neuzeit in etwa vom Goethegymnasium (Rutheneum seit 1608) zum Gastronom führen würde. Damit stand das Wasser auch in der Trinitatiskirche und auf dem dazu gehörigen Friedhof.
19.04.1741 Georg Ludwig Goldner verstorben
eorg Ludwig Goldner war Rektor des berühmten Geraer Gymnasium Rutheneums, welches im Jahr 1608 auf Initiative des Geraer Regenten Heinrich Posthumus gegründet worden war. Er verstarb am 19. April des Jahres 1741 hoch angesehen in Gera. Im Wortlaut reagierte sein Umfeld forgendermaßen auf die Todesnachricht. "Als der Hochedle, Hochachtbare und Hochgelahrte HERR M. George Ludwig Goldner, Des Hochgra¨fl. ... Gymnasii ... Rector, und des Collegii Senior allhier, Den 19. April, 1741. Das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselte, Schrieb dieses Das saemmtl. Geraische Stadt-Ministerivm." und "Als Der Hoch-Edle und Hochgelahrte HERR M. Georg Ludwig Goldner, Des Graeffl. Reuß-Pl. gemeinschafftlichen Gymnasii ... Rector, des ... Schul-Collegii Senior und beruehmter Philologus, Am 19. April. dieses 1741sten Jahrs ... verschieden, Und ... am 24sten ... beerdiget wurde, Wolte ... seine ... Ergebenheit ... bezeigen ... Ernst Georg Brunner, Graeffl. Reuß-Plauisch. Cammer-Procur."
1749 Anbau auf dem Johannisplatz
n der historischen Geraer Altstadt stand zu dieser Zeit nicht nur das "Rutheneum seit 1608", sondern auch seit fast 30 Jahren das Regierungsgebäude derer zu Reuß in der unmittelbaren Nachbarschaft. In diesem Jahr wurde das zwischen 1720 und 1722 erbaute Anwesen mit einem Nordflügel erweitert. Der Vorplatz vor dem Rutheneum blieb von den Baumaßnahmen verschont.
23.02.1750 Johann Wilhelm Bartsch geboren
er spätere Mathematikprofessor wurde in Leipzig geboren und lehrte die naturwissenschaftlichen Fächer am Geraer Gymnasium Rutheneum, welches 1608 von Heinrich Reuß "Posthumus" jüngere Linie in der Innenstadt gegründet wurde. Neben der Mathematik wurde der Universalgelehrte auch als Physiker und Astronom bekannt. Später war er Landschaftsdirektor in Gera und verstarb hier auch am 16. September 1828.
15.11.1754 Johann Christoph Macher gestorben
er in Gera tätige Lehrer und Konrektor des "Rutheneums seit 1608" war ein sehr beliebter Lehrer in der Stadt Gera.. An diesem Tag verstarb er an einem Schlagfluß (später sagte man Schlaganfall oder in lateinisch Apoplex, eine halbseitige Körperlähmung) im Alter von nur 34 Jahren. Er hinterließ seine junge Ehefrau Johanna Dorothea und seinen 19 Monate alten Sohn Johann Christian. An der Geraer Orangerie wurde ihm ein Denkmal gesetzt. Es zeigt Macher mit römischen Helm und Zackenkrone. Zu dieser Zeit war ein Apoplex noch nicht behandelbar, oder heilbar.
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1761 Die Geraer halfen den Soldaten
ie preußischen Soldaten legten auf so gut wie allen Wegen, besonders aber an vielen Stellen im Geraer Stadtwald, Verschanzungen an. Die Geraer Bürger mussten den Truppen auch noch dabei helfen, wo sie doch unter den einquartierten Soldaten schon genug zu leiden hatten. Die alte Allee mit Kastanienbäumen vom Badertor, am Rutheneum, dem späteren Goethegymnasium, bis zur Heinrichsbrücke,angelegt im Jahr 1704, wurde von den Preußen gefällt und für einem Verhau am Eingang zur Wiesestraße verwandt.
1765 Die Komödiengesellschaft Hillinger
icht nur Laien spielten in den danach folgenden Jahrzehnten in zu dieser Zeit einzigen Theaters Gera. In diesem Jahr bat die Komödiengesellschaft Hillinger den Grafen Heinrich XXX. einige "moralische Stücke" im Komödienhaus im Kollegienhof des Gymnasiums Rutheneums geben zu dürfen. Zwar lehnten das die Mitkuratoren des Gymnasiums ab, aber Heinrich XXX. setzte sich durch. Vom Schulprovisor bekamen die Komödianten den Schlüssel und konnten dann spielen.
02.04.1769 Georg Walter Vincent von Wiese geboren
iese war schon im Alter von 20 Jahren Doktor der Rechte. Im Jahr 1793 wurde er durch die Grafen Reuß jüngere Linie als Hofrat, Konsistorialassessor und Inspektor des Gymnasiums Rutheneum von Rostock nach Gera berufen. Er verstarb am 22. November 1824 in Gera.
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18.09.1780 Archivarien gingen verloren im Feuer
urch die Brandkatastrophe von diesem Tag ging ein großer Teil des mittelalterlichen Geras für immer verloren. Mit den historischen Bauwerken waren auch viele geschichtlichen Überlieferungen untergegangen. Das städtische Archiv, zu dieser Zeit im noch vorhandenen zweiten Rathausturm untergebracht, konnte nicht gerettet werden. Auch die große Bibliothek des Gymnasiums (Goethegymnasium Rutheneum seit 1608), welches zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch Fürst Heinrich Posthumus entstanden war und über die Geraer Grenzen hin berühmt wurde, war mit über 10.000 Exemplaren verbrannt. Über die Bibliothek ist bekannt, dass zu ihren Gunsten für bestimmte Vergehen der Schüler Geldstrafen entrichtet werden mussten. Außerdem war jeder Buchdrucker und Buchhändler im Lande Reuß angehalten, ein Exemplar seiner Bücher der Bibliothek zur Verfügung zu stellen.
18.09.1780 Das Zuchthaus in Flammen
s war am 18. September 1780, als ein großer Stadtbrand innerhalb von nur dreieinhalb stunden etwa 90 % aller Gebäude in der Stadt zerstörte. Auch das im Jahr 1732 eingeweihte Zucht- und Waisenhaus (später das Stadtmuseum) wurde ein Raub der Flammen. Zeitgenössige Bauexperten hatten das massive Gebäude eigentlich für unzerstörbar gehalten und daher wurde der verheerende Fehler gemacht, die vorsorgliche Evakuierung der Insassen zu unterlassen. (mancher sieht Parallelen zur Titanickatastrophe von 1912) Erst als die Flammen bereits aus den Fenstern der Obergeschosse schlossen, brachte man die Waisenkinder und die pflegebedürftigen Personen über den Gebäudeseiteneingang nach dem Badertor in Sicherheit. Durch das Badertor, welches gut 100 Jahre später beseitigt wurde, gelangte man zu dieser Zeit entlang des Rutheneums in die Stadt. Die zur Heinrichstraße weisende Haupttreppe war durch die brennenden Trümmer des Dachreiters versperrt worden und weil der Weg am Waisenhaus vorbei in Richtung des Gasthofes "Grüner Baum" am Brühl auf der anderen Gebäudeseite unpassierbar war, führte man die Waisenkinder auf großen Umwegen in den Waisenhausgarten. Diesen Garten hatte Heinrich XXX. im Jahr 1776 erworben und dem Waisenhaus geschenkt. Die im Keller des Zucht- und Waisenhauses untergebrachten Strafgefangenen sollen bereits dem ersticken nahe gewesen sein, als sie schließlich doch noch ins Freie gebracht und unter strikter Bewachung auf ein angrenzendes Feld neben dem Waisenhausgarten gebracht wurden. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1781 Der große Wiederaufbau der Stadt
ach dem großen Stadtbrand von 1780 lag vieles in der Stadt in Trümmern und Asche. Rasch hatten die Geraer aber begonnen, ihre schöne Stadt wieder aufzubauen. Schon im Jahr nach dem Brand standen 281 Bürgerhäuser wieder und auch das Herrschaftliche Palais am Johannisplatz, Das Rutheneum (Goethegymnasium), das Badertor, der Kuttelhof, die Klotz- , Anger- und Walkmühle, sowie die Gasthöfe "Zum Grünen Baum" am Brühl (Bereich Interhotel - Gera-Arcaden), und "Zum Schwarzen Bär" erstrahlten in Neuem Glanz.
12.07.1782 Einweihung am Gymnasium
eite Teile von Gera waren im September 1780 ein Raub der Flammen geworden, als es in der Innenstadt zu einem Großfeuer gekommen war. Nach und nach wurde alles wieder aufgebaut. An diesem Tag fand die Einweihung des neu aufgebauten Gebäudes am Gymnasium "Rutheneum" unterhalb des Marktplatzes statt.
1793 Von Wiese wurde Hofrat
er reußische Staatsmann Dr. Georg Vincent von Wiese (02.04.1769-22.11.1824) hatte bereits im Alter von 20 Jahren den Doktor der Rechte erworben und war nach einer weiteren Ausbildung in Göttingen durch die Grafen Reuß jüngere Linie im Jahr 1793 als Hofrat, Konsistorialprofessor und Inspektor des Gymnasiums Rutheneum (Goethegymnasium) nach Gera berufen worden. 1874 war, 50 Jahre nach seinem Tod, die "Wiesestraße" nach ihm benannt worden.
31.08.1807 Der alte Marktgasthof
n diesem Tag wurde der alte Geraer Marktgasthof "Zur Goldenen Sonne" vom Markt Nr. 10 in die Vorstadt vor das "Badertor" verlegt. "Das Badertor" war bis ins 19. Jahrhundert am Rutheneum (später Goethegymnasium) zu finden. Die Gegend bis zur Trinitatiskirche zählte zur Geraer Vorstadt.
03.01.1815 Von Wiese beim Wiener Kongress
m Jahr 1806 übernahm der reußische Staatsmann Dr. Georg Vincent von Wiese, seit 1793 in Gera am Rutheneum tätig, das Amt des reußischen Vizekanzlers und war für seine Verdienste von Kaiser Franz I. in den Adelsstand erhoben worden. In dieser Funktion nahm er 3. Januar 1815 als reußischer Gesandter am Wiener Kongress teil, auf dem auch über die Fortexistenz der reußischen Staaten entschieden wurde.
1816 Hochwasser in Gera
er Sommer des Jahres brachte zu viel Regen und Kälte. Die Elster trat daher über ihre Ufer und überschwemmte den Roßplatz (Heinrichstraße), das Roßplatzgässchen und gelangte bis zum Mühlgraben vor dem Badertor am Gymnasium (Rutheneum). Es kam wieder zu einer Teuerungswelle. Ein Scheffel Korn (8,7 Liter) kostete 11 Taler und 60 Groschen. Erneut wurde eine öffentliche Speiseanstalt für die Armen der Stadt ins Leben gerufen.
1816 Die neue Hauptkirche
m Jahre 1816 veröffentlichte der Geraer Prediger der St. Salvatorkirche Johann Christoph Klotz seine "Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera", betätigte sich damit sehr erfolgreich als Stadtchronist. Klotz schrieb zur Funktion der Salvatorkirche folgendes auf. "Die St. Salv. Kirche dienet nun, da die St.Joh. Kirche noch nicht wieder erbaut ist, zur Hauptkirche. Alle Sonn- und Feyertage wird des Sommers halb 6, und des Winters um 6 Uhr Metten mit Prdigt und Communion, Vormittags um 9 Uhr Hauptgottesdienst, desgleichen ale Mitwochen und Freitage Predigt, alle Montage, Dienstage und Donnerstage um 7 Uhr Morgens Betstunde, ingleichen im Sommer von Ostern bis Michaelis (Ende September, Anm. der Chronikredaktion), nach dem sonntäglichen Nachmittagsgottesdienst, Kinderlehre darinnen gehalten. Auch alle andere öffentliche Actus ministeriales, als: Ordination der Prediger, Trauungen, Taufen werden in dieser Kirche verrichtet. Nach ihrer ursprünglichen Einrichtung, sollte nun alle Sonn- und Feyertage Vormittags um 7 Uhr von dem an dieser Kirche angestellten eigenen Prediger, und Nachmittags um 2 Uhr von einem der zu dieser Kirche gehörenden 4 Catecheten Gottesdienst, und Donnerstags Nachmittags Betstunde und Kinderlehre gehalten werden, so wie es auch vor dem letzten großen Brande geschehen ist." (Mit dem großen Brand meint Klotz den Stadtbrand vom September 1780, bei dem die alte Johanniskirche die vor dem Rutheneum stand und die Geraer Hauptkirche war, abgebrannt war und 1816 immer noch als Ruine zu erblicken war. Die neue St. Johanniskirche wurde in den 1880er Jahren vor die Stadtmauern gesetzt, in der Neuzeit des 21. Jahrhunderts die "Clara-Zetkin-Straße".)
21.07.1816 Julius Sturm geboren
ulius Carl Reinhold Sturm (auch Julius Karl Reinhold Sturm, geboren am 21. Juli 1816 in Köstritz und verstorben am 2. Mai 1896 in Leipzig, war (auch unter dem Pseudonym Julius Stern) einer der bedeutendsten Dichter der Spätromantik. Außerdem war er von 1856 bis 1885 Pfarrer von Köstritz. Er verfasste zahlreiche Gedichte und Prosa-Werke, die er in etwa 30 Büchern veröffentlichte. Julius Sturm besuchte 1829 das Gymnasium Rutheneum in Gera, bevor er 1837 das Studium der Theologie an der Universität Jena anfing. Ab 1841 startete er seine Erziehertätigkeit in Heilbronn, bei der er 1844 zum Erzieher des Erbprinzen Heinrich XIV. Reuß j. L. (Reuß-Schleiz) benannt wurde. Teilweise war er dieserhalb am Gymnasium in Meiningen. 1844 gab er sein erstes Buch Neue Märchen für die Jugend, damals noch unter dem Pseudonym Julius Stern, heraus. 1851 wurde er Pfarrer in Göschitz bei Schleiz und Ende 1857 Pfarrer in Köstritz. 1885 wurde er zum Ehrenbürger von Köstritz ernannt. Anläßlich seines Eintritts in den Ruhestand erhielt er im gleichen Jahr 1885 den Titel eines Geheimen Kirchenrates. Sein Sohn Heinrich Sturm war von 1908 bis zu seinem Tod 1917 Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz. Sein älterer Sohn August Sturm, beruflich Rechtsanwalt und selbst Autor vieler Gedichte und anderer Werke, schrieb 1916 ein Buch über das Leben seines Vaters. Sturms Texte gelten als religiös geprägt und empfindsam.
1820 Bauliche Veränderungen in der Altstadt
m Jahr 1720, sechzig Jahre vor dem großen Brand in der historischen Innenstadt, war neben dem Geraer "Rutheneum seit 1608" ein Regierungsgebäude derer zu Reuß errichtet worden, was später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Ministerium bezeichnet wurde. In diesem Jahr nun war beschlossen worden, den Südflügel des Anwesens ab zutragen. Erst 1749 war der Nordflügel erweitert worden.
22.11.1824 Die von Wiese-Stiftung in Gera
r. Georg Vincent von Wiese (02.04.1769-22.11.1824), ein reußischer Staatsmann und Kanzler in Gera stiftete laut seinem Testament dem Gymnasium Rutheneum (Goethegymnasium) ein Kapital von 6.400 Talern, dessen Zinsen für die Schule und als Prämien für die fehlerfreiesten lateinischen Klassenarbeiten Verwendung finden sollten. Ein weiteres Kapital in gleicher Höhe stiftete er für ein "Bürgerrettungs- und Industrie-Beförderungs-Institut für die Stadt Gera", zu dem auch das vom Stifter ausdrücklich für unveräußerlich erklärte "von Wies´sche Landgut" in Debschwitz gehörte.

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18.01.2015
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