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976 Altenburg erstmals erwähnt
ltenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig–Chemnitz–Gera. Die Stadt liegt 28 km nordöstlich von Gera, 39 km südlich von Leipzig, 38 km nordwestlich von Chemnitz und 31 km nördlich von Zwickau. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altenburg im Jahr 976. Vorausgegangen war die Slawenunterwerfung östlich der Elbe-Saale-Linie seit dem Jahr 928 durch Heinrich I. und die Gründung der Markgrafschaft Meißen. Es wird angenommen, dass die slawische Wallanlage auf dem Porphyritfelsen durch deutsche Ritter eingenommen und als Burgward umfunktioniert wurde. Am 1. August 976 schenkte Kaiser Otto II. die Stadt Altenburg dem Bistum Zeitz. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgte erst 1132, als Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg nutzte. In der Urkunde wird sie castro Plysn genannt. Die Kaiserpfalz war der Grund, dass aus der Siedlung, die sich unmittelbar bei der Pfalz befand, eine Stadt wurde, die den Namen Altenburg trug. Zudem trug die Reichsstraße Via Imperii dazu bei, dass sich Handwerker und Kaufleute ansiedelten. Neben der Siedlung am Brühl gab es eine weitere Siedlung um den Nikolaikirchturm. Dieses Gebiet kam erst unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu Altenburg.

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980 Der spätere Kaiser Otto III. kommt zur Welt
n diesem Jahr, Historiker gehen von Juni oder Juli aus, erblickte Otto III. das Licht der Welt. Er verschenkte an seine Schwester, einer Äbtissin, das Land, auf dem Gera errichtet wurde. Als er 1002 verstarb, war er erst 21 Jahre alt.
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23.01.1002 Der Gründer Geras verstarb jung
tto III., der Deutsche Kaiser, welcher 995 seiner Schwester Adelheid per Urkunde den Landstrich verschenkte auf dem Gera entstehen sollte, verstarb im Alter von nur 21 Jahren im italienischen Paterno vermutlich an Malaria. Darauf hin brach die kaiserliche Macht über Polen und Ungarn zusammen. Sein Nachfolger Heinrich II. versuchte den danach eintretenden Machtverfall aufzuhalten, was ihm aber nicht gelang. Mit Otto III. und seinem Tod ging das ottonische Reich zugrunde. Erst 1014, nach der Kaiserkrönung Heinrichs II. konnte er die 1002 zerbrochene Macht wieder aufrichten und die byzantinische Expansion aus Süsitalien zu stoppen.
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1076 Der Gang nach Canossa
on Dezember 1076 - Januar 1077
Heinrich der IV auf dem Weg zum Papst (Investiturstreit)
Der Investiturstreit war für das damalige Deutsche Reich politisch hoch brisant. Er beeinflusste die deutschen Landesteile und somit auch Thüringen. Auch die Entwicklung der Stadt Gera hing damit, wenn auch nur indirekt, zusammen.

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1127 Die ersten Ritterturniere
er bekannteste Teilnehmer an Ritterturnieren war einst Heinrich Reuß Posthumus (1572-1635) aus Gera, welcher sich allerdings nicht immer rühmlich hervor getan hatte. In Deutschland selbst wurden die ersten Ritterturniere ab 1127 veranstaltet. Das Turnier gehörte zur Ausbildung eines Ritters seit seiner Zeit als Knappe. Ursprünglich wurden die Zweikämpfe mit Lanze und Schwert in aller Strenge bis zur Verwundung oder bis zum Tode eines Kämpfers ausgetragen. Der sportliche Kampf mit dem Ziel, den Gegner aus dem Sattel zu stoßen entwickelte sich in der Folgezeit noch recht langsam. Gewöhnlich wurden die Schaukämpfe zu Ehren von vornehmen Damen und adligen Frauen veranstaltet. Der bekannte Ritter Godefroy de Preulli entwarf seinerzeit die ersten Regeln für die Ritterturniere.
1181 Zur Geschichte von Rückersdorf
ückersdorf gehört zum Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet. Am Südrand des Dorfes entspringt die Westliche Sprotte, die durch das Dorf nordwärts nach Mennsdorf und Posterstein fließt. Im Südwesten des Gemeindegebiets verläuft die regionale Wasserscheide zwischen der Weißen Elster und der Pleiße. Die nächsten Städte sind Ronneburg (5 km nördlich), Berga/Elster (9 km südwestlich), Crimmitschau (12 km östlich) und Gera (12 km nordwestlich). Rückersdorf wurde 1181 im Bosauer Zehntverzeichnis erstmals erwähnt. Bis 1918 gehörten Haselbach, Reust und ein Teil von Rückersdorf zu Sachsen-Altenburg und waren seit 1900 dem Landratsamt Ronneburg zugehörig. Der andere Teil von Rückersdorf gehörte zur Amtshauptmannschaft Zwickau des Königreichs Sachsen. Im Rahmen der Flurbereinigung von 1928 kam der sächsische Teil von Rückersdorf zu Thüringen und war damit wie die übrigen zur heutigen Gemeinde gehörenden Orte dem seit 1922 existierenden Landkreis Gera zugehörig.
1191 Untermhaus wurde zum ersten Mal erwähnt
ie erste urkundliche Erwähnung: "Unterhaus" (1534 findet man die Bezeichnungen Underhaus und Underheuser in den Quellen). Seinen Namen verdankt Untermhaus mit großer Wahrscheinlichkeit seiner Lage, das Vorwerk bzw. die Vorbefestigung des Osterstein lag "unter dem Haus" (was keine andere Bezeichnung als die von den Geraern übliche für das Schloss bzw. die vorherige Burg war). Vermutlich entstanden Burg und Vorwerk schon im 10.Jh. (spätestens aber im 12.Jh.)
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14.04.1191 Posterstein wurde erwähnt
osterstein ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental. Am 14. April 1191 wurde Posterstein erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert besaß die Familie Puster die Burg "Stein", von ihr stammt der heutige Name. 1952 kam Posterstein vom Landkreis Gera an den Kreis Schmölln, über den es 1994 an den Landkreis Altenburger Land gelangte.
1193 Ein späteres Postkartenmotiv entstand
ntweder in diesem Jahr oder aber erst 1206 wurde in Gera Untermhaus die Sankt Marienkirche als Wallfahrtskapelle erbaut. Das Kirchenschiff wurde in Flussnähe zur Weißen Elster hin ausgerichtet. Das Gotteshaus ist damit eines der ältesten Bauwerke der Stadt. (Die Ungenauheit im Datum kann mit fehlerhaften Aufzeichnungen zu dieser Zeit zusammen hängen, oder auf unterschiedliche damals gebräuchliche Kalender zurück zu führen sein. Der Gregorianische Kalender wurde erst 1582 eingeführt.)
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1196 Ersterwähnung von Langenberg
ie Chronik des Geraer Stadtteils Langenberg ist hier kurz, aber dennoch ausführlich nachzulesen.
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1200 Das Schloß Osterstein
ie Entstehungsgeschichte von Schloß Osterstein.
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1200 Der Zahlenanhang der Reußen
ie ersten Reußen ,bis zur Hauptteilung von 1564, zählten nach Reihenfolge der Geburt innerhalb ihrer Linien. Bei Gründung einer neuen Linie begann die Zählung wieder mit eins. So bei den Vögten von Gera, den Vögten von Plauen, den Burggrafen von Meißen und den Herren von Reuß. Letztere zählten so weiter bis zur Teilung der drei Hauptlinien. Um enorm hohe Ordnungszahlen zu vermeiden, begannen die ältere und jüngere Linie mit einer neuen Regelung der Zählweise, die mittlere zählte noch logisch bis zu ihrem baldigen Aussterben mit Heinrich XVIII. 1616 weiter. Anfänglich begann man in der älteren Linie in jeder neuen Generation mit I. zu beginnen. Diese Regel wurde später auch für beide inzwischen entstandenen Äste angewandt. Eine erste Serie beginnt mit Heinrich I. zu Greiz-Burgk (geb. 1632) und endet mit Heinrich XVI. zu Greiz-Dölau (geb. 1678); die zweite Serie beginnt mit Heinrich I. zu Greiz (geb.1693). Nach dem Aussterben des älteren Astes 1768 wird mit Heinrich XI. Fürst Reuß zu Greiz (verst. 1800) keine neue Serie begonnen, sondern wieder innerhalb der Linie in der Reihenfolge der Geburt weiter gezählt. Die Söhne von Heinrich Posthumus (1572-1635) in der jüngeren Linie sind nummeriert von I. bis X., seine Enkel durch alle drei Linien in der Reihenfolge ihrer Geburt, ebenso in den weiteren Generationen bis zu Heinrich XXIX. zu Ebersdorf (geb. 1699). Die nächste Generation (mit Ausnahme von Heinrich XXX. zu Gera) beginnt eine neue Serie mit Heinrich I. zu Schleiz (geb. 1695) bis zu Heinrich XXV. zu Köstritz (geb. 1800). Die neuen Serien beginnen jeweils mit Beginn eines neuen Jahrhunderts; die dritte im 19. Jahrhundert mit Prinz Heinrich I. Reuss Köstritz (geb. 1803), die vierte mit Prinz Heinrich I. Reuß Köstritz (geb. 1910).
1234 Der Johannisplatz in Gera
ie Johanniskirche wurde im Jahr 1234 zum ersten Mal erwähnt. Sie stand auf der Südseite des Johannisplatzes. Kirche und Platz bekamen den Namen Johannis, zurückzuführen auf Johannis den Täufer, und waren somit geweihte Stätten. Die Johanniskirche wurde allerdings mehrfach zerstört und beim großen Stadtbrand von 1780 endgültig zur Ruine. Sie war zeitweise die Grablege des Hauses Reuß Gera und die ihres berühmtesten Vertreters Heinrich Reuß jüngere Linie "Posthumus" (1572-1635), welcher unter anderem für die Gründung des Rutheneums seit 1608, dem späteren Goethe- Gymnasium verantwortlich war. Die Ruine der Johanniskirche wurde in den Jahren 1805 bis 1824 abgetragen. Das Goethe- Gymnasium wurde in der Zeit von 1605-1608 errichtet. Das Stadtpalais am Johannisplatz, in dem Napoleon am 11.10.1806 zu Gast war, wurde im Jahr 1688 errichtet und im Jahr 1884 kam es zum Neubau der Schule. Am 12.07.1863 wurde das Posthumus - Denkmal zu Ehren des Schulgründers eingeweiht, welches aber später durch die SED zu Zeiten der DDR beseitigt wurde.
27.05.1237 Elisabeth von Thüringen wurde eine Heilige
apst Gregor IX. sprach Elisabeth von Thüringen (1207-1231) heilig. Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. wurde als eine der größten Wohltäterinnen des Mittelalters verehrt. (Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde die katholische Gemeinde in Gera nach Elisabeth benannt.)
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1243 Stadtrundgang im mittelatlerlichen Gera
ie Schloßstraße war Mittelpunkt von Geras erster Marktsiedlung. Sie befindet sich auf der ersten Elsterterrasse. Die langgezogene Marktfläche mit ihren vielen Handelsmöglichkeiten war jedoch kein fester Marktplatz. Auf dem Grundstück des späteren Goethe Gymnasiums (Rutheneum seit 1608, gegründet durch Heinrich Posthumus 1572-1635) stand damals die Johanniskirche (1234 zum ersten Mal erwähnt), die erste Kirche Geras, welche dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer fiel. Daneben befand und befindet sich in der Neuzeit noch ein Großteil des Regierungsgebäudes.
1289 Heinrich II. von Plauen geboren
einrich II. war Vogt und Herr von Plauen (jüngere Linie) (1303-1306), Herr zu Greiz (1306-1350), 1302 genannt von Schwarzburg, 1307 der Reuße genannt, erhielt in der Landesteilung von 1306 die Herrschaft Greiz mit Werdau, Reichenbach, Mylau, Ronneburg und Schmölln, erwarb durch Kauf oder Schenkung zeitweilig die Schlösser bzw. Orte Waldeck, Gleisberg (später Kunitzburg bei Jena), Pölzig, Langenberg, Schönfels, Wiesenburg, Kirchberg, drei Teile von Landsberg (der vierte gehörte zu Gera) und als Pfandbesitz die Schlösser und Städte Triptis, Auma und Ziegenrück. Im Jahr 1316 wurde er Landrichter im Pleißenland, in den Jahren 1323 bis 1324 Hauptmann zu Meißen, im Oster- und Pleißenland, von 1324 bis 1328 Generalkapitän und Vormund des Markgrafen Friedrich des Ernsthaften zu Meißen. Er erhielt 1327 Schloss Stein (Posterstein bei Altenburg) von der Krone Böhmen zu Lehen. Urkundlich das erstmals am 14. Februar 1301 bis 15. Oktober 1349. Geboren wurde Heinrich II. um das Jahr 1289 in Plauen und verstarb am 18. Dezember 1350. In erster Ehe heiratete er im Jahr1306 die Gräfin Sophie von Beichlingen, urkundlich 12. August 1313, (geboren um 1288 und verstorben noch vor dem Jahr 1335). Sie war die Tochter von Graf Heinrich I. von Beichlingen und Lohra (1252 - 1335) und Gräfin Oda von Honstein (1270 ????). Die zweite Ehe erfolgte noch vor dem Jahr1335 mit der Prinzessin Salome von Schlesien-Glogau, urkundlich 25. Januar 1349 bis 12. Juni 1359, (geboren um 1319 und verstorben nach dem 12. Juni 1359. Sie war vermutlich die Tochter von Herzog Heinrich II. (IV). von Schlesien-Glogau-Sagan (1292 - 1342) und Mechthild von Brandenburg (1296 - 1321).
1333 Zur Geschichte von Langenberg
angenberg war ursprünglich eine eigene Pflege, zu der über fünfzig Dörfer gehörten und damit einige mehr als zum damaligen Gera. In einer Urkunde von 1333 sind folgende 24 als zu Langenberg gehörend verzeichnet: Söllmnitz, Waswitz, Naundorf, Dorna, Hirschfeld, Bethenhausen, Zschippach, Kulm, Groitzschen, Lauenhain, Cretzschwitz, Negis, Collis, Kaimberg, Pforten, Windischenbernsdorf, Töppeln, Kaltenborn, Harpersdorf, Stublach, Roschütz, Kraftsdorf, Speutewitz und Bartholdisdorf. Die beiden letzteren sind heute Wüstungen, von den anderen gehören mittlerweile 12 zur Stadt Gera, die restlichen liegen im Landkreis Greiz. Kulm fiel in den 1950er Jahren dem Bergbau zum Opfer. Als Ursprung der deutschen Gründung Langenberg gilt eine auf dem Hausberg gelegene Burg mit lang gestrecktem Grundriss, die nach Ernst Paul Kretschmer auch dem Ort ihren Namen gegeben hat – nicht ein langer Berg, wie zu vermuten wäre. Die vermutliche Entstehung Langenbergs als befestigte Militärstation dürfte um 950 liegen. 1060 kam es als Schenkung Kaiser Heinrichs V. an das Bistum Naumburg-Zeitz, später in Meißnischen Besitz. Als Burgwardum Langenberch wird es 1196 zusammen mit einem Burgmann namens Thilo de Langenberc erwähnt, 1238 als Castrum Langenberg in einer Urkunde des Markgrafs Heinrich von Meißen.

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1356 Hohenölsen bei Gera erwähnt
er Sage nach wurde der 1356 erstmals erwähnte Ort von Bergmännern angelegt, die im Tal der Leuba nach Silber schürften. Der wenige hundert Meter nordöstlich von Hohenölsen gelegene kleine Ortsteil Kleindraxdorf war früher eine wichtige Poststation an der Landstraße von Plauen nach Leipzig. Bis 1918/19 war Hohenölsen zweigeteilt. Während der größere Teil des Dorfes zum Amt Weida gehörte, war das alte Rittergut mit seinen Besitzungen und dem Ortsteil Neudörfel eine Enklave des kleinen Fürstentums Reuß ältere Linie.
1356 Das erste Hohenölsen
er Sage nach wurde der 1356 erstmals erwähnte Ort von Bergmännern angelegt, die im Tal der Leuba nach Silber schürften. Der wenige hundert Meter nordöstlich von Hohenölsen gelegene kleine Ortsteil Kleindraxdorf war früher eine wichtige Poststation an der Landstraße von Plauen nach Leipzig. Bis 1918/19 war Hohenölsen zweigeteilt. Während der größere Teil des Dorfes zum Amt Weida gehörte, war das alte Rittergut mit seinen Besitzungen und dem Ortsteil Neudörfel eine Enklave des kleinen Fürstentums Reuß ältere Linie.
1391 Der Marktplatz und das Rathaus
er Marktplatz entstand während der Ortserweiterung in der späteren Innenstadt. Es war ein geplanter und fester Marktplatz auf dem Händler, Handwerker und Kaufleute auch aus benachbarten Stadten kommend ihre Waren angeboten. Als im Jahr 1450 der sächsische Bruderkrieg wütete, wurde der Markt zerstört. Später erfolgte eine getreue Nachbildung des Marktplatzes und des Rathauses. Die Handwerker wohnten in Nebengassen, die zum Teil den Namen des Gewerks das ausgeübt wurde trugen. Die Häuser der Handwerker wie Böttcher (Böttchergasse), Weber (Webergasse) oder Schuhmacher (Schuhgasse), war sowohl Wohnraum für sie als auch Werkstatt. Diese Leute waren ihr Leben lang tief in ihrer Arbeit verwurzelt. Die Kaufleute ihrerseits gehörten zur Oberschicht und wohnten am Markt und in den Handelsstraßen. Dem reichsten Bürger Geras gehörte die Apotheke. So entstand im Jahr 1592 die Stadtapotheke, an die im Jahr 1606 durch einen Erlass von Bürgermeister Hans Hörel noch ein Erker angefügt wurde. An diesem berühmten Anbau wurden die zehn Apostel sowie die vier Jahreszeiten und einige Wappen im Relief angebracht. Auf dem Marktplatz befand sich auch das Geraer Rathaus, noch ohne den Turm, von dem im Jahr 1425 zum ersten Mal berichtet wurde. Es diente schon zu dieser Zeit als Versammlungs-, Verwaltungs- und Gerichtsort. Selbst der Ratskeller, das älteste bis in die Neuzeit betriebene Gasthaus Deutschlands, stand für Feste zur Verfügung.
1400 Der Geraer Markt
er Markt bildete seit jeher den zentralen Warenumschlagsplatz einer Stadt. Auch gibt es seit jeher ein Verbrieftes Marktrecht. Mehr über den Geraer Markt in den Zusatzinformationen.
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1419 Die Hussitenkriege wüteten in Europa
ie Kriege verwüsteten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts nicht nur Böhmen und Mähren, sonder griff auch auf Thüringen und andere Nachbarländer über. Auch in Gera wuchs die Angst vor Zerstörung und Tod. Die Kriege sollten bis 1434 andauern.
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16.06.1426 Die Schlacht bei Aussig
ie Schlacht bei Aussig, an der auch Heinrich VIII. von Gera und Heinrich VII. Reuß von Plauen ums Leben kamen, war eine bedeutende Schlacht während der Hussitenkriege im Königreich Böhmen. Sie fand zwischen einem sächsisch-thüringischen Heer und den Hussiten am 16. Juni 1426 statt. Die ersten Einheiten der Hussiten trafen am 26. Mai 1426 vor Aussig ein. In den darauffolgenden Wochen wurde die damals zur Mark Meißen gehörige Stadt belagert und von der Außenwelt abgeschlossen. Zwar gab es auf der Seite der Hussiten keinen Oberbefehlshaber, man geht jedoch davon aus, dass die Gruppen ein Ältestenrat koordinierte, dem auch der Taborit Andreas Prokop zugehörte. Die Stadt wurde täglich beschossen, die Bevölkerung leistete jedoch erbitterten Widerstand, da sie auf Entsatz hoffte, der schließlich, organisiert von Markgräfin Katharina aus Truppen der Meißener, Sachsen, Thüringer und Oberlausitzer am 11. Juni 1426 Richtung Böhmen marschierte. Das angeblich 36.000 Mann starke Entsatzheer teilte sich in mehrere Gruppen auf. Die eine kam über den Janauer Weg bei Brüx, die zweite überschritt die Grenze bei Ossegg, der dritte Strom kam über Graupen und Teplitz. Am frühen Abend des 15. Juni 1426 kam die sächsische Armee ausgehungert und übermüdet bei Karbitz an, wo sie auf vorgezogene Posten der Hussiten trafen. Diese postierten sich auf der Anhöhe „Na Běhání“ etwa zehn Kilometer vor Aussig, auf der sie eine Wagenburg aufbauten. Der Proviantmangel zwang den Meißner Befehlshaber zu einem sofortigen Angriff bereits am nächsten Tag, einen Sonntag.
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1479 Die Geraer Tuchmachergilde
eit dem Ende des 16. Jahrhunderts hatte sich unter dem Dazutun von Heinrich dem Jüngeren Posthumus (1572-1635) und dem aus Flandern eingewanderten Nikolaus de Smit (1541-1623) die Tuchmacherindustrie entwickelt und zum bedeutenden industriellen Zweig gemausert. Mit dem Tuchhandel und der Herstellung wurde inzwischen auf Messen gehandelt und dementsprechend viel Geld verdienst. Die Zunft der Tuchmacher war jedoch wesentlich älter und zählte in Gera schon im 15. Jahrhundert 43 Meister.
1487 Die älteste Schankstätte Deutschlands
n diesem Jahr öffnete nicht die erste aber älteste noch betriebene Schankstätte Deutschlands in Gera ihre Pforten. Da "Mann" ja schon zu allen Zeiten vom Durst geplagt war, kam es den Geraer Zechern gerade recht, dass sie eine Schankstube erhielten. Es war der Ratskeller auf dem Markt. Zum 400. Jubiläum des Traditionshauses wurde im Jahr 1887 wurde eine Postkarte mit einer Innen- und Außendarstellung der Schankstätte in Umlauf gebracht.
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1501 Das 16. Jahrhundert und Gera
ls er auf sein Zeitalter blickte, rief der deutsche Humanist Ulrich von Hutten (1488-1523) bewegt aus: "Oh Jahrhundert! Oh Wissenschaft! Es ist eine Lust zu leben..." Bereits der Beginn des 16. Jahrhunderts umfasste so epochale und glanzvolle Ereignisse wie den Wandel des abendländischen Weltbildes durch den Humanismus, die Lehren der Astronomen wie Nikolaus Kopernikus oder auch die lutherische Reformation, welche erst ab 1533 in Gera zum Tragen kam. In Gera selbst kauften im 16. Jahrhundert die Reußen Langenberg und Heinrich Posthumus erblickte das Licht der Welt. Bier wurde auch in Gera nur noch nach dem Reinheitsgebot gebraut und wieder zog die Pest in der Stadt ein.
1501 Das 16. Jahrhundert und Gera
ls er auf sein Zeitalter blickte, rief der deutsche Humanist Ulrich von Hutten (1488-1523) bewegt aus: "Oh Jahrhundert! Oh Wissenschaft! Es ist eine Lust zu leben..." Bereits der Beginn des 16. Jahrhunderts umfasste so epochale und glanzvolle Ereignisse wie den Wandel des abendländischen Weltbildes durch den Humanismus, die Lehren der Astronomen wie Nikolaus Kopernikus oder auch die lutherische Reformation, welche erst ab 1533 in Gera zum Tragen kam. In Gera selbst kauften im 16. Jahrhundert die Reußen Langenberg und Heinrich Posthumus erblickte das Licht der Welt. Bier wurde auch in Gera nur noch nach dem Reinheitsgebot gebraut und wieder zog die Pest in der Stadt ein.
1506 Heinrich XIV. geboren
einrich XIV. gehörte zum Geschlecht derer zu Reuß und war neben seinem Bruder einer der Begründer einer der Hauptlinien derer zu Reuß. Er verstarb im Jahr 1572 nur zwei Monate vor der Geburt seines Sohnes Heinrich Posthumus.
1516 Die erste Post in der Stadt
er deutsche Fürst Franz von Taxis schloss mit Kaiser Maximilian I. einen Vertrag, der ihm das Postmonopol sicherte. Der Postdienst in Gera wurde nun nach den Regeln dieses Vertrages gestaltet. Der Geraer Postdienst haftete für die sichere Überbringung von Sendungen und musste gewisse Beförderungszeiten einhalten.
1524 Bauernaufstände
m Zuge einer Agrarkrise kam es zu einer extremen Verschlechterung der bäuerlichen Lebensumstände. Wo noch 200 Jahre zuvor die Grundherren auf die Dienste der Bauern angewiesen waren und sie auf ihrem Grund und Boden halten wollten, änderte sich die Situation nun völlig. Aus diesem Grund kam es in den Jahren 1524 und 1525 zu den Bauernaufständen.
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11.04.1532 Elisabeth von Weida in Gernrode verstorben
lisabeth von Weida, geboren um 1460 / 1461, war von 1504 bis 1532 Äbtissin des freien weltlichen Stiftes Gernrode und Frose. Sie galt als eine der wichtigsten Äbtissinnen in der Spätzeit des Stiftes Gernrode. Unter ihrer Herrschaft wurde im Stift die evangelische Lehre eingeführt. Sie war also stark durch Martin Luther (1483-1546) beeinflusst. Dadurch wurde der Ort Gernrode nach Wittenberg eine der ersten evangelischen Stätten in Deutschland überhaupt. Ihrem Verhandlungsgeschick während der Bauernkriege war es zu verdanken, dass das Stift von Zerstörungen verschont blieb. Sie erwies sich als gute Verwalterin, sie schaffte es, die bei ihrem Amtsantritt desolaten Finanzen des Stiftes zu sanieren.
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1534 Untermhaus
er Stadtteil Untermhaus, der sich "Unterm Haus" derer von Reuß vom Siedlungsort für Schloßbedienstete zu einem Stadtteil Geras entwickelt hat.
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29.12.1536 Heinrich VI. von Plauen geboren
einrich VI. von Plauen war Burggraf von Meißen, Herr zu Plauen, Herr von Schleiz und Lobenstein. Er war der jüngere der beiden Söhne des Burggrafen Heinrich IV. von Plauen aus dessen Ehe mit Gräfin Margarethe von Salm (1517–1573). Nach dem Tod des Vaters übernahmen sein älterer Bruder Heinrich V. und er gemeinsam dessen weitreichende Besitzungen, aber auch die Streitigkeiten mit den Reußen. Allerdings waren beide noch nicht volljährig, weshalb ein Monat nach dem Tod des Vaters König Ferdinand von Böhmen ihnen versprach, sie gegen die Reußen zu schützen. Neben den hohen Schulden, die ihnen ihr Vater hinterlassen hatte, kamen neue durch die Prozesse gegen die Reußen dazu. Bereits 1556 verloren die Brüder durch kaiserlichen Schiedsspruch die fränkischen Ämter Hof und Schauenstein.
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19.02.1543 Die Botenpost
ie erste Erwähnung einer regelmäßigen zwischen Torgau und Gera verkehrenden Botenpost konnte für diesen Tag nachgewießen werden.
09.03.1561 Ein Vergleich mit den Burggrafen
n diesem Tag schlossen die Reußen zu Greiz und die Burggrafen einen Vergleich. Damit sollten die Burggrafen die Herrschaft Gera erhalten, was sämtliche Hoheitsrechte und die Untertanen beinhaltete. Die hinterbliebene Witwe des Herren zu Gera sollte bis zu ihrem Tod im Genuss eines Meierhofes (Badertorvorwerk und Tinz), der Weinberge und eines Hauses in Gera verbleiben, damit ihr Auskommen gesichert sei. Von 1562 bis 1564 war die Herrschaft Gera gemeinschaftlicher Besitz der Reußen von Greiz. Bei der Teilung des Besitzes erhielt Heinrich der Jüngere Reuß (1530-1572), der Vater von Heinrich Posthumus (1572-1635), Gera und wurde so der Begründer der jüngeren Linie derer von Reuß.
1562 Die Wasserleitung
on 1562 bis 1563
Schneeberger Bergleute verlegten eine Wasserleitung von Ernsee über die Wolfsbrücke ins Schloß. Sie wurde bis 1899 genutzt.
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09.03.1562 Ein Vergleich über die Herrschaften
n diesem Tag schlossen die Reußen zu Greiz und die Burggrafen einen Vergleich dahingehend, daß jene unter anderen die Herrschaft Gera erhalten sollen mit allen Hoheitsrechten und Untertanen. Die Witwe des Herrn von Gera soll bis zu ihrem Tode im Genuß eines Meierhofes (Badertorvorwerk und Tinz), der Weinberge und eines Hauses in Gera verbleiben. Von 1562 bis 1564 war dann die Herrschaft Gera ein gemeinschaftlicher Besitz der Reußen von Greiz. Bei der Teilung des Besitzes erhielt Heinrich der Jüngere, Reuß, 1530/72, Gera und wurde so der Begründer der jüngeren Linie Reuß. Sein Sohn war der Geraer Gymnasiumsgründer Heinrich Posthumus, 1572 - 1635.
1564 Ein reußisches Erbe
er Chronist und Prediger von St. Salvator in Gera, Johann Christoph Klotz, schrieb im Jahr 1816 ein Buch mit dem Titel "Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera" und bemerkte: "Nach zuverlässigen Urkunden findet man nun im Jahr 1564 Heinrich den jüngeren Reußen, den jüngsten Sohn Heinrichs des Stillen und Friedsamen, des gemeinsamen Stammvaters der noch in Segen blühenden durchlauchtigsten alten und jüngeren Linie der Herren Reußen von Plauen, im Besitz der Herrschaft Gera. Er war geboren im J. 1530, trat die Regierung der Herrschaft Gera im J. 1564 an; nahm hierauf seinen Sitz auf dem Schloße Osterstein bey Gera, vermählte sich noch in demselben Jahre, am 23. Junius, mit Elisabeth Brigitta, einer Tochter des Grafen Johann Heinrich von Schwarzburg zu Lautenberg, die ihm aber bald wieder durch den Tod entrissen wurde, dann das zweitemal am 6. Januar 1566 mit Dorothea, einer Tochter des Grafen Friedrich Magnus zu Solms, und wurde durch diese letzte Ehe der Stifter der dritten und jüngeren Hauptlinie der Herren Reußen von Plauen. Er starb bey einer Zusammenkunft der sämmtlichen Herren Reußen zu Schleiz, daselbst am 6. April 1572 im 42. Jahre. Noch war bey seinem Tode kein männlicher Erbe, wohl aber 3 Töchter vorhanden, aber die hinterlassene Frau Witwe war hoch schwanger. Wünsche und Gebete der Unterthanen gingen dahin, daß Gott durch sie dem Lande einen männlichen Erben schenken möchte und er erhörte es. Zwei Monate nach des Vaters Tode den 10. Junius ward auf dem Schloße Osterstein ein junger Herr geboren. Dieser ist der in der Folge so glorreich berühmte Heinrich der Jüngere, mit dem Beynamen Posthumus, dem Gera und das ganze Land so viele herrliche Veranstaltungen verdankt." (Die "Rechtschreibung" von Johann Christoph Klotz wurde im Zitat übernommen.)
10.06.1572 Heinrich Posthumus
wei Monate nach dem Tod seines Vaters (deshalb wird er auch Posthumus genannt) wurde Heinrich Reuß der Jüngere geboren. Nachdem er am 06. 06. 1595 die Regierung übernommen hatte, entwickelte er sich durch seine Reformen der Staats -und Kirchenverwaltung und die Förderung von Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zu einem der bedeutendsten Landesherrn seiner Zeit.
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11.06.1572 Ein Vormund für Heinrich Posthumus
m Vortag war zwei Monate und vier Tage nach dem Tod Heinrichs des Jüngeren sein Sohn Heinrich zur Welt gekommen, was ihm den Namen Posthumus einbrachte. Ob der Vaterlosigkeit des Knaben übernahm Kaiser Maximilian die Vormundschaft für den Reußenspross.
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1574 Posthumus Mutter erwarb Laasen
n diesem Jahre erwarb die Mutter von Heinrich Posthumus (1572-1635), Dorothea, das seit 1534 mit dem Vorwerk Zoche vereinigte Gut Laasen, welches seit dem ein herrschaftliches Kammergut war. Daneben gab es nur kleine Häuslerbauten im Ort. Laasen war nach Trebnitz gepfarrt und auch geschult. Das Kammergut wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform abgebrochen.
1578 Heinrich Posthumus
er Erbe hatte seinen Vater nie kennen gelernt. Somit stand  Heinrich Posthumus unter Vormundschaft. Die ersten Lebensjahre waren von der Mutter geprägt. Durch seine Vormundschaft war er auf andere angewiesen und unter seiner Herrschsft (1572 bis 1635) wurde der Bau des Ostflügels von Schloß Osterstein begonnen.
1585 Aus der Heimat vertrieben
er niederländische Großkaufmann Nikolaus de Smit war am 5. November 1541 in Tournai, Doornick, in Flandern geboren. (Holland wurde erst im Jahr 1581 gegründet) In diesem Jahr wurde er von spanischen Absolutismus aus seiner Heimat vertrieben und wandte sich Deutschland, genauer gesagt vorerst Leipzig, zu. Im Jahr 1595 kam er auf Drängen von Heinrich Posthumus, welcher im selben Jahr die Regentschaft übernommen hatte, nach Gera und begründete die Zeugmacherindustrie. Der Pionier der frühindustriellen Produktionsweise verstarb am 7. März 1623 in Gera und fand seine Grablege auf dem Südfriedhof.
1585 Posthumus kaufte Land dazu
as Haus der Reußen hatte sich 1564 in einer großen Landesteilung in drei Linien gespalten, die ältere, mittlere und jüngere Linie. Jede dieser Linien erhielt nun einen gleichen Anteil an der Herrschaft Lobenstein und diese wurde von allen dreien gemeinschaftlich verwaltet. 1585 verkauften die Herren der älteren Linie für 41.712 Gulden und 1588 die der mittleren Linie für 35.660 Gulden ihre Anteile an die jüngere Linie, dessen einziger Vertreter Heinrich II. Posthumus (1572-1635) somit neben der Herrschaft Reuß-Gera nun auch die gesamte Herrschaft Lobenstein besaß. Im Jahr 1616 starb die mittlere Linie des Hauses Reuß aus und Heinrich Posthumus erhielt als Erbe nun auch noch die Herrschaft Schleiz mit Saalburg. Heinrich Posthumus, der sich nicht nur um die Förderung der Wirtschaft und des Schulwesens verdient gemacht hat, legte um das Jahr 1608 fest, dass seine Hofhaltung zu Gera ganz allein aus den Einkünften dieser Herrschaft getragen werden soll, die Einkünfte aus den übrigen Herrschaften jedoch zur Tilgung der Schulden verwendet werden sollten. Durch diese sparsame Haushaltspolitik gelang es ihm bis 1613 bereits 45.000 Gulden Schulden zu begleichen.
18.10.1585 Heinrich Schütz geboren
einrich Schütz, in autographen Handschriften immer Henrich, latinisiert Henricus Sagittarius, geboren am 8. Oktoberjul./ 18. Oktober 1585greg. in Köstritz bei Gera und verstorben am 6. Novemberjul./ 16. November 1672greg. in Dresden, war ein deutscher Komponist des Frühbarock. Schütz war Zweitgeborener von acht Geschwistern. Er wurde im Goldenen Kranich, dem Gasthof seines Vaters, in Köstritz (Ostthüringen) geboren und dort am 9. Oktober 1585 in der Kirche St. Leonhard getauft. Als er fünf Jahre alt war, zog seine Familie nach Weißenfels, weil sein Vater dort einen anderen Gasthof übernahm. Hier verbrachte Heinrich Schütz seine Kindheit. 1599 wurde sein musikalisches Talent von Landgraf Moritz von Hessen-Kassel entdeckt, mit dessen Förderung er zum Sänger ausgebildet wurde, die Kasseler Hofschule, das Collegium Mauritianum besuchte und ab 1607 in Marburg Jura studieren konnte. Gleichzeitig erlernte er das Orgelspiel und die Komposition. Von 1609 bis 1612 trat Schütz dank eines Stipendiums des Landgrafen ein dreijähriges Studium in Venedig beim Markusorganisten Giovanni Gabrieli an, das er mit der 1611 veröffentlichten Madrigalsammlung Il Primo libro di Madrigali abschloss. Auf seinem Totenbett vermachte Gabrieli Schütz einen seiner Ringe. Gabrieli war der einzige, den Schütz zeitlebens als seinen Lehrer bezeichnete. Als er 1613 wieder nach Kassel zurückkehrte, wurde er von Landgraf Moritz zum zweiten Organisten berufen. Wenige Jahre später begab er sich in den Dienst des sächsischen Kurfürsten und übernahm die Leitung der in Deutschland führenden Dresdner Hofkapelle, zunächst neben dem kränklichen Kapellmeister Rogier Michael sowie dem als Kapellmeister „von Haus aus“ wirkenden Michael Praetorius. Erst nach Praetorius’ Tod war Schütz alleiniger Kapellmeister am sächsischen Hof. Diese Funktion hatte er bis zu seinem Lebensende inne. Sein Wechsel nach Dresden war schon ab 1614 Gegenstand diplomatischer Auseinandersetzungen zwischen dem Landgrafen und dem Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen, die erst 1619 endeten, als sich der Kurfürst endgültig durchsetzen konnte. Im selben Jahr veröffentlichte Schütz die Psalmen Davids, die er seinem Landesherrn widmete, und heiratete Magdalena Wildeck. Sie hatten zwei Töchter. Anna Justina starb bereits im Alter von 17 Jahren. Euphrosine Schütz wurde 1623 geboren und heiratete den späteren Leipziger Bürgermeister Christoph Pincker. Deren Tochter Gertraud Euphrosine hatte selbst keine Kinder. Als Kapellmeister hatte Schütz die Oberaufsicht über die Mitglieder der Hofkapelle, die aus Sängern und Instrumentalisten bestand. Mit ihr war er für alle Musik am Hofe zuständig: geistliche wie weltliche, zur Unterhaltung und zum Gottesdienst ebenso wie zur politischen Repräsentation. Leider sind seine dramatischen weltlichen Werke (Singspiele und Ballette), von denen in der Regel nur die Texte gedruckt wurden, verlorengegangen.

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10.06.1593 Posthumus wurde volljährig
it dem 21. Geburtstag endete die Vormundschaft für Heinrich den Jüngeren, Posthumus endgültig. Es sollte aber noch zwei Jahre dauern, bis er auch die Regierungsgeschäfte in Gera übernahm.
1594 Die Sorge
ie Ableitung des Namen ist nicht mehr eindeutig festzustellen. Es gibt aber zwei Deutungen. Zum einen könnte der Name vom altslawischen "zroh" (sprich sroch) was "Bachgerinnsel" heißt abgeleitet sein, denn der Leumnitzbach durchfloss offen die "Sorge". Die zweite Theorie geht davon aus, dass der Name mit "Zarge" (Rand oder Seitenwand) verwandt ist und bedeutet dann "Außensiedlung".
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1594 Bürgermeister Hans Hörel
ohann "Hans" Hörel, auch Hörl, trat in diesem Jahr die Nachfolge des verstorbenen Geraer Bürgermeisters Michael Stimmel an. Hörel war in der Stadt auch unter dem Namen "Zuckerbäcker-Hans" bekannt und galt als sehr begüterter Mann. Er war ein beliebter Taufpate, was sich an Hand von nicht weniger als 40 Einträgen im ersten Geraer Taufregister, belegen lässt. Auch als Pate des 1585 in Köstritz geborenen Komponisten Heinrich Schütz wurde er benannt. Zwei Jahre vor seinem Amtsantritt erwarb er das Eckhaus markt 11, welches auf dem Grundstück der ehemaligen Reußischen Staatskanzlei errichtet worden sein soll. Es wird allerdings vermutet, dass Hörel den gotischen Vorgängerbau lediglich umbaute. Im Jahr 1606 lies er den berühmten Erker anbauen, welcher erhalten werden konnte. Vor 1599 wirkte Hörel in Gera als Hofapotheker und war daher mit dem Haus Reuß (Heinrich Reuß "Posthumus") bekannt. Die Amtszeit von Hans Hörel endete im Jahr 1624. Das Amt musste er sich zu dieser Zeit, das war so üblich, mit Stephan Pipping, Kaspar Pezold, Georg Mandel, Nikolas Graul und Nikolaus Fröhlich teilen.
17.02.1594 Hochzeit im Hause Reuß
einrich Posthumus, Sohn von Heinrich dem Jüngeren, welcher zwei Monate nach dem Tod des Vaters erst das Licht der Welt erblickte musste ohne seinen Vater aufwachsen und wurde unter Vormundschaft gestellt. Nun im Alter von fast 24 Jahren ehelichte er in Gera mit Magdalena zu Hohenlohe-Langenberg eine Adlige von gleichem gesellschaftlichen Stand. Zu Ehren seiner Gemahlin benannte die Stadt Gera später eine Straße nach ihr.
04.1594 Wie Nikolaus de Smit nach Gera kam
ikolaus de Smit war bereits als Kaufmann und Fabrikant tätig, als er 1585 vor dem Einmarsch der Spanier unter dem Herzog von Alba aus seiner Heimatstadt Doornik nach Brüssel fliehen musste. Alba forderte von den reformierten Bürgern, zu denen auch de Smit als Calvinist zählte, die Rückkehr zum katholischen Glauben. De Smit war zunächst in Leipzig tätig und traf 1594 auf der Leipziger Messe, auf der die Geraer Tuchmacher bereits seit 1436 vertreten waren, den damals erst 16 Jahre alten Balduin Conrad, welchen er später mit nach Gera nahm, ihn dort die Fortsetzung seiner kaufmännischen Ausbildung ermöglichte und ihn danach in seinem Handelshaus und den Werkstätten beschäftigte. Conrad selbst sollte später ebenfalls eine der größten Zeughandlungen und -färbereien in Gera besitzen und war von 1638-1649 einer der drei Bürgermeister der Stadt. Heinrich II. Posthumus empfing im Jahr 1595 Nicolaus de Smit in Gera.

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18.01.2015
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