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Ihre Suche nach Orangerie erbrachte folgende Ergebnisse.
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1191 Untermhaus wurde zum ersten Mal erwähnt
ie erste urkundliche Erwähnung: "Unterhaus" (1534 findet man die Bezeichnungen Underhaus und Underheuser in den Quellen). Seinen Namen verdankt Untermhaus mit großer Wahrscheinlichkeit seiner Lage, das Vorwerk bzw. die Vorbefestigung des Osterstein lag "unter dem Haus" (was keine andere Bezeichnung als die von den Geraern übliche für das Schloss bzw. die vorherige Burg war). Vermutlich entstanden Burg und Vorwerk schon im 10.Jh. (spätestens aber im 12.Jh.)
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07.06.1360 Mühlenverkauf durch den Vogt
n diesem Tag verkaufte der Vogt Heinrich von Gera zwei Mühlen vor der Stadt zu Gera, sie befanden sich außerhalb der Stadtmauern, "dy Clotz mul und dy andir mul" (die Klotzmühle und die andere Mühle) an einen gewissen Hans Müller. Ob mit "andir mul" die Haus- oder die Angermühle gemeint war, ist nicht mehr nachvollziehbar. Neuzeitlich muss man die Klotzmühle und die Angermühle in Höhe Gera-Arcaden sehen und die Hausmühle gegenüber der Orangerie in Untermhaus in Richtung Kreuzapotheke.
1496 Die Hausmühle in Untermhaus
ie Untermhäuser Hausmühle gehörte mit dem alten Vorwerk, dem ehemaligen Burggut am Mohrenplatz, zum Schloss Osterstein und könnte im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Sicher nachweisbar ist sie seit dem Jahr 1496. Sie existiert nicht mehr, wäre aber hinter der Orangerie zu suchen, denn dort floss der alte Arm des Mühlgrabens etwa in Höhe der Kreuzapotheke in die Elster.
1501 Die ererbte Hausmühle
u dieser Zeit befand sich die Hausmühle in Untermhaus. Die Mühle würde, hätte man sie nicht abgerissen, neuzeitlich hinter der Orangerie zu finden sein. Im Jahr 1496 hatte der Herr Brun von Pforten das Anwesen gekauft, war aber kurze Zeit später, etwa 1500, verstorben. Sein Bruder Hans von Pforten erbte die Hausmühle und veräußerte sie 1501 an Herrn Nicol von Ende zu Mannichswalde.
1512 Der Verkauf der Hausmühle
ie Hausmühle, auch mule vntherm slosse, Niedermühle genannt, befand sich an der Kreuzung Küchengartenallee gegenüber der Orangerie und gehörte mit dem alten Vorwerk, dem ehemaligen Burggut am Mohrenplatz zum Schloss Osterstein und könnte deshalb ebenso wie dieses zwischen dem 10. und dem 12.Jahrhundert angelegt worden sein. Sicher nachweisbar ist sie jedoch erst ab 1512. Damals verkaufte Heinrich der Ältere zu Schleiz und Gera "die Mühle unterm Haus" und den Garten, wohl als einen Teil des später bekannten Küchengartens, an Heinrich von Pöllwitz und dessen Frau Magdalena für 300 Gulden.
1512 Hausmühle an der Orangerie
ie Hausmühle (in den Quellen auch: mule vntherm slosse, Niedermühle) befand sich an der Kreuzung Küchengartenallee gegenüber der Orangerie und gehörte mit dem alten Vorwerk, dem ehemaligen Burggut am Mohrenplatz (zu DDR-Zeiten VEB Stadtbau Gera), zum Osterstein und könnte deshalb ebenfalls zwischen 10. und 12.Jahrhundert angelegt worden sein. Sicher nachweisbar ist sie jedoch erst ab 1512. Damals verkaufte Heinrich der Ältere zu Schleiz und Gera "die Mühle unterm Haus" und den Garten (wohl ein Teil des heutigen Küchengartens) an Heinrich von Pöllwitz und dessen Frau Magdalena für 300 Gulden. (Ernst Paul Kretschmer) Die Hausmühle gehörte mit der Klotz- und der Angermühle zu den sog. Amtsmühlen, deren Belehnung dem herrschaftlichen Amte unterstand. Diese drei Mühlen sind wohl die ältesten nachweisbaren ihrer Art im heutigen Geraer Stadtgebiet. Der Lehnbetrag der Hausmühle betrug über die Jahrhunderte 10% des Kaufpreises und verschiedene zusätzliche Leistungen, so z.B. 1647 zwei, gemästete Schweine, 50 Scheffel Korn und das kostenlose Mahlen des dritten Teiles allen Getreides der Schloss- und Hofhaltung.
1636 So entstand der Hofwiesenpark
ie Hofwiese in Untermhaus, 1636 und 1647 "Obere Hofwiese" genannt, reichte zu dieser Zeit von Südosten bis an den Anger der Stadt Gera heran und wurde durch das Vorwerk, das spätere Kammergut, in Untermhaus bewirtschaftet. Als der an ihr vorbeiführende Weg zur Straße ausgebaut wurden war 1897, erhielt er die Bezeichnung "Hofwiesenstraße". Erst im Jahr 2005 wurde das Gelände an der Elster zum "Hofwiesenpark" gemacht.
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1640 Der erste Küchengarten
n diesem Jahr wurde der Geraer Küchengarten als "Großer Garten" in der Geraer Historie zum ersten Mal erwähnt. Er war zur Versorgung des Schloss Osterstein angelegt worden.
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1651 Fünfzig Jahre vor dem Küchengarten
u dieser Zeit war seit einigen Jahren nachweisbar, dass sich seit dem beginnenden 17. Jahrhundert in den Wiesen vor der ehemaligen Untermhäuser Hausmühle ein Garten befand, in dem die Kräuter und das frische Gemüse für den Bedarf des Hofes derer zu Reuß auf dem angrenzenden Schloss Osterstein angebaut wurde. Nach dem Jahr 1700 kam dann für die Anlage die Bezeichnung Lust- und Küchengarten auf. Die Orangerie entstand erst in den Jahren 1729-1732.
1677 Bautätigkeit in Gera
nter dem Reußen Heinrich XVIII. (1677-1735), dem Erbauer der Sankt Salvatorkirche, der Orangerie im Küchengarten, dem Regierungsgebäudes neben dem Rutheneum (Goethe-Gymnasium) und des Zucht- und Waisenhauses (später Stadtmuseum), fanden auch wieder umfangreiche Bauarbeiten auf dem Schloss Osterstein statt. Die Geraer, die Untertanen derer zu Reuß, mussten, wie bereits unter den reußischen Vorgängern üblich, wieder einmal Pferde- und Handfrohnen in großem Rahmen leisten. Sie stellten Transportpferde und Arbeitskräfte zu Verfügung. In dieser Zeit entstand auch der mit den Portraits der Ahnen des gräflichen Reuß-Geraer-Hauses geschmückte Ahnensaal des Ostflügels des Osterstein.
1699 Der Weg in den HaußMühl
en "Weg in den HaußMühl" kann man im Gera der Neuzeit nicht mehr finden, denn er gehört zu den aufgehobenen Straßen und Wegen der Stadt. Die Hausmühle (1936 abgebrochen) in Untermhaus gegenüber der Orangerie, gehörte ursprünglich mit dem alten Burggut am Mohrenplatz zum Osterstein. Sicher nachweisbar war die Mühle seit dem Jahr 1496. Die Namen "Hausmühle" und "Hausweg" stammten aus der Zeit, als der Osterstein noch "das Haus" genannt wurde und dieser Weg den direkten Weg aus der Stadt zur Hausmühle und zum Schloss Osterstein darstellte.
26.03.1703 Gottfried Heinrich Krohne geboren
ottfried Heinrich Krohne war ein deutscher Architekt in der Zeit des Barock. Krohne wurde als Sohn des Stallknechts Johann Christoph Crune[sic] geboren. Er war der Hofbaumeister der Herzöge von Sachsen-Weimar (ab 1726), Sachsen-Gotha und der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt (ab 1743), arbeitete jedoch auch für andere Fürsten wie die Erzbischöfe aus Mainz und Bamberg. Krohne war ebenfalls Architekt einiger Bauten in Nordfranken. Zu seinem Hauptwerk zählen die Planungen zum völligen Neuaufbau der Stadt Ilmenau, nachdem diese 1752 durch einen Stadtbrand zerstört wurde. Krohne gilt vielen als bedeutendster Baumeister der Thüringer Geschichte. Ebenfalls verantwortlich war er für den Bau der Orangerie in Gera für das Fürstentum Reuß-Gera in den Jahren von 1729 bis 1732. Einer seiner bedeutendsten Mitarbeiter und Schüler war Johann David Weidner, der zunächst als Bauleiter die Bauten Krohnes begleitete und nach dessen Tod sein Werk fortführte. Krohne verstarb am 30. Mai 1756 im Alter von 53 Jahren in Weimar.

1727 Volksfest zum Thronjubiläum
b dem Jahr 1727 bis zum Jahr 1802 wurde im Geraer Küchengarten in der Orangerie immer ein Volksfest veranstaltet, wenn es zum Thronjubiläum des reußischen Regenten in Gera kam.
1729 Küchengarten und Orangerie werden angelegt
as Anlegen der Orangerie vollzog sich in den Jahren 1729-1732. Unter dem Geraer Grafen und Regenten Heinrich XVIII wurde der Küchengarten als französische Gartenanlage mit der Orangerie angelegt. Die Entwürfe für den Bau wurden wahrscheinlich vom ernestinischen  Baumeister Gottfried Heinrich Krohne gefertigt.
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1729 Die Orangerie und ihre Nutzung
raf Heinrich XVIII. legte in diesem Jahr im Küchengarten eine Orangerie im französischen Stile an. Der Baumeister Krohne aus dem Thüringischen Weimar, der Stadt der geweihten Brunnen (Wei - geweihtes und mar - Wasser) lieferte die exakten Entwürfe für das große Bauprojekt. In den Jahren 1729 - 1802 wurde dann die Geraer Orangerie vorwiegend als Festraum für die Landesherrschaft genutzt. Später gab es noch andere Nutzungsmöglichkeiten, welche aber zu einem großen Teil dem herrschaftlichen Gebäude nicht gerecht wurden.
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1731 Die Fasanerie der Reußen
einrich XVIII. Reuß lies in diesem Jahr gegenüber der Orangerie eine Fasanerie einrichten. Dort sollten die Fasane für die gräfliche reußische Tafel gezüchtet werden. Die Fasanerie heilt sich aber nur wenige Jahre und wurde später wieder aufgegeben.
1732 Bau abgeschlossen
ach nur drei Jahren konnten die Bauarbeiten für den Küchengarten und die Orangerie abgeschlossen werden. Die Leitung oblag zu dieser Zeit dem Baumeister Gottfried Heinrich Krohne.
1740 Die Fayencemanufaktur wurde gegründet,
ie Gründung der Untermhäuser Porzellanfabrikation fiel in die Regierungszeit Heinrich XXX. Reuß-Gera (1727-1802). Mathias Eichelroth (1708-1774) begann um 1740 auf dem Gries eine Fayencemanufaktur zu errichten. Charakteristisch für die Produkte war eine "feine, glänzende Glasur und prächtige Bemalung" bei jedoch unterschiedlicher Qualität der Stücke (technische Mängel, steife Malerei). Vor allem Gebrauchsgegenstände (Teller, Dosen, Vasen, Walzenkrüge, Schreibwerkzeuge) und höfisches Ziergeschirr (auch mit Darstellung des reußischen Wappens) fertigte man an. Die stärkere Konkurrenz der Porzellan- und Steingutfabrikationen in Sachsen und Thüringen brachte Ende des 18.Jahrhunderts das Aus für sämtliche Fayencemanufakturen. Der Wechsel zur Porzellanproduktion begann. 1779 bemühten sich Johann Gottlob Ehwald und Johann Gottlieb Gottbrecht um das "Gelbe Haus an der Elster", ein herrschaftliches Gebäude für die Porzellanproduktion. Der schnelle Erfolg in dem neuen Gebäude blieb aus und schon im folgenden Jahr ging die Porzellanmanufaktur am Gries mit nur einem Brennofen an die Rudolstädter Brüder Greiner über. Mit großer Wahrscheinlichkeit nutzte man die Hausmühle an der Orangerie als Massemühle. 1804 entstand, aufgrund der schnelleren Gewinnaussichten, eine Steingutfabrik in Cuba und damit begann der Verfall der Porzellanproduktion auf der anderen Seite der Elster. (Wieland Führ, Zur Geschichte der Geraer Porzellanproduktion in Untermhaus, in: Beiträge zur Regionalgeschichte IV, Museum für Geschichte Gera, 1988, S. 18-41)
15.11.1754 Johann Christoph Macher gestorben
er in Gera tätige Lehrer und Konrektor des "Rutheneums seit 1608" war ein sehr beliebter Lehrer in der Stadt Gera.. An diesem Tag verstarb er an einem Schlagfluß (später sagte man Schlaganfall oder in lateinisch Apoplex, eine halbseitige Körperlähmung) im Alter von nur 34 Jahren. Er hinterließ seine junge Ehefrau Johanna Dorothea und seinen 19 Monate alten Sohn Johann Christian. An der Geraer Orangerie wurde ihm ein Denkmal gesetzt. Es zeigt Macher mit römischen Helm und Zackenkrone. Zu dieser Zeit war ein Apoplex noch nicht behandelbar, oder heilbar.
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1755 Ein Denkmal für Macher
er Geraer Professor für Beredsamkeit und Gymnasiallehrer Johann Christoph Macher (1720-1754) war in Alter von nur 34 Jahren an einem Schlaganfall verstorben. Seine aus im allgemeinen wohlhabenden Elternhaus stammenden Schüler errichteten ihrem sehr beliebten Lehrer ein Denkmal. Es zeigte eine Statue von Macher in römischer Tunika, Helm und Zackenkrone und wurde ein Jahr nach seinem Tod auf dem Friedhof neben der Trinitatiskirche aufgestellt. (In der Neuzeit stand es dann neben der Orangerie zu finden.)
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29.01.1768 Ein Feuer in der Orangerie
m Jahr 1729 war die Orangerie im Auftrag von Heinrich XVIII., dem Geraer Regenten, im französischen Stil im herrschaftlichen Küchengarten angelegt worden. An diesem Tag brach in einem der Seitenflügel ein Feuer aus. Gera hatte zu dieser Zeit noch keine Feuerwehr, die den Brand hätte bekämpfen können. Sie wurde erst 91 Jahre später in Gera aus einer Turner-Riege gegründet.
1779 Der Wechsel zur Porzellanproduktion begann
m Jahr 1779 bemühten sich Johann Gottlob Ehwald und Johann Gottlieb Gottbrecht um das "Gelbe Haus an der Elster" im späteren Stadtteil Untermhaus.Es handelte sich um ein herrschaftliches Gebäude für die Porzellanproduktion. Um 1740 hatte Mathias Eichelroth dort mit der Porzellanproduktion begonnen. Der schnelle Erfolg in dem neuen Gebäude blieb aus und schon im folgenden Jahr ging die Porzellanmanufaktur am Gries mit nur einem Brennofen an die Rudolstädter Brüder Greiner über. Mit großer Wahrscheinlichkeit nutzte man die Hausmühle an der Orangerie als Massemühle.
1780 Asyl in der Orangerie
ie Orangerie im Geraer Küchengarten hatte über die vielen Jahrzehnte hinweg immer wieder einem anderen Zweck dienen müssen. Vom Café bis zur Turnhalle und vom Reitstall bis Kunstausstellung war die Auswahl manigfaltig. Nun, nach dem großen Stadtbrand von 1780, bot sie für fast zwei Jahre Asyl für viele der Geraer, die ihr Hab und Gut und vor allem ihre Bleibe im Feuer verloren hatten.
1798 Ein Thronjubiläum
er Geraer Regent Graf Heinrich XXX. Reuß feierte in diesem Jahr in der Orangerie im Geraer Küchengarten in Untermhaus unweit von Schloss Osterstein sein 50. Regierungsjubiläum.
27.10.1802 Kaffeetrinken in der Orangerie
ach dem Tod von Heinrich XXX. aus dem Haus Reuß-Gera am 26. April 1802, wurde die Orangerie am Küchengarten aufgegeben und das Gebäude erlebte einen wechselvollen Geschichte. Bereits im Oktober des Jahres erhielt der Hofgärtner Samuel Andreas Pabst die Erlaubnis in den nicht genutzten Räumen der nördlichen Seite des Mittelpavillons und auf der Gartenterrasse der Orangerie Kaffee ausschänken zu dürfen. Allerdings unter der Bedingung, dass Pabst nur gesittete und anständige Personen dort bewirte.
1805 Die Preußischen Truppen in Gera
icht nur das Schloss Osterstein diente den Preußischen Truppen welche in Gera ihr Winterquartier hatten, sondern auch die Orangerie am Küchengarten. Die ehemalige Fasanerie, von Heinrich XVIII. 1731 zur Fasanenzucht eingerichtet, gegenüber der Orangerie diente als Apotheke.
1805 Die Orangerie als Lazarett
eit dem Tod von Heinrich XXX. am 26. April 1802 erlebte die Geraer Orangerie am Küchengarten eine wechselvolle Geschichte. Zuerst diente sie dem ehemaligen Hofgärtner als Café und in den Jahren 1805/06 war sie zum Lazarett für die in Gera stationierten Preußischen Truppen umfunktioniert worden.
1805 Die Untermhäuser Brücke
ie Untermhäuser Brücke ist eine historische Fußgängerbrücke über die Weiße Elster in Gera. Sie verbindet das historische Zentrum des Stadtteils Untermhaus am westlichen Flussufer mit Küchengartenallee und Orangerie und ist somit Teil der historischen Achse von Untermhaus ins Stadtzentrum. Gemeinsam mit dem benachbarten Alt-Untermhäuser Gebäudeensemble rund um die Marienkirche bildet sie eine bekannte Geraer Stadtansicht. Im Jahr 1805 wurde die Brücke 100 Jahre alt.
1811 Die Erholungsgesellschaft in der Orangerie
n den Jahren 1811 bis 1840 nutzte "Die Gesellschaft im Fürstlichen Küchengarten" der Erholungsgesellschaft zum Deutschen Haus den Saal im Hauptpavillon und den nördlichen Verbindungsflügel der Orangerie. Danach wurde das Anwesen wiederholt zweckentfremdet, z.B. als Turnhalle, Kaserne oder auch als Pferdestall. Im Jahr 1802 war die Orangerie zeitweise aufgegeben und danach anderweitig genutzt worden.
1816 Diebesgut in der Fasanerie in Untermhaus
is zum Jahr 1818 nutzte die Frankenthaler Diebesbande unter der Führung von Johann Christoph Klaunig die ehemalige Fasanerie gegenüber der Orangerie als ein Versteck für ihre gestohlenen Schnitt- und Modewaren, welche sie auf dem Geraer Markttagen wieder unter die Leute brachten.
1817 Tod eines Geraer Kaufmanns
er Geraer Kaufmann Johann Gottlieb Enke war ein recht glückloser Geraer Geschäftsmann, welcher in diesem Jahr sein Lebensende in den Tiefen der Elster gefunden hatte. Anfangs des 19. Jahrhunderts hatte er im ehemaligen Fasaneriegebäude gegenüber der Orangerie eine mittels Pferdegöpelwerk betriebene Spinnerei eingerichtet. 1815 hatte er die Spinnerei in die Untermhäuser Hausmühle verlegt und richtete dort die erste mit Wasserkraft betriebe Spinnerei Geras ein.
1823 Neue Nutzung der alten Fasanerie
ie alte Fasanerie in Untermhaus, gegenüber der Orangerie wurde nun als Hofpredigerwohnung genutzt. Zwischen 1731 und 1823 war erst die reußische Fasanenzucht, dann eine Spinnerei und später ein Versteck für Diebesgut dort zu finden.
1824 Erst Fasanerie und nun Schule
ie alte Fasanerie in Untermhaus, gegenüber der Orangerie, diente ab diesem Jahr als Schule für die Gemeinden Untermhaus, Gries und Cuba.
1824 Von der Schule zum Armenhaus
n diesem Jahr wurde die Untermhäuser Schule vom Jägerhof am Schlossberg in die alte Fasanerie gegenüber der Orangerie verlegt. Damit wurde aus dem Jägerhof ein Armenhaus für die verarmte Geraer Bevölkerung, welche an Anzahl in diesen schweren Zeiten zugenommen hatte.
1840 Soldaten in der Orangerie
as bekannte Gebäude der Orangerie im Geraer Küchengarten war in den Jahren 1729-1732 von Graf Heinrich XXV. errichtet worden. Ab 1802 war das Anwesen brachliegend und wurde als Café und danach als Lazarett genutzt. In den Jahren 1840-1850 diente der Bau auch als Kaserne.
1843 Geras erster Exerzierplatz
uf dem "Zwötzener Anger" ließ die 2. Kompanie des reußischen Kontingentes, welcher man den nördlichen Gartensaal der Orangerie im Küchengarten für militärische Übungen überlassen hatte, die Dielen mit denen die Küchengartengesellschaft das alte Backsteinpflaster überdeckt hatte, herausreißen und baute daraus dort, wo die Kompanie zu exerzieren pflegte, eine Bretterbude.
1843 Die Orangerie als Turnhalle
ie Geraer Orangerie am Küchengarten, ein im französisch-barocken Lustgartenstil zwischen 1729-1732 erbautes Anwesen, diente seit 1802 verschiedenen Zwecken und Zweckentfremdungen. Als Café, Lazarett oder auch für 10 Jahre als Kaserne. Von 1843 an war darin eine Schulturnhalle unter gebracht.
01.09.1843 Die erste Geraer Schulturnhalle
usgerechnet im Küchengarten, in der bekannten Orangerie, wurde in diesem Jahr die erste Geraer Schulturnhalle eröffnet. Das Gebäude hatte seit 1908 vielen zwecken gedient. És war auch zeitweise Café, Reitstall oder Kunstausstellung.
1848 Die Orangerie wurde zum Pferdestall
eit dem Tod von Graf Heinrich XXX. Reuß am 26. April 1802 wurde die Orangerie im Geraer Küchengarten aufgegeben und danach mehrfach zweckentfremdet genutzt. Zuletzt war ab 1843 eine Schulturnhalle dort unter gebracht und zuvor war es ein Café, ein Lazarett oder auch mal eine Kaserne. In den Jahren 1848/1849 war das Anwesen ein Pferdestall für eine Hannöverische Batterie, welche als Strafkommando in die Stadt gerufen worden war.
1850 Die neue Küchengartengesellschaft
ach dem Tod von Graf Heinrich XXX. am 26. April 1802 war die Orangerie im Geraer Küchengarten weitest gehend aufgegeben worden. Danach erfüllte das Anwesen verschiedene Verwendungszwecke. Ab 1850 lebte die Geraer Küchengartengesellschaft wieder auf und bestand dann bis 1872. In dieser Zeit nutzte die Gesellschaft das Gebäude.
1878 Der Kunstverein in der Orangerie
wischen dem Tod von Graf Heinrich XXX. im Jahr 1802 und dem Jahr 1850 war die Orangerie im Geraer Küchengarten mehrfach zweckentfremdet genutzt worden. Erst ab dem Jahr 1850 belebte die Küchengartengesellschaft das Anwesen wieder bis 1872. Ab 1878 nutzte der Geraer Kunstverein den Mittelpavillon der Orangerie für Ausstellungen.
1902 Ein Theaterbehelfsbau im Küchengarten
emeint war die bekannte Orangerie im Küchengarten unweit des in diesem Jahr eröffneten neuen reußischen Theaters. Es wurde zum Behelfsbau für das Theater und die Bühnenbilder und diente als Maler-Atelier für das Reußische Theater. Dort wurden zahlreiche Bühnenbilder angefertigt.
1904 Ein grünes Zimmer für die Kunst
m Jahr 1878 hatte sich in Gera der Kunstverein gegründet und im April des 1878 fand sie erste Ausstellung in der Orangerie im Küchengarten statt. Dessen obere Räume mit dem sogenannten "Grünen Zimmer" wurde dem Kunstverein durch Fürst Heinrich XIX von Reuß ab dem Jahr 1904 zur Verfügung gestellt.
21.03.1926 Neue Ausstellungsräume für den Kunstverein
urch den Ausbau des Exerzierschuppens der alten Kaserne am Gustav Hennig Platz zur Ausstellungs- und Vortragshalle erhielt der, 1878 gegründete Geraer Kunstverein, der bisher die Räume in der Orangerie bzw. die unteren Räume des Städtischen Museums nutzen konnte, neue Ausstellungsräume.  
(die heutige Puppenbühne)
01.04.1929 Ein neuer Raumausstatter in Gera
n diesem Tag gründete der Geraer Kurt Thiel seinen Handwerksbetrieb in der Fasaneriestraße. Der Raumausstatter hatte als Hoftapezierer auf Schloss Osterstein beim Fürstenhaus Reuß gearbeitet und sich damit in Gera einen Namen gemacht. Auch die berühmten Gardinen, die "Wolkenstores", welche seinerzeit die Orangerie im Küchengarten zierten, kamen aus der Werkstatt von Kurt Thiel. Bis 1964 betrieb er sein Handwerk selbst, bis er den Stab weiter gab.
03.04.1936 Abbruch der Hausmühle
ie gegenüber der Orangerie gelegene Hausmühle wurde auf Grund von Hausbockkäferbefall abgebrochen. An ihrer Stelle entstand eine Grünanlage. 1927 war bereits ein Wirtschaftsgebäude der Hausmühle im Küchengarten zwecks Straßenerweiterung abgebrochen worden.
1942 Lutz R. Ketscher in Gera geboren
utz R. Ketscher wurde in Gera geboren und durch seine künstlerische Tätigkeit vor allem im deutschsprachigen Raum aber auch in Europa bekannt. In den Jahren 1956-1959 absolvierte er eine Lehre als Chromolithograph und von 1960-65 widmete er sich dem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, welche er mit dem Diplom abschloss. (Stand September 2010)

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08.1947 Eine Sonderausstellung in der Orangerie
m Sommer 1947 wurde im Mittelteil des Orangerie-Gebäudes die Sonderausstellung "Musik und Theater in Gera" gezeigt, aus welcher dann im Herbst des Jahres das "Theater- und Musikmuseum hervor ging. Später waren dann Ausstellungsstücke zur revolutionären Geraer Arbeiterbewegung dort zu sehen.
08.1947 Eine Heimstatt für die Kunst
ie Räume der bekannten Geraer Orangerie, welche im 18. Jahrhundert errichtet worden waren, im Küchengarten in Untermhaus, wurden zu einer ständigen Theater- und Musikschau und zum ständigen Ausstellungsort für Kunst in Gera auserkoren.
12.1947 Gera hatte für sieben Jahre ein Musikmuseum
röffnung des Theater- und Musikmuseums in der Orangerie. Es musste 1954 dem „Museum für Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung des Bezirkes Gera “weichen.

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18.01.2015
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