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1556 Der Geraer Leichensteg
ie Bezeichnung des "Leichensteg" entstand zur Zeit des ausgehenden Mittelalters. Nach der Reformation durch Martin Luther (ab 31.10.1517) wurde der Friedhof vom Johannisplatz neben der 1780 abgebrannten Johanniskirche vor der Stadt neben die Trinitatiskirche verlegt worden. Die Leichenzüge bogen seit dem hinter dem Badertor, am Goethegymnasium, nach links ab und führte über einen eigens deshalb erst gebauten Mühlgrabensteg und über den Roßplatz nach dem Friedhof. Ursprünglich führte nur ein einfacher hölzener Steg über den Mühlgraben, daher auch der Name "Leichensteg". Erst 1750 wurde der alte Steg durch eine Brücke ersetzt. Ab 1839 hieß der "Leichensteg" dann "Gerbergässchen". (Der alte Friedhof an der Trinitatiskirche trug noch Jahrhunderte später, als es schon lange ein Park war, im Volksmund den Namen "Knochenpark".)
16.02.1658 Hochwasser in Gera
wischen dem 16. und dem 19. Februar des Jahres hatte es in Gera ein starkes Hochwasser gegeben. Der Geraer Friedhof, zu der Zeit der Platz neben der Trinitatiskirche (später daher Knochenpark genannt), war von der Vorstadt abgeschnitten. Der Weg vom Badertor am Gymnasium bis zur Kirche lag außerhalb der Geraer Stadtmauern und der Friedhof, Gottesacker genannt, sehr nahe an der Elster. Wegen der Fluten konnten zu diesem Zeitpunkt auch keine Beerdigungen vorgenommen werden, was ein Problem darstellte, da die Verstorbenen nicht aus der Stadt geschafft werden konnten.
1759 Ein Kunstwerk von Johann Gottfried Freitag
ohann Gottfried (1724-1811) Freitag war ein begnadeter Geraer Schmiede- und Schlossermeister. Seine ungewöhnliche Begabung zeigte sich in diesem Jahr, als er ein schmiedeeisernes Gitter für eine Grabkapelle im späteren Park der Jugend herstellte. Zu dieser Zeit fungierte diese Gegend noch als Friedhof der Kirche Sankt Trinitatis. Daher auch der spätere Name "Knochenpark", wie ihn der Volksmund nannte.
1759 Die Grabkapellen im Stadtpark
n diesem Jahr entstanden die beiden Grabkapellen Starke und Triller im Geraer Stadtpark. Dieser Park war zu dieser Zeit noch der Friedhof der Kirche Sankt Trinitatis. Später wurde nur noch auf der Ostfriedhof und dem Südfriedhof bestattet. Der Name "Knochenpark" hielt sich dennoch seit Generationen in der Geraer Bevölkerung, obwohl in der Neuzeit kein Geraer Bürger behaupten konnte, den Trinitatisfriedhof noch gekannt zu haben.
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12.01.1900 Amtseinführung
er bekannte Geraer Stadtbaurat Adolf Marsch wurde an diesem Tag in sein hohes Amt eingeführt. Er wurde später für seine Entwürfe für Krematorien bekannt. Nach ihm ist das für Feuerbestattungen entwickelte Patent "Kremato-Columbarium System Marsch" benannt. Auf seine Initiative hin wurde der Geraer Ostfriedhof angelegt, der als Friedhof für die Stadt von allen Menschen gut erreichbar sein sollte. Die Bevölkerungsentwicklung zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte dafür gesorgt, dass die innerstädtischen Friedhöfe an ihre Belastungsgrenzen gestoßen waren. Auf dem Trinitatisfriedhof, später zum Park umgebaut und daher im Volksmund noch Jahrzehnte danach als "Knochenpark" bezeichnet, fanden nun keine Bestattungen mehr statt. In der Neuzeit waren nur zwei Grabmahle erhalten geblieben.

1958 Die FDJ beseitigte die alten Gräber
ut 350 Jahre, seit der Mitte des 16. Jahrhunderts, hatte Gera seine Verstorbenen neben der Trinitatiskirche, der städtischen Grabeskirche, bestattet. Erst im Jahr 1900 wurden die Bestattungen auf den Ostfriedhof verlagert. 1958 initiierte die FDJ dann eine Pressekampagne für die Beseitigung der noch verbliebenen Grabsteine und rührte die Trommel für die Umgestaltung des Areals in einen Stadt-Park. Ein Park war die Anlage schon seit dem Ende der 1920er Jahre. Nun wurde sie zu einer Spiel- und Sportstätte. Dieser Aktion fielen auch fast alle Grabsteine zum Opfer. Nur zwei wurden erhalten. Ein Jahr später hieß die ehemalige Grablege dann "Park der Jugend". Daher hielt sich auch hartnäckig der Namen "Knochenpark" im Volksmund.

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18.01.2015
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