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1891 Das Zentrum der Textilindustrie
m Fürstentum Reuß in Gera war 1891 das Zentrum der Textilindustrie zu finden. In diesem jahr gab es in der Stadt 62 Textilunternehmen mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 50 Millionen Mark. In den Fabriken waren allein 10.834 Arbeiter tätig. Die bedeutendste Fabrik dieser Art war die im Jahr 1834 gegründete Weberei von Ernst Friedrich Weißflog. Gera war zu dieser Zeit aber auch der Mittelpunkt des Maschinenbaus mit den Fabriken von Moritz Jahr, 1847 gegründet, Alfred Kuhn, 1858 gegründet, August Jahn, 1873 gegründet, und Karl Wetzel, 1877 gegründet.
19.10.1907 Karl Wetzel geboren
arl Wetzel war Unterbezirksleiter der SAJ (Sozialistische Arbeiterjugend) und seit dem Jahr 1927 ein Mitglied der SPD. Während des Dritten Reichs war er mehrfach verhaftet worden und schließlich in das Strafbataillon 999 gepresst, bei dessen Einsatz er am 3. März 1944 getötet wurde.
1923 Baubeginn für eine Gießerei
n diesem Jahr wurde mit dem Bau einer neuen Gießerei in der  Maschinenfabrik und Eisengießerei „Karl Wetzel“ in der Tschaikowskistraße begonnen. Geplant wurde mit einer Jahresleistung von 400 Tonnen. Der Architekt Hermann Drechsler hatte den Bau entworfen.
04.08.1927 Die Firma "Karl Wetzel" feierte
ie Metallwarenfabrik und Eisengießerei von Karl Wetzel beging den 50sten Gründungstag in Gera. Die Stadt blieb von der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts nicht verschont und wurde in der Folgezeit ein Standort der metallverarbeitenden Betriebe.
1933 Widerstand in Gera
ine wichtige Form der Resistenz (des Widerstandes) in Gera war in den ersten Jahren der NS-Diktatur die massenhafte Nichtteilnahme nazikritischer Arbeiter an den Veranstaltungen zum 1. Mai und die an anderen Stellen eingeführte Veranstaltung von Mai-Wanderungen, an denen sich jeweils Hunderte Personen beteiligten. Zu den politischen Aktionen der Geraer linkssozialistischen Gruppe gehörten die gelungene Sprengung einer städtischen DAF-Veranstaltung (DAF - Deutsche Arbeiter Front) im Herbst 1933 durch Rumoren und organisiertes Zwischenrufen, sowie die illegale Herausgabe der Zeitung "Der Marxist" in einer Auflage von 500 mal 10 bis 12 Seiten. Eine solche Organisation, die 1934 mindestens 500 und 1935 auf Fünfergruppenbasis immerhin noch etwa 300 wenigstens teilweise Eingeweihte kannte, konnte der Gestapo auf lange Sicht nicht verborgen bleiben. In zwei Aktionen 1934 und 1935 wurden unter anderem Jack Greidinger, Arthur Schöneburg, Karl Wetzel, Herbert Frister und Ernst Heyer verhaftet und nach einigen Monaten Schutzhaft wieder freigelassen, weil man ihnen nicht Konkretes nachweisen konnte. Die Gestapo aber ahnte nicht, wie nahe sie wirklich dem Kern der Organisation gekommen war. Nun wurde freilich der Kreis der Widerständler kleiner und die Aktionen vorsichtiger, im Jahr 1939 erfolgte dennoch eine weitere Verhaftungswelle mit schlimmen Folgen für die Beteiligten, die aber nicht zur Aufdeckung der gesamten Organisation führte. Im Jahr 1940 trat auf Grund der Einberufungen zur Wehrmacht eine logische Drosselung der Aktivitäten ein. (Quelle: Ein rot-roter Sonderweg?: Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949.)
05.03.1933 Die SPD im Griff der Nazis
as Verhalten der Mitglieder und Sympathisanten der SPD war in der Zeit zwischen der Reichstagswahl vom 5. März 1933 und dem Parteiverbot vom 21. Juni 1933 sehr ambivalent (zwiespältig) trotz der Bemühungen einzelner Funktionäre konnte die Organisation bereits in dieser Übergangszeit nicht mehr vollständig erhalten werden. Viele Mitglieder traten aus, Ortsvereine lösten sich auf, einige verteilten das Parteigeld und andere machten Abschlussfeiern mit Schweineschlachten. Der Kern des sozialdemokratischen Resistenzpotentials, des Widerstandes, in Thüringen lag zweifellos in Gera. In der alten linken Hochburg waren die Netzwerke am dichtesten, hier gab es auch einen bereits erneuerten, ausreichend großen, kampfbereiten Funktionärskörper. Als einer der wenigen sozialdemokratischen Führer, welche auch noch nach der Wahl vom 5. März 1933 noch da waren und sich stellten", sprach der ehemalige Ministerpräsident Fröhlich zwischen Wahl und Parteiverbot mehrfach in verschiedenen Städten und rief die Menschen zu Mut und Stärke auf. Die neue Geraer Leitung unter den früheren Jugendfunktionären Johann Jacob "Jack" Greidinger und Karl Wetzel ging mit Tatkraft ans Werk. Auf mehreren, im Sommer und im Herbst 1933 durchgeführten Versammlungen "wurde der zur illegalen Arbeit bereite Personalbestand gesichtet und eine grundsätzliche politische Klärung versucht". Dabei orientierte die neue Leitung neben einer herben Absage an die alte SPD-Führung bereits darauf, "dass ein späteres Wiederaufleben der alten Arbeiterparteien und ein getrenntes Agieren nicht länger in Frage käme." ... Die Effizienz einer solchen Resistenzarbeit kam aus einem nach wie vor in Kernteilen funktionierenden Milieu. Als der Geraer Sozialdemokrat Ernst Riemer, der bis 1936 in Haft war, wieder nach Gera-Langenberg ankam, waren seine ehemaligen SPD-Kollegen zur Stelle, um ihn zu unterstützen. (Jack Greidinger verstarb zu Anfang der 1980er Jahre in Australien.)
27.04.1933 Aus der Geraer Presse
n den "Geraer Nachrichten" stand. "Die SPD benennt ihre neuen Stadratsmitglieder: Robert Giebler, Ernst Heyer, Gustav Müller, Walter Schack, Karl Wetzel, Herbert Frister, Maria Trögel, Erich Dietsch, Fritz Roth, Erich Jähnert und Hans Pfaffrath". Die deutsche Volkspartei verzichtete auf ihren Kandidaten. Zwei Tage später wurde in Gera von der Verhaftung von Robert Giebler berichtet, weil er eine Agitationsschrift für die SPD verbreitet hatte.
22.08.1942 Hugo Löscher wurde ermordet
er Geraer Sozialdemokrat und Fabrikarbeiter Hugo Löscher, wurde wegen dem verbotenen Umgang mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern in der Firma von Karl Wetzel wo er beschäftigt war, im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar ermordet.
23.02.1945 Zerstörungen in ganz Gera
ie Bahnkörper von Zwötzen bis zu den Hofwiesen wurden durch Luftangriffe, sowie das Sommerbad, völlig zerstört. 36 Menschen starben und die Zwötzener Spinnerei, Maschinenfabriken Walter Jahr, Karl Wetzel, Gebrüder Jacob, Lechla und Mehlhorn und die Hescho wurden beschädigt.
23.02.1945 Ein weiterer Bombenangriff
m Raum Zwötzen in Richtung Hofwiesen fallen die Bomben. 36 Menschen starben. Getroffen wurden die Maschinenfabrik Walter Jahr, Spinnerei Zwötzen, Firma Karl Wetzel, Firma Gebrüder Jacob, Lechla und Mehlhorn und die Hescho. Das Sommerbad wurde völlig zerstört.
31.07.1949 Ein neues Kinderheim
eierlich Eröffnung des Weisenhauses als Kinderheim „Käthe Kollwitz“ in der ehemaligen „Villa Jahr“ in der „Karl Wetzel Straße“. Die zu dieser Zeit hier untergebrachten 50 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren waren von der Weidaer Straße in die Villa umgezogen.
03.05.1978 Die Karl Wetzel Straße
n diesem Tag erhielt die Straße im Bauabschnitt 5 des Neubaugebietes Gera/Lusan den Namen "Karl-Wetzel-Straße". Damit erinnerte man an den Widerstandskämpfer und SPD-Mitglied Karl Wetzel (19.10.1907-03.03.1944), welcher bei einem Strafbataillon, in das ihn die Nazis gesteckt hatten, bei einem Einsatz ums Leben kam.

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18.01.2015
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