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Ihre Suche nach Goethegymnasium erbrachte folgende Ergebnisse.
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09.12.1352 Ein Ablaßbrief für Gera
usgestellt war der Ablaßbrief der italienischen Bischöfe in der französischen Papststadt Avignon und war für die Kapelle in der Burg Gera und die Johanniskirche der Stadt Gera bestimmt. Die Urkunde wies auf die baulichen Tätigkeiten seinerzeit an den Kirchen hin. (Die Kapelle in der Burg Gera war zwischen der Burgstraße und der Florian Geyer Straße zu finden und die Johanniskirche etwa auf der Höhe des späteren Rutheneums (Goethegymnasium) unterhalb des Marktes.)
1402 Das Badertor
era hatte im Verlauf seiner wechselhaften Geschichte mehrere Stadttore, welche auf verschiedenen Seiten die Menschen hinein und aus der Stadt heraus ließen, und das auch nur zu bestimmten Urzeiten und keinesfalls nachts. Das Badertor stand bis zum Jahr 1884, als es abgerissen wurde. Den Namen erhielt es durch die mittelalterliche Baderei vor dem Tor. Die Bader übernahmen wichtige Tätigkeiten, denn sie nahmen mitunter chirurgische Eingriffe vor und betätigten sich damit im medizinischen Sektor. Die Badereien allgemein waren aber oftmals auch durch die dort herrschende Prostitution verrufen und hatten mit einer öffentlichen Badeanstalt späterer Jahre nichts gemein. Ein Besuch dort konnte sich nicht jeder leisten. Hygiene war für viele Menschen zu dieser Zeit ein Fremdwort, denn kaum jemand hatte zuhause so etwas wie ein Bad oder eine eigene Toilette. Durch das Badertor verlief die Handelsstraße nach Regensburg. Es wurde somit das wichtigste Tor der Stadt. Würfe man es im 21. Jahrhundert suchen, würde man es zwischen dem Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 und dem Elster-Forum finden. Wer durch das Badertor schritt, sah ab dem Jahr 1611 die Trinitatiskirche in einiger Entfernung vor sich.
1405 Vom Vorstädter zum Vollbürger
ie Sorge und der Zschochern lagen als slawische Randsiedlungen in der Talerweiterung des alten Leumnitzer Baches und bildeten nördlich der Stadtmauer mit der Baderei am Mühlgraben (am Goethegymnasium) und der Klotz- und der Angermühle (später der Bereich zwischen KuK und Gera-Arcaden) die Geraer Vorstadt. Bis zum Jahr 1405 galten daher die Bewohner dort nicht als Vollbürger und mussten sich ihre Freiheit vom herrschaftlichen Zoll erst erkaufen.
1555 Der neue Friedhof
er neue Friedhof bekam den Namen "Alter Gottesacker" und war neben der Trinitatiskirche zu finden. Der Friedhof neben der Sankt Johanniskirche, damals auf dem Johannisplatz am späteren "Rutheneum seit 1608" (Goethegymnasium) war vor die Stadt verlegt worden. Zu dieser Zeit war die Stadt unterhalb des Gymnasiums am Badertor zu Ende.
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1556 Der Geraer Leichensteg
ie Bezeichnung des "Leichensteg" entstand zur Zeit des ausgehenden Mittelalters. Nach der Reformation durch Martin Luther (ab 31.10.1517) wurde der Friedhof vom Johannisplatz neben der 1780 abgebrannten Johanniskirche vor der Stadt neben die Trinitatiskirche verlegt worden. Die Leichenzüge bogen seit dem hinter dem Badertor, am Goethegymnasium, nach links ab und führte über einen eigens deshalb erst gebauten Mühlgrabensteg und über den Roßplatz nach dem Friedhof. Ursprünglich führte nur ein einfacher hölzener Steg über den Mühlgraben, daher auch der Name "Leichensteg". Erst 1750 wurde der alte Steg durch eine Brücke ersetzt. Ab 1839 hieß der "Leichensteg" dann "Gerbergässchen". (Der alte Friedhof an der Trinitatiskirche trug noch Jahrhunderte später, als es schon lange ein Park war, im Volksmund den Namen "Knochenpark".)
24.03.1561 Verkauf der alten Baderei
er Geraer Bürger Hans Eulenberger, der Bader in der oberen Badestube in der Vorstadt (Nähe Goethegymnasium), verkaufte einem Melchior Günther für die Summe von 405 fl. (Florentiner Gulden) seine Baderei. Der Bader hatte auch Pflichten, so musste er "wie vor Alters", an allen Sonnabenden dem Torwärtel (Wächter des Stadttores) am Badertor (so hieß das Stadttor wegen der Nähe zur Baderei) 4 Neupfennige und dem Herrn Rat Michaelis eine Gans entrichten. (In den Badestuben dieser Zeit pflegen die Huren der Stadt auf ihre Freier zu warten. Es waren also auch Bordelle)
1602 Eine neue Schule
n diesem Jahr wurde der erste Entwurf zur Aufrichtung einer Landesschule in Gera veröffentlicht. zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Schulbildung noch keine Pflicht und nur für Kinder wohlhabender Kinder erschwinglich. Später entstand aus diesem Entwurf das Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 auf dem Geraer Johannisplatz.
1605 Zur Geschichte des Rutheneums
m Jahre 1816 veröffentlichte der Geraer Prediger der St. Salvatorkirche Johann Christoph Klotz seine "Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera", betätigte sich damit sehr erfolgreich als Stadtchronist. Zum Rutheneum (später Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608) veröffentlichte er folgende Zeilen, die Zeit drei Jahre vor der Eröffnung der Lehranstalt betrefffend. " Den Grundplan zum neuen Gymansium hatte zwar Posthumus selbst entworfen, sich aber dabey des Rathes einheimischer und fremder gelehrter Männer zur Ausführung bedient; vorzüglich des Leipziger Professors Hieronymus Megisers, den er sich deshalb vom Kurfürsten Christian II. in Sachsen ausgebeten hatte, und welcher 2 Jahre lang in Gera verweilte, um alles in Ordnung bringen zu helfen. Dieser machte die Abteilung in Classen, zeigte die Lectionen an, verfasste die Schulgesetze u. übernahm gleich anfänglich die eine Zeitlang, bis zu seiner Zurückberufung, selbst die Arbeit eines rektors des neuen Gymnasiums. (Die Rechtschreibung wurde dem Original entlehnt.)
08.04.1605 Grundstein für die neue Schule
ie Grundsteinlegung zum Bau der Landesschule in Gera erfolgte an diesem Tag. Drei Jahre danach wurde das bekannte Geraer Gymnasium eröffnet, welches später als Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 bekannt wurde.
24.12.1605 Briefe des Grafen
riefe (Rundschreiben) des reußischen Grafen Heinrich Posthumus (1572-1635) an den Stadtrat, die Ritterschaft und die Bürger waren ein unübliches Verfahren zu dieser Zeit. Der adlige Herrscher über Gera trat mit einer Bitte um Unterstützung des Schulbaues an die Öffentlichkeit. Darin hieß es unter anderem "... das gute Werk zu fördern,...", was auch geschah, denn das später als Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 bekannte Schulhaus erlangte eine hervorragenden Ruf weit über die Grenzen der Stadt Gera hinaus.
01.04.1606 Das künftige Gymnasium
er Bau des Geraer Gymnasiums, später das Goethegymnasium, ging auf Heinrich Posthumus Reuß jüngere Linie (1572-1635) zurück und wurde im Jahr 1608 in der Geraer Innenstadt in der Nähe des Badertor vollendet. Seine Einrichtung erfolgte durch den sächsischen Historiographen Hieronymus Megiser vom 1. April 1606 bis zum Anfang des Jahres 1608. Der erste Direktor war Adam Reinhardt, welcher leider schon im Jahr 1610 verstarb.
1607 Das Badertor
ie Stadt Gera hatte nunmehr seit 370 Jahren das Stadtrecht und damit eine weitgehende Selbstbestimmung. Da Gera Handelsbeziehungen in "alle" Himmelsrichtungen pflegte, konnte man auch aus allen Richtungen kommend in die Stadt gelangen oder diese wieder verlassen. Gera hatte eine Stadtmauer und konnte nur über die mit Wachen besetzten Stadttore betreten werden. Eines dieser Tore war das Badertor am Rutheneum (Goethegymnasium), welches von einem Naumburger Steinmetz errichtet worden war. Ein Jahr später wurde das Rutheneum eröffnet und 1609 begann der Bau der Trinitatiskirche am Trinitatisfriedhof.
1619 Hochwasser in Gera
n diesem Jahr überschwemmte ein Hochwasser der Elster große Teile der Umgebung von Gera und den Friedhof. Das Wasser reichte bis zum Leichensteg, der späteren Gerbergasse. In neuerer Zeit wäre das so, als wenn das Wasser von der Heinrichsbrücke bis zum Stadtmuseum vorgedrungen wäre. Am Rutheneum (später Goethegymnasium) war Gera zu dieser Zeit zu Ende, dort, am Badertor, begann die Vorstadt.
1680 Geras Theaterkultur in den Anfängen
ie Stadt Gera hat eine alte Theaterkultur, welche im Jahr 1680 begann. Bereits zu dieser Zeit wurde im damaligen Kollegienhof am Johannisplatz, welcher im Juni 1906 abgerissen wurde, ein kleines Komödienhaus errichtet. Dort traten allerdings keine Schauspielgesellschaften oder fahrende Schausteller auf die durch die Lande zogen, sondern die Schüler des 1608 errichteten Rutheneums (später Goethegymnasium).
20.03.1686 Feuer in Gera
in großer Brand in Gera vernichtete zwei Drittel der Stadt innerhalb der Stadtmauern. Das bereits brennende Kollegiengebäude (später entstand dort die Große Kirchstraße) ließ Heinrich I. von Reuß-Schleiz, der gerade in Gera anwesend war, abreißen, um das Gymnasium (später das bekannte Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608) zu retten.
1722 Das Regierungsgebäude
n diesem Jahr wurde der Westflügel des Geraer Regierungsgebäudes errichtet. Das bekannte Geraer Anwesen war neben dem "Rutheneum seit 1608", später Goethegymnasium, gebaut worden.
05.02.1732 Nathanael Gottfried Gruner geboren
athanael (Nathaniel) Gottfried Gruner war ein deutscher Komponist und wurde am 5. Februar 1732 in Zwickau geboren. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zu seinem Tod war er Kantor und Leiter für Musik am Gymnasium in Gera, dem bekannten Rutheneum seit 1608, später Goethegymnasium. Auch im angrenzenden Sachsen wurde hoch geschätzt als Komponist von Psalmen, Kantaten-Arien, Lieder und vor allem von Cembalo Konzerten und Sonaten. Er verstarb am 2. August 1792 in Gera.
1735 Die erste gepflasterte Straße in Gera
as "Gerbergässchen" entstand aus dem nun beseitigten "Leichensteg". (Zwischen dem "Goethegymnasium" und dem "Gastronom" über den zu dieser Zeit noch nicht verrohrten Mühlgraben in Richtung Talstraße und Trinitatiskirche.) und wurde 1735 als erste Geraer Straße gepflastert. Eine wirkliche Neuheit, da man nun sauberen Fußes voran kam und nicht, wie bei nassem Wetter, durch den Matsch waten und über die durch Wagenreifen entstandenen Furchen springen musste. Weil überwiegend Gerbereien, die viel Wasser brauchten was sie aus dem Mühlgraben bezogen, dort tätig waren, erhielt die Gasse 1839 den Namen "Gerbergässchen". 1962 verschwand die Gasse, als der Mühlgraben in dem Bereich verrohrt wurde und damit eine Straße entstand.
12.07.1739 Hochwasser in der Vorstadt
n diesem Tag war die Elster wieder einmal über die Ufer getreten und hatte die südliche Vorstadt überspült. Die Elster stand bis zum "Leichensteg", die spätere "Gerbergasse". Da diese alte Bausubstanz den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel muss gesagt werden, dass der "Leichensteg" zur Neuzeit in etwa vom Goethegymnasium (Rutheneum seit 1608) zum Gastronom führen würde. Damit stand das Wasser auch in der Trinitatiskirche und auf dem dazu gehörigen Friedhof.
15.11.1754 Johann Christoph Macher gestorben
er in Gera tätige Lehrer und Konrektor des "Rutheneums seit 1608" war ein sehr beliebter Lehrer in der Stadt Gera.. An diesem Tag verstarb er an einem Schlagfluß (später sagte man Schlaganfall oder in lateinisch Apoplex, eine halbseitige Körperlähmung) im Alter von nur 34 Jahren. Er hinterließ seine junge Ehefrau Johanna Dorothea und seinen 19 Monate alten Sohn Johann Christian. An der Geraer Orangerie wurde ihm ein Denkmal gesetzt. Es zeigt Macher mit römischen Helm und Zackenkrone. Zu dieser Zeit war ein Apoplex noch nicht behandelbar, oder heilbar.
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1761 Die Geraer halfen den Soldaten
ie preußischen Soldaten legten auf so gut wie allen Wegen, besonders aber an vielen Stellen im Geraer Stadtwald, Verschanzungen an. Die Geraer Bürger mussten den Truppen auch noch dabei helfen, wo sie doch unter den einquartierten Soldaten schon genug zu leiden hatten. Die alte Allee mit Kastanienbäumen vom Badertor, am Rutheneum, dem späteren Goethegymnasium, bis zur Heinrichsbrücke,angelegt im Jahr 1704, wurde von den Preußen gefällt und für einem Verhau am Eingang zur Wiesestraße verwandt.
13.12.1777 Johann Gottlieb Lägel geboren
ohann Gottlieb Lägel war Musiker und Kantor am bekannten Geraer Gymnasium (später das Goethegymnasium). Bekannt wurde er auch als Komponist, insbesondere Kantaten sind erhalten geblieben. Im Alter von 65 Jahren verstarb er am 5. Juni 1843 in Gera.
18.09.1780 Archivarien gingen verloren im Feuer
urch die Brandkatastrophe von diesem Tag ging ein großer Teil des mittelalterlichen Geras für immer verloren. Mit den historischen Bauwerken waren auch viele geschichtlichen Überlieferungen untergegangen. Das städtische Archiv, zu dieser Zeit im noch vorhandenen zweiten Rathausturm untergebracht, konnte nicht gerettet werden. Auch die große Bibliothek des Gymnasiums (Goethegymnasium Rutheneum seit 1608), welches zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch Fürst Heinrich Posthumus entstanden war und über die Geraer Grenzen hin berühmt wurde, war mit über 10.000 Exemplaren verbrannt. Über die Bibliothek ist bekannt, dass zu ihren Gunsten für bestimmte Vergehen der Schüler Geldstrafen entrichtet werden mussten. Außerdem war jeder Buchdrucker und Buchhändler im Lande Reuß angehalten, ein Exemplar seiner Bücher der Bibliothek zur Verfügung zu stellen.
1781 Der große Wiederaufbau der Stadt
ach dem großen Stadtbrand von 1780 lag vieles in der Stadt in Trümmern und Asche. Rasch hatten die Geraer aber begonnen, ihre schöne Stadt wieder aufzubauen. Schon im Jahr nach dem Brand standen 281 Bürgerhäuser wieder und auch das Herrschaftliche Palais am Johannisplatz, Das Rutheneum (Goethegymnasium), das Badertor, der Kuttelhof, die Klotz- , Anger- und Walkmühle, sowie die Gasthöfe "Zum Grünen Baum" am Brühl (Bereich Interhotel - Gera-Arcaden), und "Zum Schwarzen Bär" erstrahlten in Neuem Glanz.
27.01.1789 Eisfahrt mit Hochwasser
er Januar brachte erst Eis auf der Elster und dann Hochwasser in der Innenstadt. Das Wasser der Elster aus Richtung der Heinrichsbrücke kommend, lief beim Leichensteg, die Gegend war später zwischen Goethegymnasium und dem Gastronom zu finden, wieder in den noch offenen Mühlgraben. Im Küchengarten stand das Wasser gar 2 Ellen (knapp einen Meter) hoch. Dabei hatte sich Gera gerade erst von dem großen Stadtbrand von 1780 einigermaßen erholt.
1793 Von Wiese wurde Hofrat
er reußische Staatsmann Dr. Georg Vincent von Wiese (02.04.1769-22.11.1824) hatte bereits im Alter von 20 Jahren den Doktor der Rechte erworben und war nach einer weiteren Ausbildung in Göttingen durch die Grafen Reuß jüngere Linie im Jahr 1793 als Hofrat, Konsistorialprofessor und Inspektor des Gymnasiums Rutheneum (Goethegymnasium) nach Gera berufen worden. 1874 war, 50 Jahre nach seinem Tod, die "Wiesestraße" nach ihm benannt worden.
31.08.1807 Der alte Marktgasthof
n diesem Tag wurde der alte Geraer Marktgasthof "Zur Goldenen Sonne" vom Markt Nr. 10 in die Vorstadt vor das "Badertor" verlegt. "Das Badertor" war bis ins 19. Jahrhundert am Rutheneum (später Goethegymnasium) zu finden. Die Gegend bis zur Trinitatiskirche zählte zur Geraer Vorstadt.
22.11.1824 Die von Wiese-Stiftung in Gera
r. Georg Vincent von Wiese (02.04.1769-22.11.1824), ein reußischer Staatsmann und Kanzler in Gera stiftete laut seinem Testament dem Gymnasium Rutheneum (Goethegymnasium) ein Kapital von 6.400 Talern, dessen Zinsen für die Schule und als Prämien für die fehlerfreiesten lateinischen Klassenarbeiten Verwendung finden sollten. Ein weiteres Kapital in gleicher Höhe stiftete er für ein "Bürgerrettungs- und Industrie-Beförderungs-Institut für die Stadt Gera", zu dem auch das vom Stifter ausdrücklich für unveräußerlich erklärte "von Wies´sche Landgut" in Debschwitz gehörte.
1840 Die letzten Stadttore verschwanden
ie Stadtmauer des mittelalterlichen Gera war mit fünf Stadttoren versehen. Im Stadtmauerring waren das Schlosstor, das Badertor, das Weidaer Tor, das Leumnitzer Tor und das Klotztor als Zugang zur Innenstadt errichtet worden. In diesem Jahr nun wurde das vorletzte der fünf Tore abgebrochen. Sie mussten der zunehmenden Industrialisierung weichen. Nur das Badertor stand noch fast ein halbes Jahrhundert.
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05.06.1843 Johann Gottlieb Lägel verstorben
ohann Gottlieb Lägel, geboren am 13. Dezember 1777, war Musiker und Kantor am bekannten Geraer Gymnasium (später das Goethegymnasium), welches im Jahr 1608 eingeweiht wurde. Bekannt wurde Johann Gottlieb Lägel auch als Komponist, insbesondere Kantaten sind erhalten geblieben. Im Alter von 65 Jahren verstarb er in seiner Heimatstadt.
1852 Ein bekannter Musiklehrer
ilhelm Tschirch (08.06.1818-06.01.1892) wurde im Jahre 1852 Musiklehrer am Geraer Gymnasium. (Später das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608.) Geboren wurde Wilhelm Tschirch in Lichtenau bei Lauban und studierte ab 1839 Kirchenmusik. Im Jahre 1852 erhielt er eine Anstellung als Kapellmeister, Kantor und Musikdirektor in Gera. Er war Mitbegründer des "Musikalischen Vereins" in Gera und des Männergesangsvereins "Geraer Liedertafel". Vor allem durch seine Komposition wurde Tschirch national wie auch international bekannt und fand breite Anerkennung für sein künstlerisches Wirken.

1915 Nahum Golan geboren
ahum Golan wurde 1915 als Norbert Spiegel als zweites Kind von Jakob Spiegel und Sara Spiegel in Gera geboren. Er besuchte in Gera die jüdische Schule und wechselte später auf das Rutheneum (Goethegymnasium).In Vorbereitung auf die geplante Auswanderung nach Palästina und der damit zu erwartenden handwerklichen Tätigkeiten als Siedler dort, verließ er 1932 das Gymnasium und begann in Gera eine Ausbildung zum Maurer. Seine Gesellenprüfung als Maurer konnte er nur unter der Bedingung machen, dass er sich verpflichtete danach nicht in Deutschland zu arbeiten und das Land dann verließ.Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er an der Seite der jüdischen Brigaden und nahm danach am Israelischen Unabhängigkeitskrieg, am Sinai-Krieg, am Sechs-Tage-Krieg und am Jomp-Kippur-Krieg teil. Später engagierte er sich in der Kibuz-Bewegung und war im diplomatischen Dienst tätig. 1991 verstarb Nahum Golan.
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11.1920 Exponate fürs Museum
iele Lehranstalten wie Gymnasien und höhere Schulen legten zu dieser Zeit eigene wissenschaftliche Sammlungen an. Meist waren sie mineralogischer oder naturwissenschaftlicher Art, oft waren es auch Tierexponate, die dem Anschauungsunterricht dienten. In diesem Monat überwies die Geraer Gebietsregierung die sogenannte "Landessammlung des Gymnasiums" (Goethegymnasium, Rutheneum) dem Museum der Stadt Gera.
15.02.1922 Wilhelm Rau geboren
ilhelm Rau war ein deutscher Indologe. Er wuchs in Gera auf und legte 1940 am Rutheneum (Goethegymnasium), an dem sein Vater Oberstudienrat war, das Abitur ab. Er begann anschließend an der Universität Leipzig ein Studium in den Fächern Indologie (bei Friedrich Weller), Vergleichende Sprachwissenschaft und Klassische Philologie, bevor er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war er zeitweise als Dolmetscher für Hindi bei der Indischen Legion eingesetzt. 1946 nahm er an der Universität Marburg sein Studium wieder auf, promovierte dort 1949 in Indologie bei Johannes Nobel mit einer Arbeit über Vallabhadevas Kommentar zu Maghas Sisupalavadha und habilitierte sich 1952 über Staat und Gesellschaft im Alten Indien. Nach einem zweijährigen Studienaufenthalt im indischen Shantiniketan übernahm er 1955 eine außerplanmäßige Professur für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, bevor er 1958 die Nachfolge Nobels als Ordinarius am damaligen Indisch-Ostasiatischen Seminar der Universität Marburg antrat. 1987 wurde er emeritiert. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernahm Rau 1992/93 nochmals einen Lehrauftrag für Indologie an der Universität Leipzig und zog aus Marburg zurück in seine Heimatstadt Gera, wo er am 29. Dezember 1999 verstarb. Seine umfangreiche private Fachbibliothek wurde im Jahr 2001 von der Universität Halle übernommen.
1925 Veränderungen am Gymnasium
uch am Gymnasium Rutheneum (Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608) wurden zu dieser Zeit realgymnasiale Klassen eingerichtet. Sie umfassen 1927/28 ca. 50 Prozent der Schüler. Damit blieb die Schule funktionsfähig und eine Vereinigung mit dem Realgymnasium wurde abgewendet.
01.04.1925 Die Handelsmittelschule in Gera
m Vortag war die Amthorsche Handelsrealschule geschlossen worden. Einen Tag später kam es zu Einrichtung einer Handelsmittelschule, welche auch als Amthorschule bekannt wurde. Außerdem kam es zur Wiederherstellung des in Umwandlung zu einem Reformgymnasium begriffenen Gymnasiums Rutheneum (später auch Goethegymnasium genannt) als humanistisches Gymnasium und zur Angliederung eines Realgymnasiums.
1928 Kaum noch Schüler
egen zu geringer Schülerzahl und fehlender Mittel im thüringischen Landeshaushalt soll die bekannteste Geraer Schule, das Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608, erneut mit dem Realgymnasium vereinigt werden. Die Fusion konnte jedoch verhindert werden.
01.1947 Auflösung des Gymnasiums
ie bekannteste Geraer Schule (Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608) wurde im Januar 1947 auf Weisung der Landesregierung aufgelöst. Sie hatte noch 50 Schüler in zwei Klassen. Diese beiden Klassen legten dort vorerst ihr letztes Abitur ab.
08.1951 Verlegung der Fachschule
ie "Pädagogische Fachschule" in Gera, beheimatet im Geraer Gymnasium (Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608) wurde an diesem Tag nach Altenburg verlegt Das Haus am Johannisplatz wurde damit frei. Die Oberschule II zog am 1. September 1951 (gemeinsam mit der "Kaufmännischen Berufsschule") in die Goethe-Schule am Johannisplatz ein, im Jahre 1954 zog die "Kaufmännische Berufsschule" dort wieder aus.
1959 Aus Gymnasium wurde EOS
ach dem neuen Bildungsgesetz in der DDR hieß die "Oberschule II", das im Jahr 1608 gegründete Rutheneum / Goethegymnasium, nun "Erweiterte Oberschule II - Goetheschule". Sie war als eine Schule mit verstärktem Fremdsprachenunterricht und führte die Klassen 9 bis 12.
12.09.1968 Christian Frank geboren
hristian Frank ist ein junger und recht bekannter Musiker der Stadt Gera und auch hier geboren. Er ist ein Dirigent, Komponist und Pianist. Seit 1994 leitet er den Konzertchor des Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera. Seine Leistungen als Chorleiter wurden unter anderem mit dem Dirigentenpreis beim Internationalen Chorwettbewerb in Budapest in Ungarn in den Jahren 1995 und 2005 ausgezeichnet. erfolgreiche Aufführungen seiner Kompositionen führten Christian Frank gemeinsam mit dem Konzertchor des Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 nach Weimar, Coburg und Berlin. (Stand Dezember 2009)
1989 Fremdsprachen lernen in Gera
ie bekannteste Schule in Gera, das Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 wie sie nach der politischen Wende genannt wurde, war nun eine Lehreinrichtung für verstärkten Fremdsprachenunterricht. Sie blieb allerdings vierstufig und führte Spezialklassen für Musik mit Internat.
1992 Ein besonderer Schulfilm
as "Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608" ist eine traditionsreiche Schule in Gera und war auf Initiative von Heinrich Reuß jüngere Linie "Posthumus" (1572-1635) gegründet worden. In diesem Jahr erfolgte die Übereignung des Films "Im Banne der Penne", welcher bei einem Klassentreffen des Abiturjahrganges 1933 entstanden war. Ein wichtiges Zeitdokument aus einer schwierigen Zeit, als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht an sich gerissen hatten.
1995 Der Chorwettbewerb in Ungarn
eim Internationalen Chorwettbewerb in Budapest ersang sich der Chor des Goethegymnasiums den ersten Platz und erhielt auch den Sonderpreis des Deutschen Sängerbundes. Insgesamt beteiligten sich 62 Chöre aus 15 Ländern an dem Wettbewerb. An den aus Gera stammenden Christian Frank wurde ein Dirigentenpreis vergeben.
1995 Zurück zu den Wurzeln
n Besinnung auf die fast 400-jährige Schultradition erhält die bekannteste Schule der Stadt den Namen "Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608". Der Name war eine Aneinaderreihung der Schulhistorie. Gegründet als Rutheneum von Heinrich Reuß "Posthumus" im Jahr 1608, hatte die Schule zum 200. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) den Namen "Goetheschule" erhalten. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es ein Gymnasium und danach wurde aus dem Gymnasium eine EOS (Erweiterte Oberschule).
1996 Schulpreis fürs Rutheneum
ie Verleihung der Schulpreismedaille für das "Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608" wurde im Jahr 1996 gefeiert. Der Preis war erstmalig nach 1944 wieder vergeben worden. Maßgeblich daran beteiligt war der Förderverein des Gymnasiums, welcher sich nach der politischen Wende von 1989 / 1990 gegründet hatte.

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18.01.2015
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