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27.11.1958 Gerd Meixner geboren
ls Gerd Meixner zum Ende der 1950er Jahre in Gera zur Welt kam, war die DDR in der er aufwachsen sollte noch keine 10 Jahre alt. Später, als freischaffender Tontechniker in der Stadt tätig, wurde sein Interesse an der Politik und der Veränderung der Gesellschaft so stark, dass er sich in der Zeit der politischen Wende in Gera für die neue Bürgerbewegung engagierte. Er wurde an der Seite des bekannten Geraer Pfarrers Roland Geipel einer der wichtigsten Wende-Protagonisten und maßgeblich an der Auflösung der Staatssicherheit in Gera beteiligt. Von 1989-1990 gehörte er dem Auflösungsstab in Gera mit an. Durch den Einsatz von mutigen Geraern wie ihm war der Wind der Veränderung durch alle Gesellschaftsräume geströmt und hatte der Freiheit im Osten Deutschland endgültig den Weg geebnet.
20.03.1990 Aus einem Interview mit Gerd Meixner
er Geraer Gerd Meixner, zu dieser Zeit freischaffender Tontechniker und Mitglied im Bürgerkomitee, sagte in einem Interview vom 4. November 2005 über die Zeit der politischen Wende und dem Verdacht der Unterwanderung des Geraer Bürgerkomitees folgendes: "Es gab auch noch eigenartige Begebenheiten, die wir uns nicht erklären können. Wir haben an einem Tag besprochen, was wir am nächsten Tag machen wollen, Als wir dies dann am nächsten Tag tun wollten, waren dort die Akten schon beräumt oder das Siegel aufgebrochen. Ich denke schon, dass bis März 1990 durch ungeklärte Wege auch noch Akten verschwunden sind." [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang GA Gera]
31.03.1990 Gerd Meixner über die Veranstaltung in der BV von diesem Tag
erd Meixner, zu dieser Zeit freischaffender Tontechniker und Mitglied in BK (Bürgerkomitee) hatte der Veranstaltung beigewohnt, in der der ehemalige Geraer Stasi-Chef Michael Trostorff verbal hart angegangen worden war. Am 4. November 2005 sagte er in einem Interview zu diesem Tag folgendes: "An die Veranstaltung in der Bezirksverwaltung (BV), wo das BK eingeladen hatte, erinnere ich mich sehr gut. es war eine sehr aufgeheizte Stimmung gewesen, doch gefiel mir die Veranstaltung an sich sehr gut. Sie war emotional ausgerichtet und informierte die Bürger der Stadt über die Machenschaften der Staatssicherheit. Sicherlich wurde Herr Trostorff sehr hart angegangen und es war auch eine Situation, die kurz vorm Eskalieren war. zu beneiden war er in dieser Situation nicht, aber er hat es ja ganz gut überstanden." [Quelle Interview mit Gerd Meixner vom 4.11.2005]
10.04.1990 Beratung im Geraer Bürgerkomitee
ilfried Schulz, 1989 Mitarbeiter in der Zivilverteidigung beim Rat des Bezirkes Gera, wurde vom Bürgerkomitee als Leiter Arbeitsstabes bestätigt. Weiterhin wurden in den Arbeitsstab Andreas Bley, Gerd Meixner und Reinhard Keßler aufgenommen. Außerdem wurde eine Untersuchungsgruppe im Bürgerkomitee gegründet, um die Arbeit des Ministerium für Staatssicherheit bewerten zu können. Mitglieder dieser Untersuchungsgruppe wurden Pfarrer Roland Geipel, Michael Beleites, Andreas Schmidt, Silvio Nitschke, Reinhard Keßler und Andreas Bley. [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang GA Gera]
03.05.1990 Gerd Meixner und die Maurer
er Tontechniker und Mitglied des BK Gerd Meixner erinnerte sich zum Thema Stasi-Auflösung am 4. November 2005 an folgendes: "Es waren immer viele Leute im Archiv gewesen. Es waren Leute des BK (Bürgerkomitee), also Michael Beleites und Roland Geipel, in den Archiven, aber auch Mitarbeiter des MfS (Stasi). Das hatte uns auch veranlasst die Akten einzumauern, weil wir gar keinen anderen Überblick hatten, wer da jetzt im Archiv ist und vielleicht noch Akten an sich nimmt. Von Seiten des BK hatte ich gemeinsam mit .... beschlossen, das Archiv endgültig zu sichern. So habe ich mir einen Auftrag von dem Chef des Rat des Bezirkes, Dr. Luck, ausstellen lassen, in dem das Archiv einseitig von der Firma ... zugemauert worden ist. Auf der anderen Seite wurden von der Firma Stahlbau ... Gitter angefertigt und die drei Schlösser angebracht. Jeweils das BDVP (Bezirksdirektion Volkspolizei), die StA (Staatsanwaltschaft) und das BK erhielten einen Schlüssel, so dass fortan nur noch die Möglichkeit bestand, dass diese drei Partner gemeinschaftlich das Archiv öffnen konnten"
08.05.1990 Nun waren die Akten hinter der Mauer
achdem am 3. Mai 1990 das Mitglied der Bürgerkomitee, Gerd Meixner, die ersten Akten hatte einmauern lassen, macht das BK nun Nägel mit Köpfen und mauerte die andern Akten, um sie vor Vernichtung oder Manipulation zu schützen, auch ein.
07.09.1990 Mitarbeiter im Sonderausschuss
einhard Keßler, 1989 Hausmeister in einer Geraer Jugendherberge und Mitbegründer des Geraer Bürgerkomitee und Gerd Meixner, Tontechniker und Mitglied beim Geraer Bürgerkomitee wurden als Mitarbeiter im Sonderausschuss der VK (Volkskammer) eingestellt.

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