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17.07.1889 Curt Böhme geboren
er in Sayda im Erzgebirge geborene Curt Böhme war vom 9. September 1948 bis zum 19. Dezember 1956 Oberbürgermeister in Gera. Er verstarb einen Tag vor Heilig Abend im Jahr 1968 in Gera. Er musste sein Amt 1956 aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Am 7. Januar 1987 wurde eine Straße in Gera nach ihm benannt.
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1891 Georg Boock geboren
eorg Boock war Sohn eines Berliner Lokführers, absolvierte das Realgymnasium und machte danach eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten. Ab dem Jahr 1911 war er in der städtischen Verwaltung in Berlin-Neukölln tätig und schloss ein Abendstudium der Volks- und Finanzwirtschaft und in Jura an. Im zweiten Jahr des Ersten Weltkrieges (1914-1918) wurde er zur Front eingezogen und geriet in Gefangenschaft. Im Jahr 1919 wurde er Leiter des Versorgungsamtes in Berlin-Neukölln, trat der USPD (Unabhängige SPD) und 1922 der SPD bei. Im Jahr 1921 war er nach Thüringen berufen worden und bis zum Jahr 1927 Bürgermeister von Gera-Langenberg bzw. Meuselwitz. Er übernahm Funktionen im Thüringer Städtebund und im Reichsstädtebund und war ab 1927 Bürgermeister von Wurzen in Sachsen. Als SPD-Mitglied wurde er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nicht mehr im Amt geduldet und des Amtes enthoben. Er gründete im gleichen Jahr ein Steuerbüro in Leipzig und knüpfte Kontakte zur Widerstandsgruppe Schumann-Engert-Kresse. Im Jahr 1944 wurde er verhaftet und ins Zuchthaus gebracht. Im Juli 1945 wurde er befreit, trat in die KPD ein und kehrte in sein Amt in Wurzen zurück. Im Juli 1946 erfolgte seine Berufung zum Oberbürgermeister von Erfurt. Gegen das geltende Wahlgesetz wo geschrieben stand, dass das Amt des OB der LPD als stärkster Partei zustand, setzte die SMA (Sowjetische Militäradministration) Georg Boock als OB durch und er übte es bis 1961 aus. In den Jahren 1946 bis 1948 unterstützte er Curt Böhme, später OB in Gera, im Kampf um den Selbstverwaltungsgrundsatz in der SED. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre war er an dem begrenzten Erfolg bei der Zurückdrängung des Zentralismus in der Verwaltungsarbeit der DDR beteiligt. Er verstarb im Jahr 1961. (Die Schumann-Engert-Kresse-Gruppe gehörte in den Jahren 1943/44 zu den aktivsten Widerstandsgruppen Deutschlands gegen das nationalsozialistische Regime. Ab 1941 baute Georg Schumann in Leipzig zusammen mit Otto Engert und Kurt Kresse eine der größten kommunistischen Widerstandsgruppen auf. Die Gruppe orientierte sich am Nationalkomitee Freies Deutschland, stellte aber, ähnlich wie die Knöchel-Seng-Gruppe im Ruhrgebiet, ihre sozialistischen Ziele (Enteignung der Großindustrie usw.) deutlicher heraus, als das die Moskauer Exilführung der KPD zu dieser Zeit tat. Im Sommer 1944 begann die Verhaftungswelle der Gestapo. Im Juli wurden Schumann, Engert und Kresse verhaftet. Sie wurden schwer gefoltert, damit sie weitere Namen von Mitgliedern preisgeben sollten, blieben aber standhaft und retteten so vielen anderen Widerstandskämpfern vermutlich das Leben. Im November 1944 verurteilte der Volksgerichtshof in Dresden sie zum Tod, am 11. Januar 1945 wurden die drei im Hof des Dresdner Landgerichts hingerichtet.)
25.05.1901 Otto Aßmann geboren
tto Aßmann, geb. am 25. Mai 1901 in Königsberg und verst. am 14. August 1977 in Karl-Marx-Stadt (später wieder Chemnitz) war von 1949 bis 1954 Oberbürgermeister von Zwickau in Sachsen und von 1956 bis 1958 Oberbürgermeister von Gera in Ostthüringen.
Zusatzinformationen
09.06.1915 Ein offener Brief
uf Karl Liebknechts (1871-1919) Initiative hin, forderten zirka 1000 Funktionäre der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) aus dem gesamten Deutschland in einem Schreiben an den Parteivorstand und die Reichstagsfraktion die Kündigung des Burgfriedens und den entschlossenen Kampf für den Frieden. Diesen als Flugblatt verteilten offenen Brief unterschrieben mindestens 54 Thüringer Funktionäre der SPD und der Gewerkschaften, an der Spitze der Gothaer Partei- und Gewerkschaftsleitung, denen sich die komplette Landtagsfraktion anschloss. Erfurt und Sömmerda bildeten weitere Schwerpunkte der Unterzeichner, daneben Jena, Nordhausen und Gera. Auch kleinere Städte wie Waltershausen und Schmalkalden waren vertreten. Die 18 Thüringer Gewerkschafter waren zumeist Vorsitzender örtlicher Zahlstellen von Berufsverbänden (der Schuhmacher, der Porzellanmacher, der Transportarbeiter) sowie der Vorsitzende des Ortskartells in Gera. Zu den Parteifunktionären gehörten mehrere Ortsvereinsvorsitzende und der Vorsitzende des Wahlvereins Erfurt-Schleusingen-Ziegenrück. Auch die Redakteure zweier Zeitungen ... waren vertreten, auch der Bezirkssekretär der Thüringer Arbeiterjugend Curt Böhme (später Oberbürgermeister in Gera). (Quelle: Dokumente und Materialien zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung Bd. 1. Berlin 1958, Seite 69-1985, )
23.04.1948 Der Anfang der Planwirtschaft
it dem Einmarsch der sowjetischen Besatzer im Jahr 1945 wurde auf dem Territorium auf dem im Oktober 1949 die DDR gegründet wurde, planmäßig der Sozialismus aufgebaut. Es begann 1946 mit der Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED, ging weiter mit dem Aufbau eines Geheimdienstes und gipfelte in der Gleichschaltung und Enteignung der Wirtschaft nach sowjetischem Vorbild. Obwohl die Planwirtschaftsrhetorik und der Druck auf die Effektivierung der Verwaltungsstrukturen seit Anfang des Jahres 1948 das Klima in den Beratungen der Spitzen spürbar veränderte, konnte sich Richard Eyermann (1898-1971) nicht wirklich durchsetzen, so dass er auf der Sitzung des Beirates am 23. April 1948 die Notwendigkeit sah, dass "die Partei in der nächsten Zeit ... grundlegend dazu Stellung nimmt, ob die Selbstverwaltung weiter ausgebaut werden soll oder nicht." Die Antwort kam recht schnell, denn in der nächsten Beratung am 17. September 1948 berichtete Georg Boock (1891-1961) über die Referate von Walter Ulbricht (1893-1973) und Kurt Fischer (1900-1950) auf der jüngsten "Verwaltungskonferenz" zur Rolle von Partei, Verwaltung und Polizei "beim Aufbau". Hier wurde der bevorstehende Übergang zum Prinzip der Einzelleitung als politischer Paradigmenwechsel (Wandel grundlegender Rahmenbedingungen für einzelne wissenschaftliche Theorien) für die ganze Ostzone greifbar. Der von Walter Ulbricht persönlich als "Opportunist" angegriffene Curt Böhme, später Oberbürgermeister von Gera, leistete dem im Thüringer SED-Sekretariat Widerstand. ... gab immerhin auch Werner Eggerath, später Ministerpräsident in Thüringen, Curt Böhme Rückendeckung und kennzeichnete den Vorstoß Ulbrichts auf der Berliner Verwaltungskonferenz offen als einen nicht legitimierten Alleingang. Von einem politischen Vorgehen gegen dieses Aushebeln der innerparteilichen Demokratie war die Thüringer Parteileitung allerdings weit entfernt. Ende des Jahres 1948 kam es mit der Richtlinie des Zentralsekretariats zum "Verbesserung der Parteiarbeit in den Verwaltungen" und Anfang 1949 mit einer umfassenden Kontrolloffensive der Besatzungsmacht zur offiziellen Umsetzung der Einzelleitungsstruktur in der gesamten öffentlichen Verwaltung und zur Entmachtung der Volksvertretungen. Bereits im September 1948 hatte man Curt Böhme aus der Position des Hauptverantwortlichen in der staatlichen Verwaltung Thüringens für die Entwicklung der Kommunalpolitik entfernt und auf den Posten des Geraer Oberbürgermeisters abgeschoben. (Quelle: Beschluss des Zentralsekretariats über die Verbesserung der Parteiarbeit in der Verwaltung vom 15. November 1948, ThHStAW, MdI Nr. Nr. 183, Bl.19-23.)
09.09.1948 Rücktritt des Oberbürgermeisters
egen seiner Ernennung zum Landgerichtspräsidenten trat Doktor Bloch vom Amt des Oberbürgermeisters zurück. Ministerialdirektor Curt Böhme wurde durch die Stadtverordneten mit 49 Stimmen, bei 2 Enthaltungen, zum neuen Oberbürgermeister ernannt. Curt Böhme ( geb. 1889 gest. 1968) war von Beruf Feinmechaniker und arbeitete bis 1923 bei der Firma Carl Zeiss in Jena. Während des Zweiten Weltkrieges überlebte er seine Inhaftierung im Konzentrationslager in Buchenwald.
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24.12.1948 Es wurde weihnachtlich im Krankenhaus
er erste optimistische Krankenhausbericht nach dem Krieg erschien 1948 war recht sentimental, was nach den schweren Zeiten und der Nachkriegsnot sehr verständlich war. Dort war zu lesen, dass der Thüringer Ministerpräsident, von 1947-1952 Werner Eggenrath (1900-1977), als Weihnachtsüberraschung 50 Kilogramm Süßwaren an das Geraer Krankenhaus schickte und Oberbürgermeister Curt Böhme diese in 25 Kilogramm für die kranken Kinder und 25 Kilogramm für alle andern aufteilte. Seit dieser Zeit waren Besuche aller nachfolgender Oberbürgermeister der Stadt am Heiligen Abend im Krankenhaus eine schöne Tradition.
29.03.1949 Probleme in der Wasserversorgung
er Geraer Oberbürgermeister Curt Böhme informierte im "Thüringer Blatt" über die Probleme der Wasserversorgung. Das System der städtischen Wasserversorgung war zu einem erheblichen Teil auf einem stetigen Quellwasserzulauf aufgebaut. Da dieser nicht mehr ausreichte, musste nun Wasser aus Tiefbrunnen gewonnen werden. Dieser waren jedoch noch mit völlig veralteten Pumpen ausgerüstet. Verschiedene Hitzeperioden, so der Rekordsommer 1947 und der trockene Herbst 1948, verschlimmerten die Situation zusätzlich. Die Geraer wurden aufgerufen, den Wasserverbrauch zu senken.
17.07.1949 Curt Böhme wurde 60
er Geraer Oberbürgermeister Curt Böhme (1889-1968) feierte in Gera an diesem Tag seinen 60sten Geburtstag. Der Stadtrat gratulierte dem SED-Parteimitglied herzlich zum Wiegenfest. Am 7. Januar 1887 wurde im Geraer Neubau-Stadtteil Lusan eine Straße nach ihm benannt.

03.1953 Aufbau des NAW
it einem Großeinsatz in Gera begann das NAW (Nationales Aufbauwerk) seine Arbeit. Allein an einem Sonntag im März des Jahres 1953 hatten 57 Aufbauhelfer 163 Kubikmeter Erde ausgeschachtet und  11.300 Ziegel geputzt und gesetzt. Gearbeitet wurde unter anderem in der Plauenschen Straße, in der Kindertagesstätte „Curt Böhme“, Herderstraße, und der Ruine des Konsums on der Bachgasse.
18.06.1953 Oberbürgermeister Curt Böhme gab einen Überblick
n einer Ratssitzung der Stadt Gera von diesem Tag kamen die Geschehnisse des 17. Juni kaum zur Sprache. Oberbürgermeister Curt Böhme, welcher in Gera nicht sehr beliebt war, gab einen kuren Überblick über die neusten Verordnungen des DDR-Ministerrates. Daran schloss sich eine Aussprache über die politischen Ereignisse der letzten Tage an, auf Grund deren sowohl in der Hauptstadt Berlin als auch in Gera der Ausnahmezustand verhängt worden war. Im Zusammenhang damit hatten in verschiedenen Bäckereien der Stadt wieder Hamsterkäufe stattgefunden. Es wurden deshalb Maßnahmen zur Ermittlung der Vorräte getroffen, damit keine Stockungen im Verkauf eintreten konnten. (Der Aufstand selbst, welcher beinahe das Ende der DDR bedeutet hatte, und nur durch die militärische Hilfe der russischen Panzer beendet werden konnte, schien da schon fast vergessen, was er allerdings nicht war, denn er wurde geflissentlich totgeschwiegen.)
23.06.1953 Der Oberbürgermeister schrieb an die Stasi
er Geraer Oberbürgermeister und zugleich Vorsitzende des Rates der Stadt Gera Curt Böhme (1889-1968) schrieb an diesem Tag an das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) folgende Bemerkung. "Wie wir feststellen, nahm an der am 17.6.1953 stattgefundenen Demonstration auch Mitarbeiter unserer Abteilung Finanzen-Unterabteilung Abgaben-teil. Durch die Parteileitung und den Abteilungsleiter wurden die Kollegen wegen ihrer Teilnahme gehört. Wir geben ihnen nachfolgendes Ergebnis bekannt: ... [Benennung von sechs Mitarbeitern, Beschreibung ihrer Aktivitäten] ... allgemein kann festgestellt werden, das keiner der Vorgenannten bewusst mit dem Gegner zusammengearbeitet hat. Fest jedoch steht, dass die Obengenannten aufgrund ihrer ungenügenden politischen Kenntnisse zu den Menschen gehören, die sich sehr leicht vom Gegner beeinflussen und missbrauchen lassen." (Curt Böhme war nicht sehr beliebt in der Stadt und mit der Bespitzelung der Mitarbeiter wurde sein Ruf auch nicht besser.)
19.12.1956 Ein neuer Oberbürgermeister
er Geraer Oberbürgermeister Curt Böhme wurde an diesem Tag zum Jahresende 1956 herzlich aus seinem hohen städtischen Amt verabschiedet und im gleichen Atemzug zum Ehrenbürger der Stadt Gera ernannt. Zum neuen Oberbürgermeister wurde Herr Otto Assmann gewählt. Otto Assmann war zuvor langjähriger Oberbürgermeister der Stadt Zwickau. Bereits ein Jahr vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister in Gera war er hier als Stellvertreter des Oberbürgermeisters tätig.
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19.12.1956 Ein neuer Oberbürgermeister in Gera
n Gera war Otto Aßmann (25. Mai 1901 - 14. August 1977) kurzzeitig stellvertretender Oberbürgermeister und wurde am 19. Dezember 1956 als Nachfolger Curt Böhmes zum Oberbürgermeister gewählt. Unter seiner Amtszeit wurden unter anderem die Technische Berufsschule der SDAG Wismut und das "Haus des Bergmanns" in der Berliner Straße eröffnet. Am 29. Juni 1958 legte er den Grundstein für den Aufbau des "sozialistischen Stadtzentrums" in Gera. Otto Aßmann übte das Amt des Geraer Oberbürgermeisters bis Ende 1958 aus, verzog dann 1959 nach Karl-Marx-Stadt und wurde dort Kaderleiter. Er verstarb im August 1977 auch in Karl-Marx-Stadt, die Stadt im Freistaat Sachsen, welche nach der politischen Wende ihren ursprünglichen Namen "Chemnitz" zurück erhielt.
19.12.1956 Der erste Ehrenbürger nach 1945
urt Böhme, geboren am 17. Juli 1889 in Sayda, Erzgebirge und verstorben am 23. Dezember 1968 in Gera, war ein deutscher Politiker (SPD, später SED) und Oberbürgermeister der Stadt Gera von 1948 bis 1956. Der Sohn eines Sattlers absolvierte in Freiberg eine Ausbildung zum Feinmechaniker, ging dann auf Wanderschaft und wurde bei Carl Zeiss in Jena angestellt. Bereits frühzeitig engagierte er sich politisch; zu Ostern 1916 organisierte er mit Karl Liebknecht die "Osterkonferenz der Jugend" in Jena. Im Jahr 1944 wurde Böhme im KZ Buchenwald inhaftiert, wo er die Befreiung des Lagers am 11. April 1945 miterlebte. Er gehörte zu den Mitunterzeichnern des Buchenwalder Manifests. Ab 1945 übte er verschiedene Funktionen in der Thüringer Landesverwaltung aus und war 1946 maßgeblich an der Vereinigung von SPD und KPD zur SED beteiligt. Am 9. September 1948 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung als Nachfolger Friedrich Blochs zum ersten SED-Oberbürgermeister von Gera gewählt. In seine Amtszeit fiel die Gründung der DDR am 7. Oktober im Jahr 1949. Am 19. Dezember 1956 wurde Curt Böhme von der Stadtverordnetenversammlung als Oberbürgermeister verabschiedet und zugleich, als erste Person nach 1945, zum Ehrenbürger der Stadt Gera ernannt.
30.09.1957 Ernst Paul Kretschmer gestorben
rnst Paul Kretschmer war der erste richtige Stadtarchivar in Gera. Geboren wurde er am 24. Februar 1887 in Gera. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer baute er das Geraer Stadtarchiv auf. Eine ausführliche Biografie ist in den Zusatzinformationen zu finden.

Zusatzinformationen
14.08.1977 Otto Aßmann verstorben
tto Aßmann, geboren am 25. Mai 1901 in Königsberg, war von 1949 bis 1954 Oberbürgermeister von Zwickau und von 1956 bis 1958 Oberbürgermeister von Gera. Er war das älteste von zehn Kindern eines Metallarbeiters und erlernte nach dem Abschluss der siebenklassigen Volksschule und einer Beschäftigung in der SPD-Druckerei den Beruf eines Drehers. Da seine Eltern in der SPD organisiert waren, kam Aßmann frühzeitig mit der Arbeiterbewegung in Kontakt. Er trat 1915 der Arbeiterjugend, 1918 der USPD sowie 1922 der SPD bei. Im März 1933 wurde er für die SPD in die Gemeindevertretung von Königsberg gewählt. 1937 begann Aßmann nach längerer Arbeitslosigkeit eine Tätigkeit als Motorenschlosser im Werk Königsberg der Lufthansa. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1941 einem Front-Reparatur-Kommando als Motorenschlosser zugeteilt und erst im März 1945 zur Wehrmacht eingezogen. Im August 1945 kam er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er bereits im Oktober 1945 wegen Krankheit entlassen wurde. Ab November 1945 ließ er sich daraufhin in Zwickau nieder. Er engagierte sich dort in der SPD, bis diese 1946 in der SED aufging. Von Mai 1949 bis Juni 1950 war er 2. Kreissekretär der SED in Zwickau. Im Juni 1949 und erneut im Dezember 1950 wählte ihn die Zwickauer Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister. Wegen disziplinarischer Vergehen wurde er am 18. Februar 1954 von diesem Amt entbunden. Daraufhin arbeitete er bis Oktober 1955 als Werkleiter im VEB Zwickauer Steinzeugwerk. In Gera war Aßmann kurzzeitig stellvertretender Oberbürgermeister und wurde am 19. Dezember 1956 als Nachfolger Curt Böhmes zum Oberbürgermeister gewählt. Unter seiner Amtszeit wurden unter anderem die Technische Berufsschule der SDAG Wismut und das "Haus des Bergmanns" in der heutigen Berliner Straße eröffnet. Am 29. Juni 1958 legte er den Grundstein für den Aufbau des "sozialistischen Stadtzentrums" in Gera. Aßmann übte das Amt des Geraer Oberbürgermeisters bis Ende 1958 aus, verzog dann 1959 nach Karl-Marx-Stadt und wurde dort Kaderleiter. In Karl-Marx-Stadt, nach der politischen Wende in der DDR von 1989/90 wieder Chemnitz, verstarb Otto Aßmann auch im August 1977.
06.01.1979 In der Volkswacht geblättert
ie Zeitung „Volkswacht“ war das „Organ der Bezirksleitung Gera der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“. Allen nach 1980 geborenen Geraern könnte der DDR-Sprachgebrauch missverständlich erscheinen, aber so schrieb man nun mal im realen Sozialismus in einer Tageszeitung. Die älteren Geraer werden sich sicher gut erinnern, die einen amüsiert und die anderen mit Erschrecken.
Zusatzinformationen
04.1981 Wieder ein neuer Schulname
iesmal erhielt die 25. Polytechnische Oberschule (POS) in Gera Lusan einen neuen Namen. Sie hieß nun "Curt Böhme". Curt Böhme (1889-1968) war ein ehemaliger Geraer Oberbürgermeister und von 1948-1956 im Amt. Mit dem Ausscheiden aus dem Rathaus wurde er einer der Geraer Ehrenbürger.)
07.01.1987 Wie die Curt Böhme Straße entstand
n diesem Tag wurde im Geraer Neubaustadtteil Bieblach-Ost eine Straße nach dem ehemaligen Geraer Oberbürgermeister Curt Böhme (17.07.1889-23.12.1968) benannt. Böhme war Antifaschist und saß in Buchenwald ein. Nach der Befreiung engagierte er sich in der neues SPD und wurde am 9. September 1948 in Gera zum Oberbürgermeister gewählt. Gesundheitsbedingt trat er 1956 von seinem Amt zurück und wurde am gleichen Tag zu Ehrenbürger der Stadt ernannt.
1991 Aus "Curt Böhme" wurde "Wilhelm Busch"
urt Böhme, geboren am 17. Juli 1889 in Sayda, Erzgebirge und verstorben am 23. Dezember 1968 in Gera, war ein deutscher Politiker (SPD, später SED) und Oberbürgermeister der Stadt Gera von 1948 bis 1956. Im Jahr 1978 erhielt die damals neu eröffnete 25. POS (Polytechnische-Oberschule) im Stadtteil Gera-Lusan, den Namen "Curt Böhme" zur Erinnerung und als Ehrung an den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Gera. Ein Jahr nach der politischen Wende und der deutschen Wiedervereinigung wurde die Schule im Jahr 1991 zur Grundschule 6 und erhielt 1997 den Namen Wilhelm Busch. (Heinrich Christian Wilhelm Busch (15. April 1832 - 9. Januar 1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Die Geschichten um "Max und Moritz" sind aus seiner Feder.) Die Stadt trennte sich nun nach und nach von den kommunistischen Altlasten, sprich Namensgebern für Straßen, Schulen und Institutionen.

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18.01.2015
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