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1364 Ersterwähnung von Bad Köstritz
er Ort Köstritz fand als Kostricz, eine slawische Siedlungsgründung, erstmals auf einer Pfändungsurkunde 1364 Erwähnung. Eine Burg existierte seit Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie lag wahrscheinlich auf dem Kirchberg. Von da hat man mit der Anlage das Tal der Elster und den Flussübergang kontrollieren und sichern können. Die Stadt ist aus zwei mittelalterlichen Herrensitzen hervorgegangen. Zunächst gehörte die Stadt zur Markgrafschaft Meißen, 1364 kam Köstritz an die Reußen. Das Schloss wurde 1689 und 1704 gebaut. Seit 1543 wurde das gewerbemäßige "Ausschenken" von Bier der Fürstlich-Reußschen Bierbrauerei in der unteren Schenke (heute: Goldener Löwe) erlaubt. 1689 bis 1704 wurde anstelle der Burg ein neues Schloss errichtet. Im Jahre 1690 gründen die reußischen Grafen von Schleiz für eine Nebenlinie Reuß-Schleiz-Köstritz ein Paragium (Reuß jüngerer Linie), das bis 1918 bestand. Um 1804 wurde in der Elster-Aue der Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet. Der Dahlienzüchter Christian Deegen gründete 1826 eine Gärtnerei und leitete damit den Ruf des Ortes als Blumenstadt ein. Christian Glenck eröffnete 1831 auf der Pohlitzer Flur die Saline Heinrichshall, die allerdings 1909 ihre Produktion einstellte und mit der 1845 errichtete Chemische Fabrik vereinigt wurde. Im Jahre 1845 richtete Adolf Sturm eine Badeanstalt ein, die 1865 durch Neubau eines Kurhauses und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bedeutend erweitert wurde. Das landwirtschaftliche Institut des Dr. Hans Settegast siedelte sich 1886 in Köstritz an. Daraus entwickelte sich mit einem 1903 errichteten Institutsgebäude die Höhere Gärtner-Lehranstalt, die 1943 für ein Lazarett ausgelagert und 1945 geschlossen wurde. An dieser Lehranstalt legte u.a. Ferdinand Tutenberg sein Examen ab. Im Jahre 1911 wurde das neue Thüringer Frauenasyl am Goldbach eingeweiht. In Pohlitz entstand 1912 ein neues Schulgebäude. Im Jahre 1919 wurde mit der Erschließung der Gebind als Wohnungsbaugebiet begonnen. Ab 1926 durfte der Ort sich Bad Köstritz nennen. Das Thüringer Ministerium verlieh ihm dann 1927 offiziell das Stadtrecht. Im Jahre 1933 begann die Elsterregulierung von Gera-Thieschitz über Bad Köstritz bis Caaschwitz, mit ihr in Verbindung standen erste große Veränderungen im Köstritzer Park. Es folgte der Bau eines Freibades mit 5-m-Sprungturm 1936 im Zusammenhang mit der Elsterregulierung am Paradies. Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 mussten Zwangsarbeiter aus den von Deutschland besetzten Ländern im kriegswichtigen Chemiewerk und in der Schwarzbierbrauerei Zwangsarbeit leisten.[3] Im Jahre 1942 wurde der ehemalige Leiter des Thüringer Frauenasyls Werner Sylten im KZ Dachau ermordet. Ab 1943 war Bad Köstritz Lazarettstadt. In der Nacht zum 13. April 1945 wurde eine Kolonne von Häftlingen des KZ Buchenwald auf einem Todesmarsch durch den Ort getrieben, wobei 43 Personen durch den Terror der SS ihr Leben verloren. Die zunächst an verschiedenen Stellen Verscharrten wurden auf den Friedhof umgebettet und mit einer Gedenkanlage geehrt. Ein Gedenkstein an der Staatlichen Regelschule in der Hergerstraße erinnert ebenfalls an sie. Im April 1945 besetzten US-Truppen den Ort, Anfang Juli wurden sie von der Roten Armee abgelöst. Damit war Bad Köstritz in die Sowjetische Besatzungszone eingegliedert, ab 1949 in die DDR. Im Jahr1948 wurde die Fürstliche Brauerei, deren letzter Inhaber Rudolf Zersch war, verstaatlicht. Im Jahre 1948 konnte die Wiedereröffnung des Kurhauses als Rheumasanatorium begangen werden. 1953 wurde eine Brücke des Friedens über die Elster mit ca. 800 Metern Spannweite im Zuge einer neuen Fernverkehrsstraße durch den Park eingeweiht - die erste Großbaustelle der Stadt nach 1945. 1969 wurde der Westflügel des Schlosses abgerissen, 1972 der Hauptflügel. Das erste gemeinsame Dahlienfest des Gemeindeverbandes Bad Köstritz wurde 1979 im Park gefeiert. Im Jahre 1985 erfolgte die Rekonstruktion und Neueinweihung der Heinrich-Schütz-Gedenkstätte anlässlich des 400. Geburtstages des Komponisten. Im Jahr1990 wurde das Kurhaus geschlossen und sieben Jahre später abgerissen. Das Wohngebiet Am Rosenhügel sowie die Wohnparks Am Birkenhain und Am Erlicht wurden seit 1993 errichtet. Das modernisierte Freizeit- und Erholungsbad und eine Beach-Volleyball-Anlage wurden 1998 eröffnet. Ein Jahr später folgte die Eröffnung der Seniorenresidenz Karlskrona auf dem Gelände des ehemaligen Kurhauses.
28.01.1798 Christian Deegen geboren
hristian Michael Daniel Deegen, geboren am 28. Januar 1798 in Kahla und verstorben am 1. Dezember 1888 in Köstritz, galt als erster deutscher Dahlienzüchter. Er gründete 1826 in Köstritz bei Gera die erste kommerzielle Dahliengärtnerei in Deutschland. Schon 1812 züchtete Deegen als Vierzehnjähriger seine ersten Dahlien aus Knollen einfachblühender Exemplare, die er aus dem Schlosspark Belvedere in Weimar erhalten hatte. 1824 zog er nach Köstritz und kaufte das Fürstliche Palais mit dem dahinterliegenden Garten. Ab 1826 betrieb Christian Deegen dank eines Lottogewinns die erste deutsche Handelsgärtnerei für Dahlien und züchtete dort weitere Sorten. Er erstellte Kataloge mit seinen Züchtungen und versand die Bestellungen bis nach Frankreich, Norwegen und Russland. So verhalf er der Dahlie zu einer weiten Verbreitung auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Die älteste noch im Handel befindliche deutsche Dahliensorte ist die 1881 von Deegen gezüchtete Kaiser Wilhelm I., eine orangenfarbene Balldahlie. In der Folge des Wirkens von Christian Deegen gründeten sich mehrere Gartenbaubetriebe in und um Köstritz, die zum Teil heute noch als Betrieb Paul Panzer, Gartenbaubetrieb Schade und Betrieb Franz Deegen - Nachf. bestehen. 1928 wurde der noch heute existierende erste Dahliengarten der Welt in Gera angelegt. Anlässlich der Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007 wurde das Dahlien-Zentrum Bad Köstritz eröffnet und beherbergt neben einer Dauerausstellung mit einem Schau- und Lehrgarten und das Deutsche Dahlien-Archiv. Zu Ehren der Dahlie und der Dahlienzucht findet in Bad Köstritz das alljährliche Dahlienfest statt. Im festlichen Rahmen wird jeweils für ein Jahr die Dahlienkönigin gewählt. Eine ihrer Aufgaben ist es, die Sieger der Wahl der Schönsten Dahlie bekanntzugeben und zu ehren.
1826 Geraer Gärtner in Köstritz
ie Gera benachbarten Kleinstadt Bad Köstritz wurde nicht nur durch ihr Bier berühmt, sondern auch durch eine Dahlienschau im dortigen Dahliengarten. Angelegt wurde dieser Garten allerdings von den bekannten Geraer Handelsgärtnern Christian Deegen, Johann Sieckmann, und Ernst Herger, welch 1826 in Köstritz eine gewerbliche Rosen- und Dahlienzucht gegründet hatten.

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18.01.2015
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