Rolle oben
Chronik - Artikel von Beginn bis 1999
 
S1 (Suchbegriff 1) Suchmethode S2 (Suchbegriff 2)
Artikel pro SeiteArtikel ab JahrArtikelSeiten blättern
1 bis 5 von 5 < zurück weiter >

Ihre Suche nach Alexander Wolfgang erbrachte folgende Ergebnisse.
Zu Ihrem Suchbegriff wurden 1 Artikel ab dem Jahr 2000 gefunden.

01.12.1893 Kurt Günther geboren
urt Günther war ein Geraer Maler und wuchs als Sohn eines Druckers und Druckereibesitzers auf. Unmittelbar nach Abschluss des Gymnasiums ging er 1913 zum Studium an die Kunstgewerbeschule in Dresden, wo zu seinen Kommilitonen unter anderem der Geraer Maler Otto Dix und Otto Griebel gehörten. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Günther 1914 zum Kriegsdienst eingezogen, den er bei den Luftstreitkräften ableistete, bis er 1917 wegen einer schweren Lungentuberkolose entlassen wurde. Seine finanzielle Situation erlaubte es ihm, die Krankheit in Davos (Schweiz) behandeln zu lassen, wo er Ernst Ludwig Kirchner kennenlernte.1919 kehrte Günther nach Dresden zurück und setzte sein Studium an der Kunstakademie fort, wo er der Malklasse von Richard Müller angehörte. Zu dieser Zeit arbeitete Günther eng mit Otto Dix zusammen, beide nutzten häufig das Atelier ihrer Kommilitonin Viola Schulhoff. Günther und Schulhoff unterstützen den aus eher einfachen Verhältnissen stammenden Dix oft finanziell. Ein Monument dieser Zeit ist Günthers verschollenes, jedoch fotografisch erhaltenes Gemälde Boxkampf, in dem Dix, Schulhoff und andere im Publikum dargestellt sind. 1922 heirateten Günther und Schulhoff und zogen nach Bad Reichenhall, die Ehe hielt jedoch nur drei Jahre, woraufhin Günther in seine Heimatstadt Gera zurückkehrte. Versuche, wieder in Dresden Fuß zu fassen, wo Otto Dix inzwischen eine Professur innehatte, blieben erfolglos. In den Geraer Künstler- und Intellektuellenkreisen fand Günther schnell Akzeptanz und Anerkennung. Mit den Landschaftsmalern Hermann Paschold, Alexander Wolfgang und Paul Neidhardt, dem Geologen Rudolf Hundt und anderen gründete er die spätdadaistische Vereinigung pro pro bru (produktive-prominente-brummochsen). Günthers vorherrschendes Sujet war, wie bereits in Bad Reichenhall, das Porträt; hinzu kommen veristische Darstellungen weiblicher Erotik. Von 1929 bis 1931 hielt Günther sich in Frankreich auf und betrieb unter anderem Aktstudien an der Académie de la Grande Chaumière. Nach seiner Rückkehr nach Gera löste er einen Skandal aus, indem er ein Gemälde, das ein blondes Mädchen in den Armen eines schwarzen Jazztrompeters zeigte, öffentlich in einem Schaufenster ausstellte ? es wurde von behördlicher Seite entfernt. Nach einer erneuten Eheschließung zog Günther 1932 von Gera in das nahegelegene abgeschiedene Dorf Kaltenborn, wo er ein Haus erworben hatte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war Günther von Hausdurchsuchungen und ab 1934 von Ausstellungsverbot betroffen. 1934 besuchte ihn Erich Knauf nach seiner ersten Haftentlassung in Kaltenborn und wurde von Günther mehrfach porträtiert. Die Jahre der Inneren Emigration verbrachte Günther unter anderem ? nach der Geburt seiner ersten Tochter 1934 ? mit Kinderporträts, ab 1936 mit Porträts der Kaltenborner Bauern und ab 1940 auch verstärkt mit Landschaftsmalerei. 1937 wurden elf seiner Werke als Entartete Kunst aus deutschen Museen entfernt. 1944 wurde der fünfzigjährige Günther zum Volkssturm eingezogen. Nach Kriegsende 1945 wurde Günther als Volksschul- und Volkshochschullehrer in Gera tätig sowie 1946 durch die Landesregierung Thüringen zum Professor ernannt. Seine letzten Lebensjahre waren zunehmend von Krankheit und Depressionen gekennzeichnet. Landschaften nahmen in seinem Spätwerk eine immer dominierendere Rolle ein; verstärkt wandte sich Günther der Alla-Prima-Malerei zu. Er starb schließlich am 12. Februar 1955 im Bezirkskrankenhaus Stadtroda und wurde in Gera beigesetzt.
13.03.1894 Der Künstler Alexander Wolfgang geboren
n Arnstadt geboren, übersiedelte Alexander Wolfgang 1908 mit seinen Eltern nach Gera. Er machte eine kaufmännische Lehre und diente im Ersten Weltkrieg nachdem er schon 1913 seinen Wehrdienst versah. Seine Kriegseisätze führten ihn nach Frankreich, wo er mit dem Malen begann. Ab 1930 arbeitete er als freischaffender Maler und wurde Schwager von Otto Dix. Die Bedeutung seiner Kunstwerke reicht weit über die Thüringer Landesgrenzen. Er verstarb am 14. März 1970 in Gera. Am 19. Juli 1989 wurde in Gera / Bieblach Ost eine Straße nach ihm benannt.
01.1933 Nur noch 378 Juden in Gera
m Jahr 1933 lebten 378 jüdische Personen in der Stadt Gera. In den folgenden Jahren danach ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Am 28. Oktober 1938 wurden die in der Stadt zahlreichen sogenannten "Ostjuden" aus allen Stadtteilen abgeholt und zur Ausreise gezwungen. Sie wurden an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die beiden Synagogen geschändet und demoliert. Die meisten der jüdischen Männer wurden verhaftet und in das KZ Buchenwald verschleppt. Bis 1939 wurden die letzten jüdischen Geschäfte "arisiert". Für die noch in der Stadt lebenden jüdischen Personen wurden sogenannte "Judenhäuser" eingerichtet. Das Haus der Familie Borenstein in der Schulstraße 16 ( Hußstraße), das Haus der Familie Birnbaum in der Agnesstraße 4 (Gagarinstraße) und das Haus Zschochernstraße 32. 1942 wurden noch 64 jüdische Einwohner gezählt. Die meisten von ihnen wurden bei zwei Deportationen in diesem Jahr in Vernichtungslager verbracht.
Zusatzinformationen
11.10.1961 Wieder eine Kunstpreisvergabe
er Geraer Kunstpreis wurde am Ende dieses Jahres an die Maler Hans Rudolph und Alexander Wolfgang für ihr künstlerisches Schaffen verliehen.
1962 Dix wurde gezeichnet
er Geraer Künstler Christian Lüttich (1934-2011) zeichnete 1962 den berühmten Geraer Maler Otto Dix (1891-1969). Die Zeichnungen, in Tusche und Bleistift ausgeführt, waren skizzenhafte Aufzeichnungen und gaben die Eindrücke des damals erst 28-jährigen Zeichners von einem der zahlreichen Besuche des berühmten Künstlerkollegen in seiner Heimatstadt Gera wieder. Die Blätter zeigten Dix zu Beginn der 1960er Jahre zusammen mit seiner Schwester Hedwig und deren Mann Alexander Wolfgang, dem bekannten Maler der Ostthüringer Landschaft. Eine der beiden mit schnellem Strich ausgeführten Skizzen ist vermutlich im Haus Uferstraße 4 entstanden, in dem die Familie Dix ab 1908 wohnte und das später Wohnsitz der Dix-Schwester wurde. Das andere Blatt mit dem Titel "Dix besucht Gera - Spaziergang Fuchsklamm mit Wolfgangs" zeigt sie auf einem Rundgang durch das alte Untermhaus.

Seiten blättern
< zurück weiter > 
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel