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19.05.1900 Carlotte Hohmann geboren
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Im Jahr 1931 erfolgten der Umzug nach Berlin und damit die Schulung an der Reichsparteischule der KPD in Berlin-Fichtenau. Anschließend arbeitete sie als Referentin in der Frauenabteilung des ZK der KPD. Ende 1931 bis zum Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 war sie als Volontärin und Redakteurin der KPD-Frauenzeitschrift "Die Kämpferin" aus dem Zeitschriftenverlag "Roter Stern" tätig. Zwischen 1933 und 1935 war sie Mitarbeiterin in einem privaten Feinkost- und Milchgeschäft. Zu dieser Zeit wurde ihre Wohnung zur Anlaufstelle für illegale KP-Widerstandskämpfer und Kuriere. Sie begann mit dem Vertrieb illegaler Druckschriften und Post, sie vermittelte Unterkünfte für illegale KP-Aktivisten ("Iffland-Apparat"). Im Mai 1933 kam es dann zur Verhaftung ihres Ehemanns, was sie aber nicht davon abhielt, weiter in der illegalen Arbeit in den Widerstandsgruppen Saefkow, Seelenbinder, Rudolf Scheffel / Felix Tucholla tätig zu sein. Zwischen 1936 und 1942 war sie Kontoristin der Wirtschaftsgruppe Elektro-Industrie, wo sie aus Krankheitsgründen ausschied. Von 1942 bis 1945 war sie Hausfrau aber im August 1942 wurde auch sie verhaftet. Im September 1943 wurde ihr Bruder Rudolf Scheffel hingerichtet. Sie selbst wurde in den Jahren zwischen 1933 und 1944 mehrfach von der Gestapo verhört. Von Mai bis November 1945 arbeitete sie als Sachbearbeiterin beim Magistrat (Finanzabteilung in Berlin-Schöneberg), von 1946 bis 1957 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift "Frau von Heute" (Organ des Zentralen Frauenausschusses, ab 1948 des DFD, Demokratischer Frauenbund Deutschlands), zwischen 1948 und 1950 war sie stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift "Für Dich", unter dem Chefredakteur Willi Karsch, von 1950 bis 1955 dann Hauptgeschäftsführerin des VDJ (Verband der Journalisten der DDR) und ab 1955 war sie Rentnerin. Trotzdem war sie weiterhin ehrenamtlich in der Parteiarbeit tätig und wurde 1958 mit der "Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus von 1933 bis 1945" ausgezeichnet. Charlotte Hohmann, geborene Scheffel, verstarb am 8. Dezember 1971 in Berlin. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

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18.01.2015
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