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01.01.1985 Die DDR im Jahr 1985
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10. Januar 1985

Die westdeutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder hatten ihren ersten von insgesamt sechs vielbeachteten Auftritten in Leipzig.

12. Januar 1985

In Groningen in den Niederlanden gewann die DDR-Athletin Andrea Schöne die Europameisterschaft im Eisschnelllauf im Mehrkampf.

6. Februar 1985

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR wurde für „vorbildliche Pflichterfüllung im Interesse des ganzen werktätigen Volkes“ mit dem Karl-Marx-Orden und einem Ehrenbanner des ZK der SED ausgezeichnet.

7. Februar 1985

Schon zwei Jahre vor dem eigentlichen Festtermin konstituierte sich das Festkomitee zum 750jährigen Bestehen Berlins unter dem Vorsitz von Erich Honecker.

9. Februar 1985

An diesem Tag wurde in sächsischen Radebeul eine Gedenkstätte für den Schriftsteller Karl May eröffnet.

13. Februar 1985

Die im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstörte Dresdner Semperoper wurde an diesem Tag mit Webers „Freischütz“ feierlich wiedereröffnet. Regie hatte Joachim Herz.

13. Februar 1985

Mehr als 150.000 Menschen nahmen in Dresden an der Gedenkkundgebung zum 40. Jahrestag der alliierten Bombardierung der Stadt teil.

21. Februar 1985

Der DEFA-Film „Meine Frau Inge und meine Frau Schmidt“, eine erfolgreiche Komödie von Regisseur Roland Oehme, hatte seine Premiere in der DDR.

10. März 1985

Der sowjetische Staats- und Parteichef Konstantin Tschernenko (1911-1985) verstarb an diesem Tag in Moskau. Zwei Tag später trafen sich am Rande der Trauerfeierlichkeiten Helmut Kohl und Erich Honecker zu einem zweistündigen Meinungsaustausch.

11. März 1985

Nun durfte ein Jüngerer ans Ruder in Moskau. Michail Gorbatschow, Jahrgang 1931, wurde vom Zentralkomitee der KPdSU zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt.

24. März 1985

Unter der Regie von Rolf Winkelgrund wurde an diesem Tag Ernst Barlachs „Der blaue Ball“ am Deutschen Theater erstaufgeführt.

8. April 1985

Als erster britischer Außenminister stattete Geoffrey Howe der Deutschen Demokratischen Republik einen Besuch ab. Die Reise endete am 10. April 1985.

13. April 1985

Beim Weltcup im japanischen Hiroshima gewann die DDR-Athletin Katrin Dörre den Friedensmarathon der Frauen.

18. April 1985

Der Hölderlinfilm „Hälfte des Lebens“ hatte an diesem Tag Premiere. In den Hauptrollen waren Ulrich Mühe (1953-2007) und Jenny Gröllmann (1947-2006) zu sehen. Bis kurz vor ihrer beider Tod war das Ex-Ehepaar  Mühe/Gröllmann im erbitterten Streit über angebliche Stasibespitzelungen vor Gericht gezogen. Beide Schauspieler verstarben an Krebs. Ulrich Mühe hatte kurz vor seinem Tod für den Film „Das Leben der Anderen“, wo er einen Stasioffizier spielte, noch den „Oscar“ in Los Angeles entgegengenommen.

23. April 1985

Erich Honecker besuchte mit Italien erstmals ein NATO-Land in Europa. Der aus Polen stammende Papst Johannes Paul II. (1920-2005) gewährte Erich Honecker eine Audienz. Was der eigentliche Grund der Reise war.

25. April 1985

Fast auf den Tag genau 40 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verfassten sowjetische und amerikanische Kriegsveteranen in Torgau, wo sie sich im Krieg gegenüberstanden, einen gemeinsamen Friedensaufruf.

24. April 1985

Der Warschauer Vertrag wurde an diesem Tag in Warschau um weitere 20 Jahre verlängert. Das Militärbündnis war am 14. Mai 1956 als Gegenstück zur NATO gegründet worden.

4. Mai 1985

Erich Honecker traf an diesem Tag in Moskau ein. Er war der erste Regierungschef der sozialistischen Länder, der offiziell beim neuen Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, zu Gast war.

9. Mai 1985

Das Heiner Müller Stück „Wolokolamsker Chaussee 1“ als Vorspiel in Alexander Langs Inszenierung von Johannes R. Bechers „Winterschlacht“ hatte am Deutschen Theater seine Uraufführung.

16. Mai 1985

Michail Gorbatschows Maßnahmenkatalog zum Kampf gegen den Alkoholismus in der Sowjetunion wurde festgelegt.

10. Juni 1985

Die DDR-Weltklasseleichtathletin Marita Koch wurde zur europäischen Läuferin des Jahres 1984 gekürt.

11. Juni 1985

Neue Besen kehren auch in der UdSSR gut. Denn, Michail Gorbatschow kritisierte an diesem Tag heftig die Wirtschaftspolitik seiner KPdSU.

11. Juni 1985

Auf der Glienicker Brücke in Berlin fand der größte Agentenaustausch seit dem Jahr 1945 statt. 25 westliche Agenten wurden gegen 4 Agenten aus der DDR ausgetauscht.

5. Juli 1985

Die neu festgelegten Vereinbarungen über den innerdeutschen Handel für die Jahre 1986-1990 beinhalteten vor allem den Handel mit Kohle- und Rohölprodukten, sowie den nichtkommerziellen Zahlungsverkehr. Der Swing (ein Kredit) wurde wieder erhöht, und zwar von 600 Millionen auf 800 Millionen Verrechnungseinheiten.

10. Juli 1985

An diesem Tag besuchte der französische Premierminister Fabius Erich Honecker in seinem Ost-Berliner Amtssitz.

18. Juli 1985

Staats- und Parteichef Erich Honecker empfing das westdeutsche Mitglied des Bundestages, Gerhard Schröder, in Ost-Berlin.

6. August 1985

An diesem denkwürdigen Tag rief die Sowjetunion ein einseitiges Moratorium für alle Atomexplosionen aus.

12. August 1985

Hans Jürgen „Dixie“ Dörner wurde zum dritten Mal in der DDR zum „Fußballer des Jahres“ gewählt. Er spielte auf der Position des Libero.

20. August 1985

Im Gothaer Schloss Friedenstein wurde an diesem Tag ein kartographisches Museum eröffnet. Kartenwerk wurde seit jeher in Gotha hergestellt.

22. August 1985

Das Bundesamt für Verfassungsschutz gab das Verschwinden von Hansjoachim Tiedge bekannt, der für die Abwehr der DDR-Spionage zuständig war. Am nächsten Tag gab die DDR-Nachrichtenagentur ADN den Übertritt Tiedges in die DDR bekannt.

1. September 1985

Zum neuen Schuljahr in der DDR wurde der Schultaschenrechner SR1 eingeführt. Bis dahin mussten die Schüler mit dem Rechenschieber hantieren.

13. September 1985

In Briefen an Bundeskanzler Helmut Kohl forderte Erich Honecker die Abschaffung chemischer Waffen in beiden deutschen Staaten. Am 2. Oktober antwortete Helmut Kohl, das auch die BRD für die Abschaffung sei und die Frage auf der Genfer Abrüstungskonferenz erörtert werden soll.

17. September 1985

Der Industrielle Otto Wolf von Amerongen erhielt an diesem Tag die Ehrendoktorwürde der Jenaer Universität.

18. September 1985

Erstmals nach der Enttarnung von Günter Guillaume, dem Kanzleramtsspion der ihn 1974 zum Rücktritt als Bundeskanzler zwang, reiste der SPD-Vorsitzende Willy Brandt wieder in die DDR.

22. September 1985

Beim Leichtathletiksportfest in Berlin wurden 3 neue Weltrekorde aufgestellt. Durch Heike Drechsler im Weitsprung, Ulf Timmermann im Kugelstoßen und Sabine Busch im Hürdenlauf.

24. September 1985

Die Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR beschloss an diesem Tag ihre Umbenennung in „Evangelische Kirch in der DDR.

28. September 1985

In der Komischen Oper in Ost-Berlin wurde die Oper "Judith“ von Siegfried Matthus in der Regie von Harry Kupfer uraufgeführt.

28. September 1985

In Douglas auf der britischen „Isle of Man“ gewannen die Geher aus der DDR in diesem Jahr den Weltpokal.

29. September 1985

Auch im Fernsehen der DDR wurde regelmäßig auf Verbrecherjagd gegangen. An diesem Tag wurde der 100. „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Verlockung“ gezeigt.

1. Oktober 1985

In den Automobilwerken in Eisenach lief der einmillionste Wartburg 353 mit Zweitaktmotor vom Band. Bis zum Oktober 1988 wurden noch 224.662 Fahrzeuge dieser Baureihe hergestellt. Danach begann der Serienlauf des Wartburg 1.3 mit 1.272 ccm Volkswagen-Viertaktmotor.

7. Oktober 1985

Am 36. Jahrestag der Gründung der DDR wurde Oberhof zur Stadt erklärt und blieb damit bis zum Ende des Staates DDR die jüngste Stadt der Republik.

10. Oktober 1985

Erich Honecker zeichnete den griechischen Ministerpräsidenten Papandreou in Ost-Berlin mit dem Großen Stern der Völkerfreundschaft aus.

13. Oktober 1985

In Weißenfels wurde an diesem Tag das Heinrich-Schütz-Haus zu Ehren des großen Musikers und Komponisten der Öffentlichkeit übergeben.

1. November 1985

Bis zum 6. November 1985 fand im südkoreanischen Seoul der Weltpokal im Amateurboxen statt. Torsten Koch gewann Gold im Leichtgewicht und Henry Maske Gold im Mittelgewicht.

15. November 1985

Zum Abschluss seines DDR-Besuches vereinbarte Oskar Lafontaine die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt.

22. November 1985

An diesem Spätherbsttag wurde Konrad Naumann als 1. Sekretär der Bezirksleitung Berlin seiner Ämter enthoben.

3. Dezember 1985

Heinz Keßler wurde als Armeegeneral neuer Verteidigungsminister der DDR. Sein Vorgänger, Armeegeneral Heinz Hoffmann, war am Vortag verstorben.

6. Dezember 1985

Erstmals fanden bis zum 8.12. in Weimar Jazz-Tage statt. Zu der „öffentlichen Leistungsschau des DDR-Jazz“ kamen 200 Musiker.

16. Dezember 1985

Auf einer Reise durchs Nachbarland Polen vereinbarte Erich Honecker ein sogenanntes „langfristiges Programm der Zusammenarbeit“.

20. Dezember 1985

Die erste Folge des Mehrteilers „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ mit einer hochkarätigen Schauspielbesetzung wurde ausgestrahlt. Die Geschichte spielte zur Zeit August des Starken (1670-1733).

31. Dezember 1985

Eine Sensation im sozialistischen DDR-Fernsehen. In der Silvestershow traten erstmals Tänzerinnen „oben ohne“ auf...

Die Sportler des Jahres 1985

Marita Koch (Leichtathletik), Jens Weißflog (Skispringen) und die Leichtathletik-Nationalmannschaft der Frauen.

Die Fernsehlieblinge des Jahres 1985

Herbert Köfer, Heinz Rennhack, Petra Kusch-Lück, Alfred Müller, Angelika Unterlauf, Hartmut Schulze-Gerlach, Helga Göring, Heinz Florian Oertel, Walter Plathe und Jürgen Karney.

Die Bestseller des Jahres 1985

„Hinze Kunze“ von Volker Braun
„Horns Ende“ von Christoph Hein
„Der Friede im Osten 3“ von Erik Neutsch
„Wolokolamsker Chaussee“ von Heiner Müller

Die Hits der Jahres 1985

„Steigen Nebel“ von Lift
„Mein Weg“ von Stern Meißen
„Zeit die nie vergeht“ von Perl
„Rock`n Roll ist mein Begleiter“ von Puhdys
„Gut`Nacht“ von Pankow
„Tausend Hände“ von Berluc
„Es brennt wie Feuer“ von Olaf Berger

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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