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01.01.1953 Die DDR im Jahr 1953
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1. Januar 1953

Ab sofort wurden alle Geschwulsterkrankungen im nationalen Krebsregister der DDR erfasst und für die Prophylaxe und Forschung wichtiger Bestandteil der Medizin.

3. Januar 1953

Es gab viele Auszeichnungen und Titel in der Geschichte der DDR. An diesem Tag wurde zum ersten Mal der Titel "Meister des Sports" verliehen.

7. Januar 1853

Es wurde aufgebaut und neugebaut in der DDR. An diesem Tag wurden die ersten 70 Wohnungen in der Berliner Stalin Allee bezogen.

15. Januar 1953

Der amtierende DDR-Außenminister und stellvertretende Vorsitzende der DDR-CDU, Georg Dertinger, wurde unter dem Vorwurf der Spionage verhaftet.

23. Januar 1953

Eine DEFA-Filmpremiere in der Regie von Martin Hellberg mit Wilhelm Koch-Hoge und Ulrich Thein "Geheimakte Solvary" wurde gezeigt. Es ging um Wirtschaftsspionage.

25. Januar 1953

An diesem denkwürdigen Tag begannen die ersten gesamtdeutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ringen im norddeutschen Hamburg.

30. Januar 1953

Der Krieg hatte großflächige Zerstörungen angerichtet. An diesem Tag wurde in Rostock der Grundstein zum  Neuaufbau durch das Nationale Aufbauwerk gelegt.

4. Februar 1953

Johannes R. Becher wurde in Moskau mit dem "Internationalen Stalinpreis für die Festigung des Friedens zwischen den Völkern" ausgezeichnet.

4. Februar 1953

Der DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl forderte vor der Volkskammer alle Werktätigen der DDR auf, auf strenge Sparsamkeit zu achten.

1. März 1953

In Dresden wurde die dritte "Deutsche Kunstausstellung" eröffnet. Gezeigt wurden allessamt Werke, die den sozialistischen Realismus darstellten.

5. März 1953

Der 73jährige sowjetische Partei- und Regierungschef Josef Stalin verstarb in Kunzewo bei Moskau an den Folgen eines Schlaganfalls.

14. März 1953

Bei der ersten DDR- Hallenmeisterschaft der Frauen im Faustball, bis zum 15. März, gewann die BSG Rotation Dresden-Mitte.

21. März 1953

Bei der Werksspionage gestoppt. An diesem Tag wurde eine Gruppe von Agenten im Carl-Zeiss-Werk-Jena verhaftet.

27. März 1953

An diesem Tag wurde in der DDR die Sportvereinigung "Dynamo" aus der Taufe gehoben. Sportvereine aller Sportarten trugen den Namen.

30. März 1953

Viele DDR-Bürger nutzten die Tatsache, dass die Zonengrenzen noch offen waren und verließen die DDR. In diesem Monat waren es 58.600.

1. April 1953

Der von Ernst Busch (1900-1980) gegründete Musikverlag "Lied der Zeit" wurde zum Volkseigenen Betrieb, dem VEB Deutsche Schallplatten.

1. April 1953

Es durfte gelacht werden in der DDR. Erstmals lief im Fernsehen eine Kabarettsendung. Zu sehen waren Gottfried Herrmann und Irmgard Düren.

9. April 1953

Es gab Erleichterungen für die Bürger des Landes. Die Rationierung von Schuhwaren und Textilien wurde aufgehoben.

10. April 1953

Der DEFA-Film "Die Unbesiegbaren" hatte Premiere. Es war ein Zeitpanorama über das letzte deutsche Kaiserreich. Mit Erwin Geschonneck als Wilhelm Liebknecht.

20. April 1953

Der Arbeiterdichter Erich Weinert verstarb an diesem Tag in Berlin. Geboren war der Lyriker am 4. August 1890 in Magdeburg.

30. April 1953

Es kam der Erlass der "Verordnung über körperliche Erziehung der Schüler an den allgemeinbildenden Schulen". Körpererziehung wurde damit Hauptfach.

30. April 1953

Der "Karl-Marx-Orden" wurde in der DDR für besondere Verdienste um den planmäßigen Aufbau des Sozialismus gestiftet.

7. Mai 1953

Ein neuer Personenkult. Das neue Wohngebiet des Eisenhüttenkombinates erhielt den "Ehrennamen" Stalinstadt. Stalin war ganze 2 Monate und 2 Tage tot.

9. Mai 1953

Der Deutsche Fernsehfunk zeigte seine erste Eigeninszenierung. Es war Büchners "Der hessische Bote" mit Eduard von Winterstein und Edwin Marian.

9. Mai 1953

In der Mannschaftswertung der Friedensfahrt fuhr die Mannschaft der DDR den Sieg ein. Gustav Adolf "Täve" Schur belegte Platz 3 in der Einzelwertung.

10. Mai 1953

Ein weiterer Namenshumbug. Chemnitz wurde auf Grund des 135. Geburtstages von Karl Marx (1818-1883) in "Karl-Marx-Stadt" umbenannt.

17. Mai 1953

Ulrich Nitzschke erkämpfte den Titel im Halbschwergewicht im Boxen bei der bis zum 24. Mai stattfindenden Europameisterschaften.

23. Mai 1953

Am Berliner Ensemble hatte das Stück "Katzengraben" des Nachwuchsautors Erwin Strittmatter in der Regie von Berthold Brecht Premiere.

28. Mai 1953

Der Ministerrat der DDR ordnete in der Folge eines Beschlusses des ZK der SED eine Erhöhung der Arbeitsnormen um 10,3% an.

9. Juni 1953

Das Politbüro der SED beriet Korrekturen und Rücknahmen einiger Maßnahmen, um mehr Rechtssicherheit und bessere Lebensbedingungen zu schaffen.

16. Juni 1953

Die Bauarbeiter der Berliner Baustellen "Krankenhaus Friedrichshain" und "Stalinallee" legten die Arbeit nieder und zogen zum Haus der Ministerien.

17. Juni 1953

Der Streik gegen die Normerhöhung in Ost-Berlin weitete sich in der DDR aus. Über insgesamt 167 Städte und Landkreise wurde der Ausnahmezustand verhängt.

21. Juni 1053

Das ZK der SED beschloss eine Kurskorrektur. Die Normerhöhung wurde zurückgenommen. Fahrpreisermäßigung, Erhöhung der Mindestrente und ein Wohnungsbauprogramm wurden beschlossen.

25. Juni 1953

 Die erste Ausgabe der Kinderzeitung "FRÖSI", die bis 1955 alle sechs Wochen und dann monatlich erschien, kam heraus. Der Name stand für Fröhlichsein und Singen.

28. Juni 1953

Mit Heinar Kipphardts "Shakespeare dringend gesucht" hatte in den Berliner Kammerspielen das erste staatliche Zeitstück der DDR in der Regie von Herwart Gosse Premiere.

1. Juli 1953

An diesem Tag wurden die so unbeliebten Stromsperren in den DDR-Mangelzeiten für die Haushalte endlich abgeschafft.

15. Juli 1953

Justizminister Max Fechner wurde seines Amtes enthoben. Seine Nachfolgerin wurde die berüchtigte linientreue Hilde Benjamin, die mit Schauprozessen Angst verbreitete.

24. Juli 1953

Das Ministerium für Staatssicherheit wurde dem Ministerium des Inneren als Staatssekretariat angegliedert und Minister Wilhelm Zeissner von Ernst Wollweber abgelöst.

24. Juli 1953

Auf der 15. ZK-Tagung der DES bis zum 26.7. wurde der "neue Kurs" die Erhöhung des Lebensstandards bestätigt. Ulbricht wurde 1. Sekretär (bisher Generalsekretär) des ZK.

6. August 1953

Im thüringischen Weimar wurde die "Nationale Forschungs- und Gedenkstätte der klassischen deutschen Literatur" gegründet.

14. August 1953

Eine gesamtdeutsche Mannschaft belegte bei den Weltspielen der Gehörlosen und Taubstummen (vom 14.8.bis 19.8.) in Brüssel den 1. Platz

19. August 1953

Mit 2:12,6 Minuten über 880 Yards (1000 Meter) erzielte Ursula Jurewitz in Budapest den ersten DDR-Weltrekord, der von der IAAF anerkannt wurde.

21. August 1953

Vom 21.8. bis zum 30.8.1953 fand die 5. DDR-Rundfahrt statt. Gustav Adolf "Täve" Schur (geb. 23.2.1931) gewann das Rennen.

1. September 1953

In Erfurt nahm das Pädagogische Institut in einem Neubaukomplex seine Arbeit auf. Ab dem Jahr 1965 trug es den Namen "Dr. Theodor Neubauer".

13. September 1953

Nikita Chruschtschow wurde als Nachfolger von Josef Stalin zum ersten Sekretär des ZK der KPdSU gewählt und rechnete alsbald mit seinem Vorgänger ab. (Die Entstalinisierung)

29. September 1953

"Wie wir heute arbeiten werden wir morgen leben" sagte Frieda Hockauf in ihrem Wettbewerbsaufruf. Sie war Weberin und hatte ihren Plan um 45 Meter Stoff weit überboten. (Ein DDR-typischer Planschwindel)

1. Oktober 1953

Ein Minister der nicht aus den Reihen der SED stammte. Lothar Bolz von der NDPD, wurde Minister für auswärtige Angelegenheiten.

2. Oktober 1953

Das Berliner Kabarett "Die Distel" stellte sein erstes Programm vor. Unter der Devise "Hurra, Humor ist geplant" nahm man den "Fünfjahrplan" auf die sozialistische Schippe.

6. Oktober 1953

Es wurde ein Nationalpreis vergeben. Der Bildhauer und Graphiker Fritz Cremer erhielt den Nationalpreis an diesem Tag.

7. Oktober 1953

Am 4. Jahrestag der Gründung der DDR wurde der erste und einzige Präsident der DDR einstimmig wiedergewählt und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1960 im Amt.

24. Oktober 1953

Der Ministerrat beschloss die bis dahin umfangreichste Preissenkung für Lebensmittel, Genussmittel und Verbrauchsgüter.

24. Oktober 1953

Eine internationale Anerkennung erfuhr der DDR-Keglerverband an diesem Tag. Er wurde in den internationalen Sportkegler-Verband aufgenommen.

24. Oktober 1953

Das ZK der SED berief eine "Zentrale Konferenz werktätiger Frauen" in Ost-Berlin ein. Frauen sollten verstärkt für den Arbeitswettbewerb gewonnen werden.

17. November 1953

Im Norden der Deutschen Demokratischen Republik, in Güstrow südlich von Rostock, wurde an diesem Tag die Ernst- Barlach-Gedenkstätte eröffnet.

21. November 1953

Der Interzonenpasszwang wurde aufgehoben. Damit war der Personalausweis zwischen der DDR und der BRD als Reisedokument ausreichend.

12. Dezember 1953

Nun durfte auch in der DDR auf Sportergebnisse gewettet werden, den an diesem Tag wurde der VEB Sport-Toto gegründet.

23. Dezember 1953

Einer der erfolgreichsten Kinderfilme der DEFA hatte an diesem Tag Premiere. Es war "Die  Geschichte vom kleinen Muck", in der Regie von Wolfgang Staudte.

28. Dezember 1953

Da wollte einer die Produktionserfolge kontrollieren, denn an diesem Tag besuchte Walter Ulbricht die LPG Merxleben.

Der Radsportler Gustav Adolf "Täve" Schur wurde bei einer erstmaligen Umfrage der Zeitung "Junge Welt" zum populärsten Sportler der DDR gewählt.

Die Produktion des IFA F9 im thüringischen Eisenach begann in diesem Jahr. Bis zum Jahr 1956 wurden dort 38.783 Fahrzeuge hergestellt.

Bestseller des Jahres waren 1953:

"Die Enkel" von Willi Bredel
"Der Bienenstock" von Anna Seghers
"Die Fahrt nach Stalingrad" von Franz Fühmann

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18.01.2015
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