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1894 Ausbau eines zweiten Straßenbahngleises
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Die Straßenbahn hatte mit Unwegbarkeiten zu kämpfen

Besondere Schwierigkeiten bereiteten die schienengleichen Kreuzungen mit der Eisenban, da diese im spitzen Winkel erfolgten, also auch für jedes Rad einzeln, wodurch eine sehr starke Inanspruchnahme der Triebwagen erfolgte und diese dann zu klappern begannen. Die Eisenbahnverwaltung lehnte es jedoch ab, an ihren Schranken irgendwelche Veränderungen vornehmen zu lassen. Infolgedessen musste die elektrische Fahrleitung so hoch gelegt werden, Dass sich die Schranken beim Öffnen und Schließen ohne die gefährliche Berührung der Fahrleitung unter dieser hinwegbewegen konnten. Wegen der dadurch gedingten extrem großen Höhe der elektrischen Leitung sprangen die Rollen, welche auf der Leitung "mitfuhren", des öfteren von der Fahrleitung ab und die Wagen blieben dem zu Folge ohne Strom auf den Gleisen stehen.
Deshalb schlossen auch die Wärter der Eisenbahnschranken beizeiten dieselben, um schwere Unfälle zu vermeiden. Die logische Folge daraus waren natürlich ständige Verspätungen, welche sich durch die Ausweichen auf die ganze Strecken übertrugen. Deshalb beschloss man im Jahr 1894 mit dem Ausbau des zweiten Gleises in der Heinrichstraße zu beginnen, um die Straßenbahn benutzerfreundlicher zu machen.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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