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11.02.1850 Kaution für ein Gastspiel in Gera
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Kaution für ein Theatergastspiel

Meist waren die Kautionen von 300 und 500 Talern zu viel Geld für die Schauspielgesellschaften und überstieg so manches Mal ihre finanziellen Möglichkeiten. So erging es auch dem Theaterdirektor Franz Kratz. Der ließ 1849 von Januar bis März spielen und musste dafür 500 Taler Kaution hinterlegen. Im folgenden Jahr wollte Franz Kratz in den Monaten Februar und März wieder in Gera spielen und sollte diesmal 300 Taler Kaution zahlen. Franz Kratz konnte das aber nicht. Er stellte trotzdem sein gesamtes Inventar samt Pferd und Wagen als Sicherheit.
Am 15. Februar 1850 schrieb der Geraer Stadtrat folgendes an die fürstliche Regierung.
"...das der Theatergeschäftsführer Julius Heller des konzessionierten Schauspieldirektors Kratz die 300 Taler gem. Reskript vom 11. Februar 1850 als Kaution zu zahlen hat, jedoch nur 138 Taler zahlen kann, weil wegen der zu hohen Gagen nicht mehr Geld zu Verfügung stehet".
Ob Franz Kratz sein Inventar nebst Pferd und Wagen verlor, ist nicht mehr nachvollziehbar.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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