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12.11.1322 Das erste Zschippern
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Die älteste urkundliche Erwähnung stammt vom 12. November 1322: Ticzelin von Tschiprin wird in einem Kauf des Klosters Cronschwitz mit 16 ½ Schilling belehnt. Der Ortsname dürfte auf einen slawischen Personennamen „Čipr-“ mit dem Ortsnamensuffix -in zurückgehen.[1] Zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie gehörig, war Zschippern Teil des Kirchspiels Thränitz-Kaimberg-Collis-Zschippern, von welchen Orten jeder einer anderen Landesherrschaft zugehörig war. Die Erbgerichtsbarkeit lag bis 1855 beim Rittergut Pforten. Ein ehemals vorhandener Rittersitz dürfte bereits 1328 nicht mehr vorhanden gewesen sein. Nickel vom Ende der Ältere, weimarischer Mundschenk, begann 1556 mit der Errichtung eines Schäferei-Vorwerkes, der Ort wurde fortan als Vorwerk bezeichnet. 1827 umfasste der Ort ein Rittergut, 11 Häuser und 48 Einwohner. Der Ort schulte traditionell nach Thränitz, jedoch wird 1728 eine Winkelschule in Zschippern aktenkundig: Ein Lehrer Rohn beschwert sich beim Konsistorium in Leipzig, dass selbige ihn im Einkommen wie Ansehen schädige. 1913 wurde das Flugfeld Zschippern mit Schauvorführungen und Wettflügen eingeweiht; mit der Eröffnung des Flugplatzes Gera in Tinz/Langenberg (mit Beginn des Autobahnbaues in den 30er Jahren an den heutigen Standort Leumnitz verlegt) wurde der Betrieb eingestellt.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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