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02.04.1769 Georg Walter Vincent von Wiese geboren
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Georg Walter Vincent von Wiese

Geboren wurde von Wiese in Rostock und besuchte dort auch das Gymnasium und die dortige Universität, wo er im Alter von 20 Jahren zum Doktor der Rechte promovierte. Seine weitere Ausbildung setzte er dann in Göttingen fort und erwarb sich rasch Hochachtung der Studenten und auch der Professoren.
Das Jahr 1793 bedeutete für von Wiese die Berufung durch die Grafen Reuß jüngere Linie nach Gera. 1806 übernahm er das Amt des Vizekanzlers und wurde für seine besonderen Verdienste von Kaiser Franz I. (1768-1835, römisch deutscher Kaiser von 1792-1806, österreichischer Kaiser von 1804-1835 und König von Ungarn und Böhmen von 1792-1835) in den Adelsstand erhoben.
Im Jahr 1915 nahm er als reußischer Gesandter am berühmten "Wiener Kongress" (eröffnet am 18.09.1814 beendet am 09.06.1815 unter der Leitung von Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich 1773-1859, von 1810-1848 Staatskanzler) teil, auf dem auch über die Fortexistenz des reußischen Staates entschieden wurde. Nach dem Ableben des Kanzlers von Eychelberg war von Wiese von 1822 bis zu seinem Tode selbst reußischer Kanzler.
In seinem Testament stiftete er dem Gymnasium Rutheneum ein enormes Kapital von 6 400 Talern, dessen Zinsen für die Schule und die Prämien für die "Fehlerfreisten Klassenarbeiten" im Fach "Latein" verwendet werden sollten. Ein Kapital in der selben Höhe stiftete er für ein "Bürgerrettungs- und Industrie-Beförderungs-Institut für die Stadt Gera", zu dem auch das vom Stifter ausdrücklich für unveräußerlich erklärte von Wiese´sche Landgut in Debschwitz gehörte.
Nach jahrzehntelanger Zwangspause konnte die "von Wiese Stiftung" im Jahr 2003 ihre Arbeit wieder aufnehmen. Ihr Zweck diente der Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung in Gera.

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18.01.2015
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