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1696 David Gottfried Schöber geboren
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David Gottfried Schöber war der Sohn eines aus Naumburg eingereisten Kaufmanns. Der junge Schöber besuchte von 1707 bis 1708 das Gymnasium Rutheneum in der Stadt und absolvierte anschließend im fränkischen Nürnberg eine Kaufmannslehre. Spätestens ab dem Jahr 1723 weilte er aber wieder in der Stadt Gera und arbeitete im Kontor der Albert´schen und danach der Schreiber´schen Warenhandlung. Ab dem Jahr 1731 führte er ein eigenes Geschäft und handelte mit den Waren auf eigene Verantwortung, welches in dem 1743 erschienene Verzeichnis "Jetztlebende Kauffmannschaft In und Außer Deutschland. Erster Versuch" genannt wurde. "Hoffmann und Schöber Kauff- und Handelsleute, handeln mit allerhand Gerauischen Wollen-Waren, und bedienen viele Commißionen, sonderlich nach Wien und Ungarn".
Neben seiner beruflichen Tätigkeit war David Gottfried Schöber auch einige Jahre als Geraer Bürgermeister tätig.
Darüber hinaus erwarb sich Schöber aber auch durch die Veröffentlichung theologischer und historischer Schriften den Ruf eines anerkannten Wissenschaftlers und Schriftstellers. Autodidaktisch eignete er sich durch die Lektüre wissenschaftlicher Werke, insbesondere lateinischer und griechischer Schriftsteller, sowie durch den Umgang mit Gelehrten und auf Reisen in Deutschland, der Schweiz und Italien ein umfangreiches Wissen an.
David Gottfried Schöber besaß eine für seine Zeit sehr umfangreiche private Bibliothek und ein recht ansehnliches Münz- und Naturalienkabinett. Von seinen bis dahin veröffentlichten 27 Publikationen war die Schrift "Albrecht Dürers, eines der größten Meister und Künstler seiner Zeit, Leben, Schriften und Kunstwerke, aufs Neue und viel umfangreicher und vor allem vollständiger, als von anderen ehemals geschehen, beschrieben. Leipzig und Schleiz 1769" besonders hervorzuheben, die seinen Ruf als Dürerbiograph begründete.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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