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26.07.1848 Tod eines Eilenburger Schneidergesellen
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Auf der in Frankfurt am Main tagenden Nationalversammlung waren Repräsentanten der Reuß Jüngere Linie durch Dr. August Wirth - Hof vertreten, da der Kandidat Robert Blum (1809-1848) seine Wahl am am 20. April 1848 angenommen hatte. Nach Dr. Wirths Tod wurde am 9. Juni 1848 Julius Fröbel, der Neffe des Pädagogen Friedrich Fröbel, gewählt. Stellvertreter wurde der cand. theol. Thieme aus Hirschberg. Darauf hin hatten Unruhen in Hirschberg begonnen, wo es einen Demonstrationszug über Loben­stein bis nach Schloß Ebersdorf gegeben hatte. Heinrich LXXII., Reuß-Ebersdorf erwiese sich als ein launischer Despot.
Starker Abschuß des schädlichen Hochwildes durch die oberländischen Bauern.
Die Landbevölkerung des Geraer Gebietes wurde besonders durch den Landkammer­rat Krause zu Demonstrationen aufgewiegelt. Am 19. Juni veranlaßte er einen Zug („Sturmpetition“) nach dem Osterstein. Die Bewilligung aller gestellten Forderungen war das erste Ergebnis der Petition. Die Umtriebe Krauses veranlassen seine Verhaftung am 26. Juli. Die Landbevölkerung will ihn befreien. Am Schlossgatter (Puschkinplatz) kommt es zu Zusammenstößen, ein Toter (Schneider Dilsner aus Eilenburg), einige 30 Verwundete. Krause wird freige­sprochen und verspricht, für Ruhe und Ordnung mit sorgen zu wollen. Der sächsische Minister Oberländer kommt als Reichskommissar nach Gera.
Am 3. August wird durch Urwahlen Kriminalassessor Hennig zum Bürgermeister von Gera gewählt. Er tritt jedoch von diesem Amte bereits am 19. Oktober des folgenden Jahres zurück. - Oberbürgermeister Robert Fürbringer tritt sein Amt an.
Am 13. August Einrücken von 550 sächsischen Infanteristen. Es tritt Ruhe ein. Am 1. Oktober rückt das Militär wieder ab.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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