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01.09.1939 Beginn Zweiter Weltkrieg
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01.09.1939 bis 08.05.1945

Mit dem zweiten Weltkrieg öffnet sich das düsterste Kapitel der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Es sollen die folgenden 5 Fragen gestellt und auch weitestgehend beantwortet werden, was aber auf Grund ihrer Komplexität nicht in allen Einzelheiten geschehen kann und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es ist ein Ausschnitt aus der Geschichte dieser so dramatischen Zeit welche die Deutschen bis ins 21. Jahrhundert bindet und verpflichtet. Eine Mahnung an die Generationen sich damit zu beschäftigen, daraus zu lernen und eine Wiederholung dieser Verbrechen, das Aufleben des nationalsozialistischen Gedankenguts, Rassismus und Antisemitismus mit uns gegebenen rechtsstaatlichen Mitteln schon im Keim zu ersticken. Das Leugnen der Verbrechen und das Tragen von verfassungsfeindlichen Symbolen sowie die Verbreitung dieser sind keine Kavaliersdelikte. Das ist strafbar. Leider hat der Gesetzgeber mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Ende der Nazidiktatur noch keinen Weg gefunden rechtes Gedankengut und rechte Parolen wirksam aus der Öffentlichkeit zu verbannen. So lange es möglich ist, dass rechte Vereinigungen und Parteien sich einer demokratischen Wahl stellen können, ist es schwer der internationalen Öffentlichkeit und Israel glaubhaft zu versichern, das Deutschland aus den Verbrechen des 2. Weltkrieges allumfaßliche Lehren gezogen hat und sich umfänglich von rechten Gruppierungen wirksam distanzieren kann. Politische Veränderungen und die Verbesserung der Lebensumstände der potenziellen Wählerschaft rechter Gruppierungen kann nur zum Wohle und zum besseren Ansehen Deutschlands führen. Wer in diesem Land ein zufriedenes und sozialverträgliches Leben führen kann ist nicht wirklich mit dem Virus des Extremen zu infizieren. Nur die Unzufriedenheit mit dem Parteigefüge in Deutschland, der Asylpolitik und der Perspektivlosigkeit im eigenen Leben der Zukunft (Schlagworte der rechten Ideologen) treibt zum extremen Wahlverhalten.
Verbote nützen nicht wirklich. Es muss grundsätzlich etwas im Kampf gegen Rechts unternommen werden.

  1. Was geschah zwischen den beiden Weltkriegen?
  2. Wie konnte es zu so einem Krieg kommen?
  3. Wer waren die Täter?
  4. Wer waren die Opfer?
  5. Wer leistete Widerstand? 

Zu Frage 1. - Was geschah zwischen den beiden Weltkriegen?
Erst einmal ist zu erwähnen, das die Wurzeln des Zweiten Weltkrieges, nur durch das Verlieren des Ersten Weltkrieges, überhaupt Nahrung erhalten konnten. Es ist unbestreitbar, das es die Unzufriedenheit der Menschen nach dem ersten Weltkrieg war, die sie in dem Glauben bestärkten, sich einer anderen, wenn auch rechten Ideologie, zuzuwenden..
Das führte dazu ,1933 , den Nationalsozialisten ihre Stimme zu geben.
Aber das ist vorgegriffen, denn es ist Tatsache, das Adolf Hitler, nur die Unzufriedenheit der Menschen für propagandistische Auftritte in den zwanziger Jahren missbrauchte. Selbst eine gescheiterte Existenz wie Adolf Hitler konnte nur durch sein Redetalent auf sich aufmerksam machen.  Propagandistische Auftritte in Deutschland brachten ihn einer Zuhörerschaft nahe. Selbst sein Putschversuch am 08.11.1923 welcher kläglich scheiterte und ihm Zuchthaus einbrachte, konnte seiner Popularität nicht schaden, zumal man ihn schon nach der Verbüßung  von 18 Monaten Zuchthaus wieder in die Freiheit entließ.
Der Neugründung der NSDAP stand danach nichts mehr im Wege. Mit alten Kameraden wie Ernst Röhm (1887 – 1934) welcher Hitlers Putsch von 1923 mit unterstützte, begann die neue politische Karriere Adolf Hitlers.     

11.09.1918
Im Deutschen Reich bricht mit der Abdankung Kaiser Wilhelms II die „ Novemberrevolution“ aus, die das deutsche Kaiserreich beendete.
Vom Balkon des Reichstages proklamierte Philipp Scheidemann die Republik.  Erster Reichspräsident wurde Friedrich Ebert.  

11.11.1918
Martin Erzberger unterzeichnet das Waffenstillstandsabkommen der „Entende- Mächte“ in einem Eisenbahnwaggon, im Wald von Compiégne, nahe Paris. Das kam einer bedingungslosen Kapitulation gleich.
 
1919
Die Verträge von „Versaille“
Im Spiegelsaal des Schloßes wird der Friedensvertrag zwischen  Alliierten und dem Deutschen Reich am 28.06.1919 unterzeichnet. Er beinhaltet die Verträge von Brest- Litowsk und Bukarest und Bestimmungen über territoriale Verluste wie
- Elsass- Lothringen an Frankreich
- Danzig wird eine freie Stadt
- Memelland an Litauen (1923)
Posen, Westpreußen und Pommerellen werden zum „Polnischen Korridor“ und das Huldschiner Ländchen geht an die Tschechoslowakei. Außerdem gehen alle Kolonien verloren Es werden Eupen- Malmedy, Nordschleswig und Ostoberschlesien an Belgien Dänemark und Polen abgetreten. Die Gebiete westlich  des Rheins und einige Brückenköpfe auf der östlichen Seite werden von alliierten Truppen besetzt. Umfangreiche Reparationszahlungen werden vereinbart.     
Dem Deutschen Reich wird die Alleinverantwortung für den Ausbruch des Krieges angelastet.
Der Vertrag, der ohne deutsche Beteiligung zustande kam wird als ungerechter “Diktatfrieden“ mit Empörung aufgenommen.

06.02.1919
Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert eröffnet die demokratisch gewählte verfassungsgebende Nationalversammlung in Weimar. Am 11.02.wird er zum Reichspräsidenten der ersten deutschen (Weimarer) Republik gewählt.

24.02.1920
Die rechtsnationale Deutsche Arbeiterpartei (DAP), die sich ab März Nationalsozialistisch Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) nennt, hält im Münchner “Hofbräuhaus“ eine Großversammlung mit rund 2.000 Anwesenden ab. Adolf Hitler, der seit Januar für Propagandaarbeit zuständig ist und der Partei zu Popularität verhilft, verkündet ein 25- Punkte- Programm.
Die DAP vertritt antisemitische und antibolschewistische Standpunkte und fordert eine Revision der „Versailler Verträge“. 

13.03.1920
Der Kapp- Putsch.
Wolfgang Kapp, ein Vertreter der extrem rechten Nationalisten, erklärt sich in Berlin zum Reichskanzler.
Anlass dafür war die Auflösung zweier Freikorps durch die Reichsregierung. Am 12.03.1920 marschiert eine Marinebrigade auf Berlin und besetzt das Regierungsviertel. Die Regierung Friedrich Eberts flieht nach Dresden. Ein Generalstreik zu dem SPD und KPD am 15.03.1920 auffordern, lässt den Putsch scheitern. Am 17.03.1920 geben Kapp und seine Anhänger auf.

24.06.1922
Mit der Ermordung des deutschen Außenministers Walter Rathenau in Berlin fällt  nach Matthias Erzberger (ermordet am 26.08.1921) , dem Reichsfinanzminister von 1919-1920, ein weiterer Vertreter der Weimarer Republik einem Attentat rechtsradikaler Nationalisten zum Opfer.
Walter Rathenau war am Zustandekommen des „Rapallo-Vertrages“ vom 16.04.1922 maßgeblich beteiligt.

11.01.1923
Wegen ausbleibender Reparationszahlungen besetzen französische und belgische Truppen, gemäß ihrer Androhung vom März 1921, das Ruhrgebiet. Streiks und Sabotageakte richten sich gegen sie Besatzer.

09.11.1923
Adolf Hitler, seit Juli 1921 Vorsitzender der NSDAP, verkündet in München die „Nationale Revolution“ und initiiert den „Marsch auf Berlin“. Der Putsch wird von der bayrischen Polizei vereitelt. Die NSDAP wird verboten und Adolf Hitler zu Festungshaft verurteilt.

16.08.1924
Die Reparationszahlungen Deutschlands werden neu geregelt. Der „Dawes-Plan“ (benannt nach dem US-amerikanischen Finanzpolitiker Charles C. Dawes) sieht eine Zahlung von 2,5 Mrd  Goldmark jährlich vor.
Die Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich wird beendet.
Deutschland erhält einen Kredit über 800. 000. 000 Goldmark. Diese Verschuldung führt zur immer stärkeren Abhängigkeit Deutschlands von der ausländischen Wirtschaftslage, insbesondere von den US-amerikanischen Marktes.

27.02.1925
Adolf Hitler, der Ende 1924 vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, gründet die nach seinem Putschversuch verbotene NSDAP auf Reichsebene neu.

14.09.1930
Die NSDAP wird zweitstärkste Fraktion bei den Reichstagswahlen und erreicht einen Stimmenanteil von 18,3% und somit 107 Sitze.

11.10.1931
Die NSDAP schließt sich zur „Harzburger Front“ zusammen und fordert die Auflösung der Weimarer Republik . Im Gegenzug vereinigen sich die SPD und linksgerichtete Organisationen in der „Eisernen Front“ um die Demokratie zu verteidigen.

31.07.1932
Mit 37,7% wird die NSDAP stärkste Fraktion bei den Reichstagswahlen und erhält 230 Reichstagssitze.

30.01.1933
Adolf Hitler wird Regierungschef.

20.03.1933
Der Reichsführer der SS Heinrich Himmler lässt bei Dachau das erste von später insgesamt 7 Konzentrationslager errichten, in dem vor allem politische Gegner inhaftiert wurden.

14.10.1933
Adolf Hitler erklärt die in Genf (Schweiz) tagende Abrüstungskonferenz für gescheitert, um unter Berufung auf seinen Friedenswillen aus dem Völkerbund auszutreten und mit der Aufrüstung Deutschlands beginnen zu können.

30.06.1934
Reichskanzler Adolf Hitler lässt den Chef der SA, Ernst Röhm ermorden.

02.08.1934
Nach dem Tod Paul von Hindenburgs übernimmt Adolf Hitler das Amt des Staatsoberhauptes. Damit baut er die Macht der nationalistischen Diktatur weiter aus und lässt die Wehrmacht auf seine Person statt auf die Verfassung vereidigen.

01.03.1935
Der erste Erfolg für die NSDAP.
Nach einer Volksabstimmung wird das bislang vom Völkerbund verwaltete Saargebiet an das deutsche Reich zurückgegeben. Adolf Hitler nutzt die Gelegenheit zur Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht.

15.09.1935
Der nach Nürnberg einberufene deutsche Reichstag verabschiedet auf dem Nürnberger Reichsparteitag der NSDAP das „Reichsbürgergesetz“ und das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“. Die Nürnberger Gesetze legitimieren die bereits seit 1933 praktizierte Verfolgung und Entrechtung von Menschen jüdischen Glaubens.
Sie werden nicht mehr als Reichsbürger anerkannt, verlieren ihr Stimmrecht, dürfen keine öffentlichen Ämter mehr wahrnehmen und keine Beziehungen zu “arischen“ Deutschen unterhalten.

07.03.1936
Die deutsche Wehrmacht marschiert unter Verletzung des Versailler Vertrages“ von 1919 und des „Locarno Vertrages“ von 1925 in das entmilitarisierte Rheinland ein. Als Vorwand für den Einmarsch, der für Frankreich eine Bedrohung seiner Ostgrenze bedeutet, dient Adolf Hitler der französisch-sowjetische Beistandspakt vom 27.02.1936.

01.08.1936
Die XI. Olympischen Sommerspiele werden von Adolf Hitler in der Reichshauptstadt Berlin eröffnet. Die internationale Weltoffenheit, Gastfreundschaft und  das moderne Deutschlands soll damit nachdrücklich nach außen dargestellt werden.

25.11.1936
Das Deutsch Reich und Japan unterzeichnen den „Antikominternpakt“. Ein Abkommen zur Bekämpfung der „Komintern“ (Kommunistische Internationale) und zur Absicherung der deutschen und japanischen Politik gegenüber der Sowjetunion.

10.11.1937
Adolf Hitler weist die militärische Führungsspitze an, die Wehrmacht auf einen Expansionskrieg bei nächster Gelegenheit einzustellen. Bedenken des Oberbefehlshabers des Heeres Werner Freiherr von Fritsch und des Reichswehrministers Werner von Blomberg weist er zurück und veranlassen ihn zu deren Ablösung.

04.02.1938
Adolf Hitler übernimmt den Oberbefehl über die deutsche Wehrmacht.
(Bis zu diesem Zeitpunkt der Geschichte war es undenkbar, das ein ehemaliger Gefreiter ohne wirkliche militärische Ausbildung einen derart hohen Militärposten begleitet.) Adolf Hitlers unerschütterlich Glaube an die eigene Führungsstärke , seine uneingeschränkten Machtbefugnisse und auch sein von ihm veranlasste Personenkult führen zu fatalen Fehlentscheidungen im nachfolgenden Kriegsverlauf. (Adolf Hitler war sozusagen beratungsresistent und damit Alleinführer und besaß alle Machtkompetenzen)

Zu Frage 2 - Wie konnte es zu so einem Krieg kommen?
Die politischen Bestrebungen Adolf Hitlers waren seit seiner Amtsübernahme 1933 nur auf das Ziel „Weltherrschaft“ und "Krieg“ ausgerichtet.
Seine politischen Erfolge in der dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hatten vielerlei Gründe.
Seit dem Ausbruch der „Weltwirtschaftskrise“ 1929 und den vielen Gebietsverlusten durch den verlorenen „Ersten Weltkrieg“ lebten die Menschen in bitterer Armut und Hoffnungslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit war nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft auf ein unerträgliches Maß gestiegen und bot damit den Nährboden für rechtes Gedankengut.
Unter der Führung Adolf Hitlers setzte eine wirtschaftliche Konjunktur ein und es entstanden Arbeitsplätze, Autobahnen wurden gebaut und Firmen florierten.
Auch Schuldige an der Lage der Menschen und der wirtschaftlichen Probleme der dreißiger Jahre waren bald gefunden.
Das internationale „Judentum“ die Kommunisten und die Bolschewisten .
Adolf Hitlers Territorialbestrebungen in Richtung Osten und die Machtübernahmeaussichten in ganz Europa ließen viele Deutsche an die Versprechungen des Naziregimes glauben und mit Euphorie „für Volk, Führer und Vaterland“ in den zweiten Weltkrieg ziehen.
Der „zweite Weltkrieg“ war eine logische Konsequenz der Politik Hitlers, seiner Partei und seiner zahlreichen Mittäter.   

Zu Frage 3 - Wer waren die Täter ?
Die Täter und wichtigsten Verbündeten

Adolf Hitler   (1889-1945) Reichskanzler
Martin Bormann (1900-1945) Führersekretär
Hans Frank (1900-1946) Rechtsanwalt und Verteidiger Hitlers
Wilhelm Frick (1877-1946) Reichsminister des Inneren
Hermann Göring (1893-1946) Reichsminister der Luftfahrt
Alfred Jodl (1890-1946) Wehrmachtsführung
Ernst Kaltenbrunner (1903-1946) SS-Führer
Wilhelm Keitel (1882-1946) Chef des Oberkommando Wehrmacht
Joachim von Ribbentrop (1893-1946) Reichsminister des Auswärtigen
Alfred Rosenberg (1893-1946) antisemitischer Publizist
Fritz Sauckel (1894-1946) Reichsstadthalter von Thüringen
Arthur Seys-Inquart (1892-1946) Reichsstadthalter von Österreich
Julius Streicher (1885-1946) Gauleiter
Reinhard Heydrich (1904-1942) SS-Obergruppenführer
Heinrich Müller (1900-1945) Gestapo
Rudolf Höß (1900-1947) Kommandant in Auschwitz
Rudolf Heß (1894-1987) Hitlerstellvertreter
Joseph Göbbels (1897-1945) Reichspropagandaminister
Philipp Bouhler (1899-1975) Reichsleiter

Da die Liste der Täter ungleich höher ist, erhebt diese Aufzählung nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Zu Frage 4 - Wer waren die Opfer?
Judenverfolgung,  die seit frühchristlicher Zeit in vielen Ländern vorkommende Verfolgung von Juden aus religiösen, politischen., sozialen oder wirtschaftlichen. Motiven.

Die Judenverfolgung  im Nationalsozialistischen Deutschen Staat begann mit einem Boykott gegen alle jüdischen. Ärzte, Anwälte u. Geschäftsinhaber (1. 4. 1933) und führte über die Ausschaltung der jüdischen Beamten (7. 4. 1933), die Verfemung der jüdischen Künstler (10. 5. 1933), die Nürnberger Gesetze (15. 9. 1935, dazu die Durchführungsverordnungen über Reichsbürgerschaft und den »Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre«), Beschränkungen und Sondergesetze zum »November-Pogrom« (9./10. 11. 1938, die sogenannte Reichskristallnacht). In den folgenden Jahren entzog man den Juden und Halbjuden systematisch die Existenzgrundlage, wie Ausschließung aus den meisten Berufen, Verbot des Betretens von kulturellen Einrichtungen und Erholungsstätten, Verpflichtung zur Annahme der Vornamen Sara und Israel, zum Tragen des Judensterns und anderem. 1941 wurde die bis dahin von A. Eichmann forcierte Auswanderung gestoppt, da die Nationalsozialisten nunmehr die »Endlösung« einleiteten. Ab Januar 1942 (Wannsee-Konferenz) begann der Abtransport der noch in Europa lebenden Juden in die Vernichtungslager im Osten. Durch Massenerschießungen der Einsatzgruppen, Massenvergasungen und Hungertod verloren rund 6 Mio. europäische Juden ihr Leben.

Die Opferzahlen des „Zweiten Weltkrieges“  sind sehr hoch und man geht von mehr als 60.000.000 Toten aus.
Aber nicht nur die Menschen welche im zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten sind Opfer. Denn vielen Familien wurde der Ernährer genommen, Kinder mussten ohne Vater oder Bruder aufwachsen, viele kamen schwer verletzt aus dem Krieg oder verbrachten Jahre in der Kriegsgefangenschaft die ein Grossteil von ihnen auch nicht überlebte.
In Japan leiden die Einwohner von Hiroshima (Atombombenabwurf durch die US-Armee am 06.08.1945)und von Nagasaki (Atombombenabwurf durch die US-Armee am 09.08.1945) seit Jahrzehnten unter der Strahlenbelastung und den daraus resultierenden Gesundheitsschäden.
In Hiroshima starben an diesem Tag mehr als 200.000 und in Nagasaki 74.000 unschuldige Männer, Frauen und Kinder. Am 02.09.1945 unterzeichnete der japanische Kaiser Hirohito die Kapitulation.
Ob man überhaupt noch von „Menschenverachtung“ sprechen kann wenn man die Gräueltaten der Nazis betrachtet ist schwer zu entscheiden. Menschlichkeit war dem Naziregime völlig fremd. Sie unterteilten Menschen nicht nur in Rassen sondern legten auch den absurden Unterschied zwischen „lebenswerten und lebensunwerten Leben“ fest.
Die Nazis klassifizierten jüdisch Menschen in Volljuden, Halbjuden oder Vierteljuden. (Das richtete sich danach ob beide Eltern jüdischer Abstammung waren (Volljude), nur ein Elternteil jüdischer Abstammung waren (Halbjude) oder aber das beide Eltern zwar keine Juden waren aber ihre Vorfahren also (Vierteljuden.) Mischehen zwischen Deutschen und Juden wurden annulliert und es durften keine weitern Ehen geschlossen werden. Geschäfte und Läden von Juden wurden gekennzeichnet und boykottiert. Juden mussten sich durch den gelben Davidstern offen an der Kleidung kennzeichnen, durften keine Kino- und Theaterbesuche mehr machen, mussten öffentliche Gebäude meiden und mussten die Bürgersteige für Arier verlassen. Selbst Parkbänke waren mit Schildern versehen und durften von Juden nicht benutzt werden. Jüdisches Leben verschwand fast völlig aus dem Öffentlichkeit. 
In der Ideologie der Nazis galten die Juden als Feindbild schlechthin. Sie wurden als Untermenschen dargestellt und beleidigt und in der Propaganda mitunter mit Ratten
(Wie im Film „Der ewige Jude“)und anderen Ungeziefer verglichen. Schon vor dem Krieg sammelte Reinhard Heydrich alle Informationen über jüdische Einrichtungen und ließ sie überwachen. Zunächst sollten die Juden durch ein System von Enteignungen und Deportationen aus dem deutschen Reich verdrängt werden. 1938 sandte Reinhard Heydrich Adolf Eichmann nach Wien, um dort die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ einzurichten, nach dem Vorbild der bereits in Berlin sehr erfolgreichen arbeitenden „Reichszentrale für jüdische Auswanderung“.
In Polen wurden Juden in „Ghettos“ eingesperrt wie dem „Warschauer Ghetto“ in dem unvorstellbare Verbrechen geschahen, Kinder auf den Straßen verhungerten, Menschen zur Zwangsarbeiten deportiert und Massenerschießungen an der Tagesordnung waren.

Ein Ereignis erschütterte das Judentum ganz besonders.

09.11.1938
Der Reichspropagandaminister Joseph Göbbels und die Parteileitung der NSDAP initiieren ein von der SA durchgeführtes Pogrom gegen Menschen jüdischen Glaubens, das den Auftakt zur offenen und gewalttätigen Verfolgung der Juden im Deutschen Reich darstellt und verharmlosend als „Reichskristallnacht“ bekannt wurde. 91 Menschen werden ermordet, 26.000 werden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert. Synagogen in Brand gesteckt,
Geschäfte, Gemeindehäuser und Wohnungen geplündert und demoliert. 
Viele Menschen die sich um Arbeit bemühten, oder höhere Posten begleiten wollten, mussten einen lückenlosen „Ariernachweis“ erbringen, mit dem sie beweisen mussten das sie keine Juden sind, keine jüdische Verwandtschaft haben und auch das sie, wenn überhaupt, nur mit einer arischen Person verheiratet sind. 
Auch Geistig und Körperbehinderte Menschen werden von den Nazis ermordet oder gar zu Menschenversuchen missbraucht, die meist tödlich endeten oder zumindest unabsehbare Schäden zufügten.
Ende Oktober 1939 wird mit einem , auf den 01.09.1939 datiertes, Ermächtigungsschreiben Adolf Hitlers, zur Gewährung des „Gnadentodes“, der Massenmord an angeblich unheilbar kranken Menschen, eingeleitet. Im Rahmen des Euthanasie-Programms „T4“, das unter der Aufsicht von Reichsleiter Philipp Bouhler steht, werden Patienten der Heil- und Pflegeanstalten in Sanatorien verschleppt, in denen sie umgebracht werden. Zwischen 60.000
und 70.000 Menschen sollen im Rahmen des „T4“ Programms ermordet werden. 

 

Zu Frage 5 - Wer leistete Widerstand?
Der Widerstand gegen das Naziregime war schwierig und gefahrvoll und all zu oft tödlich. Besonders die Kommunisten, wie Ernst Thälmann der von den Nazis kurz vor dem Ende des Krieges im Konzentrationslager Buchenwald ermordet wurde, leisteten erbitterten Widerstand.
Hans Scholl (1918-1943) und seine Schwester Sophie Scholl (1921-1943) wurden als „Geschwister Scholl“ bekannt.
Am 22.02.1943 wurden sie in München hingerichtet. Sie haben als Mitglieder der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ in der Münchner Universität Flugblätter gegen das nationalsozialistische Regime verteilt und wurden am 18.02.1943 verhaftet. Am 19.04.1943 wird weiteren 14 Angehörigen der Gruppe der Prozess gemacht. Drei der Angeklagten wurden hingerichtet.
Die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wurde 1942 unter dem Einfluss des Münchner Psychologieprofessors Kurt Huber entstanden.
Allein auf die Person Adolf Hitler sind 42 Attentatsversuch nachweisbar, die allesamt scheiterten und das Naziregime nicht entscheidend schwächen konnten. Die zwei bekanntesten Anschläge auf Adolf Hitler sollen hier Erwähnung finden.
Das Attentat von Johann Georg Elser. (1903-1945)
Der Zeitpunkt war genial gewählt. Der 08.11.1939 war der 16. Jahrestag des Hitler-Putsches von 1923 in München. Immer an diesem Tag hielt Adolf Hitler im Münchner „Bürgerbräukeller“ eine Rede. Traditionell benötigte er dafür etwa eine Zeit von 45 Minuten,  immer zwischen 20.45 Uhr und 21.30.Uhr.Das wusste Johann Georg Elser und nutzte diese Tatsache aus. Über einige Wochen lies er sich unbemerkt von der Bedienung  den Gästen und des Nachtwächters nachts im Lokal „Bürgerbräukeller“ einschließen.
Er wollte Adolf Hitler in „die Luft sprengen“ und benötigte dazu Sprengstoff, den er sich in einem Steinbruch beschaffte, indem er sich dort eine gewisse Zeit anstellen ließ und immer wieder kleine mengen Dynamit unbemerkt von seinen Vorgesetzten für sein Vorhaben abzweigen konnte.
In nächtelanger und gefahrvoller Arbeit gelang es Elser, eine der Säulen über dem während der Rede Hitlers aufgebauten Rednerpult, auszuhöhlen und mit einer ausreichenden Ladung Dynamit zu versehen. Da Georg Elser nicht nur Tischler von Beruf war sondern auch genügend Erfahrungen im Uhrenbau hatte, gelang es ihm einen Zeitzünder für seine Bombe zu bauen. Seine Anwesenheit, während des Attentates, im Lokal war damit überflüssig. Er stellte die Zündzeit der Bombe auf einen Zeitpunkt ein ,der in etwa der beginnenden zweite Redehälfte Adolf Hitlers, gegen 21.10 Uhr entsprach.
Was Georg Elser nicht wissen konnte war , dass Adolf Hitler seine Rede aufgrund des Kriegsbeginns und seiner Unabkömmlichkeit in der Reichshauptstadt Berlin um mehr als die Hälfte verkürzte. Adolf Hitler verabschiedete sich nur wenige Minuten vor der Detonation von seiner Zuhörerschaft wieder in Richtung Berlin und entkam so dem Attentat, welches den Kriegsverlauf, wäre es geglückt, mit Sicherheit entscheidend beeinflusst, wenn nicht gar beendet hätte.
Georg Johann Elser wurde denunziert und nur einen Tag später bei seinem Fluchtversuch in die neutrale Schweiz aus dem Zug heraus, bei einer Passkontrolle an der Grenze, verhaftet und später in einem Konzentrationslager kurz vor dem Ende des Krieges von den Nazis ermordet. 


Der Bürgerbräukeller nach Elsers Anschlag

Der zweit Attentatsversuch der geschildert werden soll geschah ein dreiviertel Jahr vor Ende des Krieges und war öffentlicher und spektakulärer.
Am 20.07.1944 plante der Offizier der Wehrmacht, Claus Graf Schenk von Stauffenberg Adolf Hitler zu beseitigen. Das Ziel war die Ermordung Hitlers während einer Zusammenkunft mit hochrangigen Offizieren der Wehrmacht im Führerhauptquartier an der „Wolfsschanze“ im heutigen Polen.
Geplant war nicht nur das Hitler, sondern auch ein Großteil der , für den Führer Adolf Hitler, wichtigen Personen und Generälen dem Attentat ebenfalls erlegen. Alles scheiterte .
Adolf Hitler wurde zwar verletzt, aber überlebte den Anschlag, weil die von Stauffenberg platzierte Bombe zum ersten zu weit von Hitler unter dem Tisch stand und Stauffenberg wahrscheinlich aus Zeitmangel nicht den gesamten Sprengstoff über den er verfügte im Führerbunker unterbringen konnte.     
Claus Graf Schenk von Stauffenberg war Kriegsverletzter, ihm fehlte nach Fronteinsetzen die linke Hand, ein Auge und drei Finger der rechten Hand. Auch das kann entscheidend für den Attentatsversuch gegen Hitler gewesen sein.  Sowie die Erkenntnis des Scheiterns des Nationssozialismus, der drohende Niederlage des Krieges oder einfach die Erkenntnis dem falschen Ideal bedingungslos gedient zu haben,  können seinen Entschluss zur Reife gebracht haben. In der Zeit zwischen dem Attentat vom 20.07.1944 und dem Kriegsende am 08.05.1945 verloren etwa genau so viele Menschen ihr Leben wie seit Kriegsausbruch am 01.09.1939 bis zum Attentat von Graf Stauffenberg. Es hätte ein vielfacher Tod von Menschen verhindert werden können.
Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden verhaftet und in der darauf folgenden Nacht im Hof des Bendlerblocks in Berlin hingerichtet. Jährlich finden Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Widerstandskämpfer statt.
In der kommunistisch regierten DDR, die in Folge der territorialen Teilung nach dem Viermächteabkommen zustande kam, wurden in der Zeit nach dem Krieg eine Vielzahl von Straßen und Plätze nach Widerstandskämpfern des zweiten Weltkrieges benannt . Claus Graf Schenk von Stauffenberg hatte diesen Status in der DDR nicht, da er ein Offizier der
Wehrmacht war und nicht dem für den Sozialismus entsprechenden Ideal entsprach.
Claus Graf Schenk von Stauffenberg war bis kurz vor seiner Verhaftung der Meinung Erfolg mit seinem Attentat gehabt zu haben.

Das Ende und der Frieden.
Seit Mitte 1942 trat an den meisten Fronten eine Wende ein. Die japanische Offensive wurde bei den Midwayinseln zum Stehen gebracht. Bei Stalingrad wurde im Winter 1942/43 eine dt. Armee eingekesselt und vernichtet. 1943 ging Nordafrika für die Achsenmächte verloren, der deutsche U-Boot-Krieg brach zusammen, und es begannen massive alliierte Luftangriffe auf deutsche Städte. An der Ostfront ging die Initiative an die sowjetische Armee über. Die Alliierten landeten auf Sizilien u. anschließend auf dem italienischen Festland. Das faschistische Regime wurde gestürzt, die neue italienische Regierung schloss einen Waffenstillstand mit den Westmächten.

Im Juni 1944 begann die alliierte Invasion in Nordfrankreich.  Ende 1944 hatte Deutschland die meisten eroberten Gebiete außer Norwegen u. Dänemark verloren. Bis April 1945 wurde ganz Deutschland von sowjetischen. u. westalliierten Truppen besetzt. Am 30. 4. beging Hitler Selbstmord. Sein testamentarisch eingesetzter Nachfolger Dönitz leitete die bedingungslose Kapitulation Deutschlands ein, die am 7. 5. gegenüber den Westmächten u. am 9. 5. gegenüber der UdSSR vollzogen wurde. Im Pazifik eroberten US-amerikanische u. brit. Truppen 1943-45 die meisten der von Japan besetzten Gebiete zurück.  Am 8. 8. erklärte die UdSSR Japan den Krieg u. marschierte in die Mandschurei ein.

Ergebnisse
Im 2.Weltkrieg standen 110 Mio. Menschen unter Waffen. Mindestens 27 Mio. Soldaten u. 25 Mio. Zivilisten starben, hinzu kamen noch Vermisste. Deutschland verlor rd. 5,25 Mio. Menschen. Die Anti-Hitler-Koalition zerbrach bald nach Kriegsende. Eine umfassende Friedensregelung über die Gründung der UNO hinaus blieb deshalb aus. 1946/47 wurden in Paris Friedensverträge mit den europäischen Verbündeten und Deutschland geschlossen; 1951 in San Francisco ein Friedensvertrag mit Japan, dem die UdSSR nicht beitrat; 1955 der Staatsvertrag mit Österreich . Ein Friedensvertrag mit Deutschland kam wegen des sich entwickelnden Ost-West-Konflikts nicht zustande; das Land wurde geteilt. Osteuropa kam unter sowjetischer Vorherrschaft u. wurde einer kommunistischer Umgestaltung unterworfen. Die Siegerstaaten Großbritannien. und Frankreich sanken im Vergleich mit den USA u. der UdSSR zu Mächten zweiten Ranges herab. Der 2.Weltkrieg gab den entscheidenden Anstoß zur Auflösung der Kolonialreiche in den folgenden Jahrzehnten. Eine abschließende Regelung für Deutschland und die volle Wiederherstellung der dt. Souveränität brachte erst der im Jahre  1990 erstellte Einigungsvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten.

Spätestens Heute, wo wir im 21. Jahrhundert angekommen sind, muss jedem normaldenkenden Menschen klar sein, dass die geistigen Nachfahren des nationalistischen Gedankenguts in unserem demokratischen Deutschland jede Plattform zur antisemitischen und ausänderfeindlichen Hetze entzogen werden muss. Es muss, schon in der Grundlage unserer Gesetze, in Zukunft die Verbreitung nationalistischen Gedankengutes, die Möglichkeit entzogen werden,  in einem demokratischen Land sich einer freien Wahl zu stellen. Extremes Linkes -und Rechtes Gedankengut, das hat uns die Geschichte gelehrt, führt nicht zu demokratischen Verhältnissen, da sie indiskutabel und politisch nicht mit den demokratischen Verhältnissen  in Deutschland in Einklang zu bringen sind.
Wir haben nur diese eine „Erde“ auf der wir alle miteinander „Zurechtkommen“ müssen, daher ist es ein unverzichtbares „Muss“ in einen wie auch immer gearteten Dialog zwischen den „Unterschieden“ zu treten. Religion, Rassendenken, Hautfarbe und Herkunft dürfen keine Rolle mehr spielen im Dialog der Weltkulturen.
Unser Ziel muss der „Weltfriede“ sein.
Es gab und gibt auch heute noch zu viele kriegerische Auseinandersetzungen die die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht billigt und deren Sinn nicht mitträgt. Es ist die Mehrheit die den Kriegsgelüsten mancher Machthaber entgegensteht und nur eine Minderheit ist verantwortlich für das Kriegsgeschehen.
Weltpolitik? Öl? Gas? Glaube? Macht? Ich will das Sagen haben? Geld? Ideologische Differenzen? Gibt es NICHT. Ist Klimaschutz egal wenn die Kohle stimmt? Ist UNS alles egal weil wir nur eine begrenzte Zeit „auf Erden“ haben? Es gibt Erben dieser Erde und wir können nur hoffen, dass sie ähnlich wie wir auf die dann bewältigte Vergangenheit blicken, den Kopf schütteln und geloben es besser zu machen. Sicher haben wir vieles besser gemacht, die technische Entwicklung hat uns ja dazu gezwungen uns weiter zu entwickeln, aber wie weit sind wir gekommen? Menschlichen Umgang den wir propagieren, haben wir nur in Gesetzen festgeschrieben, aber wir müssen um deren Durchsetzung immer noch kämpfen. Im 21.Jahrhundert? Millionen Menschen streben weltweit täglich danach FRIEDEN zu schaffen auf diesem Planeten und eine Einigung bei der Bewältigung der Probleme zu erzielen, werden aber von den Machthabern stetig gebremst.
Krieg ging und geht noch immer (so war es zu allen Zeiten) nur von den Machthabern aus und die Untergebenen mussten deren Willen ausführen. (Staatsgewalt und Untergebentum).
Sicherlich muss man sich gegen Fanatiker wehren, die die eigene Religion zur Unterdrückung der Frauen und Andersdenkender zur Absolution missbrauchen. Aber  rechtfertigt das Krieg? Das wirkliche Problem wird damit verschleiert wie die Frau im radikale Islam. Keiner hat etwas gegen den Islam als Weltreligion, aber er wird zu oft als Kriegsschauplatz missbraucht. Die Situation der Menschen in diesen Gebieten muss entschärft werden,. um Konflikte zu vermeiden.


Bombenangriff vom 06. April 1945 auf Gera


Roßplatz und Stalinstraße kriegszerstört

Bombenangriffe auf Gera

Am 13. April 1945 standen amerikanische Truppen unmittelbar vor den Toren Geras. Die Stadt war Tage zuvor durch amerikanische Bombenangriffe weitgehend zerstört worden. Ein Liste soll das Grauen verdeutlichen.
Vom 12. Mai 1944 bis zum 13. April 1945 war Gera 12 Bombenangriffen ausgesetzt.

548 Menschen sterben
846 Häuser werden zerstört
1118 Wohnungen werden vernichtet
109 Maschinen warfen am 6. April Bomben ab (8.US.Air Force)
2293 Bomben mit dem Gesamtgewicht von 283140 Kg trafen Gera

Der 6. April 1945 war der schlimmste Tag für Gera wahrend dem zweiten Weltkrieg und forderte 163 Menschenleben. Nur durch die in Gera so zahlreich vorhandenen Keller, Höhler und Stollenanlage, in denen sich hunderte Menschen schutzsuchend verbergen konnten, war die Opferzahl nicht noch höher. Das Stadtzentrum,der Hauptbahnhof und das Schloß Osterstein wurden nahezu vollständig zerstört. Viele Kunst- und Kulturschätze von Schloß Osterstein wurden ein Raub der Flammen und gingen unwiederbringlich verloren.

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18.01.2015
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