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05.09.1314 Ersterwähnung von Zwötzen
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Die Zoitzmühle lag an einem alten Elsterarm und wurde bereits 1314 urkundlich erwähnt. Sie war in ihrer mittelalterlichen Blütezeit mit 16 Mahlgängen und einer Schneide- und Ölmühle eine sehr leistungsfähige und vor allem zuverlässige Mühle. Sie hatte ein ausgedehntes Hinterland zu versorgen. Die Bauern aus 52 Dörfern der Umgegend des Amtes Ronneburg waren durch den sogenannten Mühlenzwang an eben diese Mühle wie ein Lehen gebunden.
Um eine solche Mühle ranken sich dann natürlich auch Sagen, was mehr als selbstverständlich erscheint.
So soll der Teufel auf dem letzten Mahlgang zu Neumond regelmäßig Rossäpfel gemahlen haben, so dass das Balkenwerk ächzte und knackte und die gesamte Mühle in ihren Grundfesten erbebte. Da dieses unappetitliche Treiben den Geschäften des Müllers abträglich war, ließ dieser ihn schließlich durch den Pumphut austreiben.
Im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurden innerhalb von nur 20 Jahren im Umkreis von nur einer Fußstunde (8-10 Kilometer) weitere fünf Wasser- und neun Windmühlen errichtet. Dieser wachsenden Konkurrenz war die Zoitzmühle nun nicht mehr gewachsen und die Zahl der Mühlgänge wurde auf 7 und damit auf weniger als die Hälfte reduziert.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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