Rolle oben
26.09.2008 Festakt zum Schuljubiläum
<<< zurück zur Chronik

Hort des Humanismus

Festakt zum 400-jährigen Bestehen des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608

Gera Wissenschaftlichkeit, Weltoffenheit, Tradition, Aufgeschlossenheit für das Neue und Autorität – diese Werte prägten das Rutheneum zu jeder Zeit seiner 400-jährigen Geschichte. Das betonte Schulleiter Dr. Joachim Hensel gestern Abend in seiner Festrede zum Schuljubiläum. Humanistische Bildung sei die Grundlage für humanistisches Handeln. Das Gymnasium habe sich zu jeder Zeit als Hort der Toleranz erwiesen, auch während des Nationalsozialismus und des Kommunismus.
Dr. Hensel markierte vor zahlreichen Ehrengästen (u.a. Finanzministerin Birgit Diezel, Kultusminister Bernward Müller, Woizlawa Feodora Prinzessin Reuß, Altoberbürgermeister Ralf Rauch), die sich zur Eröffnung der Festwoche im Theater versammelt hatten, die Meilensteine der 400-jährigen Geschichte des Rutheneums, des ersten landesherrschaftlichen Gymnasiums in Thüringen, wie der Schirmherr des Jubiläums, Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), betonte. Der Regierungschef dankte dem Förderverein, dessen 240 Mitglieder sich als prägende Kraft der Vorbereitung auf die Feierlichkeiten erwiesen haben. Und er hob die europäische Dimension hervor, die dem Festprogramm verliehen wurde.
Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) versicherte, dass auch im Schulgebäude Nicolaiberg gleichgute Lehr- und Lernbedingungen geschaffen werden, wie das am Johannisplatz mit Investitionen von über 2,5 Millionen Euro seit 2001 erreicht wurde. Der Rathauschef nutzte die Gelegenheit, einen Kurswechsel in der Bildungspolitik einzufordern und plädierte – anknüpfend an das DDR-Volksbildungssystem – für längeres gemeinsames Lernen.
Prinz Heinrich XIII. Reuß als Nachfahre des Schulgründers (der Schulgründer, Heinrich der Jüngere genannt Posthumus lebte von 1572-1635, Anmerkung der Chronikredaktion) erinnerte daran, das Heinrich Posthumus die wirtschaftliche Prosperität des Landes begründet habe – mit sichtbaren Auswirkungen bis in unsere Zeit. Er äußerte die Erwartung, dass das Jubiläum des Rutheneums für die Stadt Gera ein Anlass sein möge, sich nachhaltig der Person von Heinrich Posthumus wieder anzunehmen. Dazu gehöre die authentische Aufstellung und Präsentation des Sarkophages von Heinrich Posthumus Reuß in der Gruft und den Fundamenten der ältesten Geraer Stadtkirche St. Johannis auf dem heutigen Johannisplatz. Der Sarkophag von Posthumus gilt als nationales Kulturgut von europäischem Rang.

<<< zurück zur Chronik
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel