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Chronik - Artikel ab dem Jahr 2000
 
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Ihre Suche nach Amthordurchgang erbrachte folgende Ergebnisse.
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30.08.2005 Interview mit René Starke
ené Starke war im Jahr 1989 Mitglied im Bürgerkomitee in Gera und maßgeblich an der Auflösung der Geraer Stasi-Zentrale beteiligt. In einem Interview an diesem Tag sagte er : "Wir haben versucht die Abhörtechnik zu unterbrechen und haben überlegt, wie kann man das am schnellsten machen. Wir haben die Kabeldärme von unheimlichen Dimensionen mit der Axt zerschlagen. Ich kann mich noch daran erinnern, als wir damit in der Rudolf-Diener-Straße angefangen haben, wo eine Abhöranlage dieser Außenstelle des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) war. Da gab es große Aufregung, weil im Zentrum einige Telefonleitungen lahm gelegt wurden, u.a. die der Poliklinik. Wir wussten nicht, dass die Leitungen direkt in die Abhörzentrale gingen und danach wieder verteilt wurden." [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang (GA) Gera]
26.09.2005 Auch der Chef hatte nichts bemerkt
m Jahr 2005 wurde der letzte aktive Stasi-Chef von Gera, Michael Trostorff, zum versuchten Sturm auf seine Stasi-Zentrale in der Drechsler-Straße 1vom 4. Januar 1990 befragt, doch auch er sagte 15 Jahre später folgendes: "Von den Ereignissen des 4.1.1990 und dem Eintrittsbegehren erfuhr ich erst am folgenden Tag durch Pfarrer Geipel. Zu diesem Zeitpunkt hatte das BK (Bürgerkomitee) bereits Zutritt zur UHA (Untersuchungshaftanstalt) sowie zu von ihnen ausgewählten Abteilungen (X, 26, M) erhalten und es bestand praktische ein täglicher Kontakt zwischen ihnen und mir. Mit Verweis darauf ist es dann wohl auch Vertretern des BK gelungen ein mögliches gewaltsames Eindringen zu verhindern und beruhigend einzuwirken."]Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang (GA) Gera]
26.09.2005 Gelöste Siegel und keine Nachschlüssel bei der Stasi
orst-Jürgen Seidel, 1989 Stellvertreter Operativ des Leiters der Bezirksverwaltung Gera der Stasi, gab an diesem Tag ein Interview zum Thema Auflösung der Stasi, die Sicherstellung der Aktenberge und die Versiegelung der Türen in der Stasi-Zentrale hinter denen die Aktenberge gelagert wurden. Viele Akten waren vernichtet worden und das wollte das Geraer Bürgerkomitee in Zukunft verhindern. Immer wieder war es durch die ehemaligen Mitarbeiter der Stasi zu Siegelbrüchen gekommen Seidel erklärte folgendes. Die Frage war: Kam es zu Siegelbrüchen? "Nein. Das kann ich mir nicht erklären. Das halte ich auch für ein Gerücht. Ich weiß, es ist schlecht versiegelt worden. Denn parallel dazu war ja die Schlüsselgewalt nicht mehr in unseren Händen. Wir hatten ja keine Schlüssel mehr. Also mir nützt es nichts, wenn ich jetzt ein Siegel löse und ich kann da nicht rein." (Kein auch noch so dummer Stasi-Mann hätte ein Siegel erbrochen, wenn er nicht einen Schlüssel für die Tür gehabt hätte.) [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang (GA) Gera]
05.10.2005 Ein kopfloser Staatsanwalt
em Geraer Staatsanwalt Sbick wuchs die Auflösung der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit buchstäblich fast über den Kopf. So kam er in einer Erinnerung im Jahr 2005 zu der für einen Staatsanwalt recht ungewöhnlichen Bemerkung. "Ich konnte in der Drechslerstraße nicht überall zugleich sein. Ich musste einfach darauf vertrauen, dass die Bürger und die Polizisten, die konkret die Aktenauslagerung aus dem Zimmer in das Zentralarchiv vornahmen, sich gegenseitig beaufsichtigen. Ich kann weder ausschließen noch behaupten, dass es zu Dokumentenverlusten kam. Gleichwohl ist es in Gera wohl gelungen, einen vergleichbar guten Stand bezüglich der Sicherung der Akten zu erreichen." Ziel war es, so viele Akten wie möglich zu sichern, um sie im gegebenen Fall strafrechtlich verwenden zu können. [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang Gera]
04.11.2005 Interview mit Gerd Meixner
erd Meixner, ein freischaffender Toningenieur aus Gera und in der Zeit der Wende in Gera Mitglied des Geraer Bürgerkomitees, wurde an diesem Tag zum letzten Geraer Stasi-Chef Michael Trostorff befragt. Er gab den Mitarbeitern der Gedenkstätte Amthordurchgang folgendes Interview. "Erinnerungen an Michael Trostorff habe ich insofern, dass er ein hoch intelligenter Mann ist, der sehr schnell und sehr präzise Personen analysieren konnte, sich auf diese im Gespräch einstellen konnte und dementsprechend gut agieren konnte. Er hat beispielsweise mit dem einen so und mit dem anderen so gesprochen, was den Zusammenhalt der Gruppe nicht gerade dienlich war. Angst hatte ich in den Tagen in der BV (Bezirksverwaltung der Stasi) nicht. es war eher Respekt. Man musste halt aufpassen." [Quelle Gedenkstätte Amthordurchgang (GA) Gera]
20.11.2005 Die Geraer Stasi-Gedenkstätte
tundenlange Verhöre, enge Zellen und nur einmal am Tag 20 Minuten frische Luft. Mitten im Stadtzentrum Geras hatten erst die Nazis, dann die Russen und später die Stasi der DDR jahrzehntelang politische Häftlinge eingesperrt und drangsaliert. Gestapo, NKWD und Stasi hatten sich hier nahtlos die Klinke in die Hand gegeben. Vorsitzender des Vereins "Gedenkstätte Amthordurchgang" wurde Frank Karbstein. Der Verein betrieb seit 2005 im Ex-Verwaltungsgebäude eine Gedenk- und Begegnungsstätte. In der DDR war es eines von drei Stasi-Gefängnissen in Thüringen.
Zusatzinformationen
21.04.2007 Ein Denkmal wurde eingeweiht
n der Rudolf-Diener-Straße / Ecke Amthorstraße wurde das Denkmal "Den Opfern politischer Gewaltherrschaft" eingeweiht. Mit dem Denkmal sollte der Opfer in der Geraer Haftanstalt am Amthordurchgang gedacht werden, die ab 1933 der Gestapo (Geheime Staatspolizei) und ab 1952 der DDR-Staatssicherheit (DDR-Geheimdienst) als Gefängnis diente. Eines der bekanntesten Opfer war der Jenaer Matthias Domaschk, der Anfang der 1980er aus noch immer ungeklärten Umständen hier zu Tode kam.
21.04.2007 Ein Denkmal in Gera
ie Einweihung des Denkmals für die Opfer politischer Gewaltherrschaft in beiden deutschen Diktaturen fand am 21. April 2007 in Gera statt. Das Denkmal entstand auf Initiative des dortigen Vereins "Gedenkstätte Amthordurchgang" e.V.
08.08.2007 Eine Ausstellung erinnerte an Uwe Reinhöfer
em im Jahr 2001 viel zu Früh verstorbene Uwe Reinhöfer wurde in den Sonderausstellungsräumen der Gedenkstätte "Amthordurchgang" am Mohrenplatz 1 in Untermhaus eine Fotoausstellung gewidmet. Uwe Reinhöfer war nicht nur Fotograf sondern auch engagierter Geraer. Sein Fotoband "Tatort BUGA 2007" zeigte die Veränderungen in der Stadt, welche zum Beispiel auch die Rodungsarbeiten in Gera zeigten, die viele als schmerzlich empfanden. Reinhöfers letzte Fotos stammten aus dem Jahr 2000.
17.09.2007 Plakate zum Mauerbau
eit diesem Tag war in Gera Untermhaus in den Sonderausstellungsräumen des Vereins "Gedenkstätte Amthorduchgang" (Der Name erinnert an das berüchtigte Geraer Gefängnis der Staatssicherheit im Amthordurchgang in der Innenstadt) am Untermhäuser Mohrenplatz 1 eine Plakatausstellung zu besichtigen. Das Thema der Plakat-Wanderausstellung zu 45-Jahren Mauerbau vom 13. August 1961 lautete "grenzenlos!". Studenten der Kunsthochschule waren aufgerufen worden über dieses Thema zu "reflektieren". Über 60 Arbeiten wurden eingereicht und 16 Plakate wurden ausgestellt.
02.10.2007 Zehn Jahre Gedenkstätte
er Verein "Gedenkstätte Amthordurchgang" feierte an diesem Tag um 19.30 Uhr im Kleinen Theater im Zentrum ( Puppenbühne am Gustav Henning Platz 5 ) den 10 Jahrestag seines Bestehens. Der Verein war 1997 mit dem Ziel gegründet worden, die Aufarbeitung und Dokumentation von politischer Verfolgung unter zwei deutschen Diktaturen in die öffentliche Diskussion zu bringen, Erinnerungen zu wahren und künftige Generationen für Machtstrukturen, Demokratieverständnis und Zivilcourage zu sensibilisieren. In 10 Jahren fanden 96 themenbezogene Veranstaltungen statt.
24.04.2008 Reflektion auf das Revoltejahr 1968
n diesem Donnerstag fand in der Gedenk- und Begegnungsstätte Amthordurchgang in Gera ein Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema "1968 in Ost und West", mit Doris Liebermann, einer freien Autorin und Regisseurin, statt.
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20.08.2009 Eine neue Publikation zur NS-Vergangenheit in Gera
er Geraer Verein Gedenkstätte Amthordurchgang hatte eine neue Publikation veröffentlicht. "Unterm Hakenkreuz - Terror, Verfolgung und Widerstand in Gera von 1933-1945" hieß die Broschüre. Neben vielen Zeitungen, Historikern, Buchautoren und dem Verein selbst, konnte die "Gera-Chronik" auch mit einigen Artikel einen Beitrag zum Gelingen des Werkes leisten.
03.10.2009 Die Gedenkstätte Amthordurchgang lud ein
um Tag der Deutschen Einheit an diesem 3. Oktober hatte die Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus Amthordurchgang 9 in der Zeit von 14 - 18 Uhr geöffnet. Alle interessierten Bürger waren eingeladen, sich bei freiem Eintritt die Ausstellungsräume anzusehen. An gleicher Stelle hatten die Nationalsozialisten mit ihrer Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und nach dem Zweiten Weltkrieg die Staatssicherheit der DDR politische Häftlinge untergebracht und zum Teil auch ermordet. Anliegen der Gedenkstätte war es, das Geschehen dort im 20. Jahrhundert nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
18.10.2009 Radio live aus dem Torhaus
n diesem Sonntag kam es zu einer Live-Radio-Sendung aus der Gedenkstätte Amthordurchgang in der Geraer Innenstadt. Das Figaro-Radio-Café des Mitteldeutschen Rundfunks übertrug eine 90-minütige Sendung zum Thema Stasi-Auflösung. Es diskutierten Katharina Lenski (Historikerin aus Jena vom Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk"), Ehrhart Neubert (Theologe aus Erfurt und DDR-Oppositioneller) und Roland Geipel (Pfarrer in Rente aus Gera, DDR-Oppositioneller und aktiver Protagonist der politischen Wende in Gera). Thomas Bille moderierte die Sendung. (Matthias Domaschk war aktiv in der Kirchenbewegung Jenas und wurde in der Untersuchungshaftanstalt Gera, der späteren Gedenkstätte Amthordurchgang, von der Staatssicherheit 1981 ermordet.)
15.04.2010 Lesung in der Gedenkstätte Amthordurchgang
er Verein Gedenkstätte Amthordurchgang und die Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen lud an diesem Tag zur Lesung und zur Diskussion mit Ines Geipel in die Gedenkstätte ein. Eintritt war nicht zu entrichten. Ines Geipel, Jahrgang 1960, ehemalige Hochleistungssportlerin und DDR-Dopingopfer, stellte das Buch "Black-Box - unerzähltes Leben unterm SED-Regime" vor. Nach ihrer sportlichen Laufbahn studierte Ines Geipel Germanistik in Jena und nach der Flucht aus der DDR 1989 Philosophie und Soziologie in Darmstadt.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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